Kleidervorschriften für Touristen

Das Vermummungsverbot im Kanton Tessin lässt Vertreter der Schweizer Tourismus-Industrie bangen. Sie fürchten den Verlust ihrer solventen Kundschaft aus den monarchisch und theokratisch regierten Oelstaaten im Nahen Osten. Ich halte diese Befürchtung für unbegründet, denn bereits das Bauverbot für Minarette hatte keine spürbaren Folgen für die Schweizer Tourismusindustrie. Ausserdem darf darauf gehofft werden, dass vom Vermummungsverbot … Weiterlesen

Burka-Verbot: Erst das Fressen und dann die Moral

Das Tessiner Stimmvolk hat sich am vergangenen Wochenende mit einer überragenden Mehrheit von 65,4% der Stimmen für ein kantonales Vermummungsverbot entschieden. Davon betroffen sind auch Burka-Trägerinnen. Das deutliche JA hat eine neue Diskussion über ein bundesweites Vermummungsverbot entfacht. Diese schreckt jene auf, die bereits wieder ihre Pfründe und Geschäfte in Gefahr sehen. Kann es sein, dass bei manchem das Fressen vor der Moral kommt?

Tourismus-Experten schlagen wegen Burka-Verbot Alarm
Gemäss Blick schlagen Tourismus-Experten wegen Burka-Verbot Alarm

Wie der Blick berichtet, schlagen Tourismus-Experten Alarm. Ihnen zufolge geht es um ein Milliardengeschäft mit reichen arabischen Touristen. Auch Vertreter der Baubranche sehen offenbar bereits ihre Felle davon schwimmen. Schweizer Firmen fürchten um Aufträge für Bauprojekte im Nahen Osten. Dabei erwähnt der Blick in seinem Artikel unter anderem die Bauprojekte für die Fussball Weltmeisterschaft in Katar.

Was der Blick verschweigt ist, dass genau die gleichen Kreise dieselben Befürchtungen bereits vor der Abstimmung über die Minarett-Initiative geäussert haben. Nachher hat sich gezeigt, dass sich die Befürchtungen nicht bewahrheitet haben. Ausserdem haben Frankreich und Belgien schon länger ein Burka-Verbot und können das offenbar wirtschaftlich verkraften.

Was die Bauvorhaben in reichen arabischen Staaten angeht, so sollte man nicht nur den Geldsegen sehen, der eine Beteiligung daran bringen kann. Deutsche Massenmedien berichteten vor kurzem, dass bei Bauprojekten für die Weltmeisterschaft in Katar bereits 44 Arbeiter ums Leben gekommen sind. Weiter berichteten sie von unhaltbaren Zuständen an den betreffenden Baustellen und von moderner Sklaverei.

Ich finde es schäbig, wenn Schweizer Unternehmen des Geldes wegen Menschenrechtsverletzungen in Kauf nehmen.  Das zeugt vom einem schwachen Geist. Wir sind doch kein Volk von geldgierigen Kleinkrämern, denen nichts heilig ist! Schweizer Firmen sollten die moralischen Werte leben, denen sie sich in ihren Leitbildern verschreiben. Oder dienen solche Leitbilder nur Marketingzwecken und für eine verlogene Doppelmoral?

Leider scheint die Moral in unserem Land keinen hohen Stellenwert mehr zu haben. Wie schlecht es um die Moral in der Schweiz steht, zeigt ein Vorstoss des Ständerats. Der Ständerat will der Schweizer Rüstungsindustrie erlauben Waffen in Länder zu exportieren, die nachweislich Menschenrechte verletzen. Er begründet dies mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage der Schweizer Rüstungsindustrie. Der Ständerat ist also offenbar bereit für wirtschaftliche Interessen über Leichen zu gehen.

Ein potentieller Hauptabnehmer für Schweizer Rüstungsgüter könnte Saudi-Arabien sein. Saudi-Arabien ist ein Land, das nachweislich Menschenrechte verletzt. Solange in Saudi-Arabien das Oel sprudelt, hat das Land allerdings genügend Geld um der Schweizer Rüstungsindustrie, dem Schweizer Tourismus, den Schweizer Banken und der Schweizer Baubranche auf die Sprünge zu helfen. Sind uns das Menschenrechtsverletzungen wert?

Notabene, aus liberaler Sicht ist ein Vermummungsverbot umstritten. Auf den ersten Blick ist es eine staatliche Einschränkung und somit alles andere als liberal. Das gilt übrigens auch für ein Verbot für Nacktwandern. Näher betrachtet stellt sich mir aber die Frage ob sich Menschen aus gewissen Ländern freiwillig vermummen oder nicht. Diese Frage lässt sich nicht allgemein beantworten. Zum einen haben wir eine bekannte Schweizer Islam-Konvertitin, die sich offenbar freiwillig vermummt und auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Frauen, die sich unfreiwillig religiösen Kleidervorschriften unterwerfen. So ist zum Beispiel bekannt, dass nicht alle Frauen im Iran freiwillig ein Kopftuch tragen. Dasselbe gilt für Frauen in Afghanistan und anderen Ländern. Der Liberalismus steht für die Werte der Aufklärung und gegen Unterdrückung. Dabei geht es nicht nur um staatliche Unterdrückung.

Solange Frauen die Burka freiwillig tragen, habe ich an und für sich kein Problem damit. Ich habe allerdings Zweifel daran, dass die Mehrheit der Frauen das tut. Warum? Wie sieht es aus, wenn eine säkulare Schweizerin nach Saudi-Arabien oder in den Iran reist? Muss sie dann ein Kopftuch tragen oder nicht? Gilt denn die Religionsfreiheit nicht überall und für alle? Wieso trug die säkulare ehemalige Schweizer Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey ein Kopftuch als sie auf Staatsbesuch im Iran war? Müssen wir Schweizer uns überall durch anpassen anbiedern oder können wir auch zu unserer Kultur und unseren Überzeugungen stehen? Eine säkulare Frau, die Hosen trägt, muss doch kein Kopftuch tragen! Respekt muss auf Gegenseitigkeit beruhen.

Die ehemalige Schweizer Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey auf Staatsbesuch im Iran.
Die ehemalige Schweizer Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey auf Staatsbesuch im Iran.

Jean Ziegler erneut im UNO-Menschenrechtsrat!

Der Bald 80 jährige linke Schweizer Jean Ziegler ist trotz heftiger Proteste in den beratenden Ausschuss des UNO-Menschenrechtsrats gewählt worden. Der ehemalige SP-Nationalrat Ziegler war bereits von 2008 bis 2012 Mitglied des Ausschusses. Die erneute Kandidatur von Jean Ziegler wurde im Vorfeld heftig kritisiert. Die Organisation UN Watch kritisierte Ziegler dafür, dass er den Gaddafi-Menschenrechtspreis angenommen … Weiterlesen

Nein zur 1:12 Initiative der Jungsozialisten!

Am 24. November 2013 stimmen wir über die 1:12 Initiative der Jungsozialisten ab. Die Jungsozialisten wollen mit der 1:12 Initiative die maximale Höhe der Gehälter von Schweizer Unternehmen staatlich festlegen. Ich lehne die 1:12 Initiative ab weil sie ein unnötiger staatlicher Eingriff in die Privatwirtschaft ist und Arbeitsplätze gefährdet. Der Wortlaut der Initiative lautet wie folgt: … Weiterlesen

Kommentar zur Volksabstimmung vom 22.09.2013

Heute hat das Schweizer Stimmvolk zu meiner grossen Zufriedenheit ganz in meinem Sinne abgestimmt. Mit Freude nehme ich zur Kenntnis, dass die Volksinitiative zur Abschaffung der Wehrpflicht vom Schweizer Stimmvolk wuchtig verworfen wurde. Die Initiative der Gemeinschaft Schweiz ohne Armee wurde von den Jungen Grünen und den JUSO unterstützt. Sie haben heute eine vernichtende Niederlage erlitten. Über 70% des Schweizer Stimmvolks, … Weiterlesen

Rambo-Methoden

Ein 21-jähriger Schweizer sitzt am vergangenen Mittwoch vor seiner Stammkneipe. Plötzlich wird er von Polizisten attackiert, zu Boden geworfen, mit Handschellen gefesselt und es werden ihm die Augen verbunden. Dann nehmen ihn die Polizisten mit in seine Wohnung und durchsuchen diese. Die darauffolgende Nacht verbringt er in Untersuchungshaft in einer Gefängniszelle. Grund für dieses rabiate Vorgehen … Weiterlesen

Nein zur chemischen Kastration von Straftätern

Das Tötungsdelikt an Adeline M. in Genf hat die Emotionen hochgehen lassen. Einzelne wollen, Sexualstraftäter zu kastrieren. Der Glarner SVP-Ständerat This Jenny meinte in einer Fernsehsendung gar, dass Leuten wie Anthamatten die Eier abgeschnitten werden sollten. Ich lehne solch barbarische Methoden wie sie von SVP-Exponenten gefordert werden ab. Einem Vergewaltiger die Eier abzuschneiden ist so primitiv … Weiterlesen

Unterhaltungswert von Politik

Wahlkämpfe können langweilig, spannend, lustig und unterhaltsam sein. Wenn man die Wahlkämpfe im deutschsprachigen Raum vergleicht so kann man deutliche Unterschiede erkennen. Diese betreffen vor allem die Art und Weise wie Wahlkämpfe ausgefochten werden. Die Mentalität der Beteiligten scheint dabei eine grosse  Rolle zu spielen. Die trockensten, biedersten und langweiligsten Wahlkämpfe werden meiner Ansicht nach … Weiterlesen

Grünliberale Schnapsidee

Martin Bäumle von den Grünliberalen träumt von einem internationalen Verbund zum Schutz des Schweizer Luftsraums. Geht es nach den Grünliberalen so sollen deutsche Kampfjets den Schweizer Luftraum schützen. Ich halte das für eine unverantwortliche Schnapsidee. Die Umsetzung dieser Schnapsidee würde die Sicherheit unseres Landes massiv gefährden und wäre das Ende unserer Souveränität. Ein Staat der zu … Weiterlesen

NEIN! So nicht Natalie Rickli!

Politiker und Politikerinnen wie Natalie Rickli nutzen den Fall Anthamatten und den gewaltsamen Tod von Adeline M. um erneut ihre Anliegen darzulegen. Bei der genaueren Betrachtung zeigt sich jedoch, dass deren Forderungen die Tötung von Adeline M. nicht verhindert hätten. So fordert Natalie Rickli erneut, dass Vergewaltiger und Gewaltverbrecher im Wiederholungsfall automatisch zwangsverwahrt werden müssen. … Weiterlesen