Unterhaltungswert von Politik

Von Alexander Müller veröffentlicht am 18. September 2013 | 1.544 mal gesehen

Wahlkämpfe können langweilig, spannend, lustig und unterhaltsam sein. Wenn man die Wahlkämpfe im deutschsprachigen Raum vergleicht so kann man deutliche Unterschiede erkennen. Diese betreffen vor allem die Art und Weise wie Wahlkämpfe ausgefochten werden. Die Mentalität der Beteiligten scheint dabei eine grosse  Rolle zu spielen.

Die trockensten, biedersten und langweiligsten Wahlkämpfe werden meiner Ansicht nach in Deutschland ausgefochten. Möglicherweise liegt das am wahrscheinlich etwas trockeneren Humor unserer nördlichen Nachbarn. Am amüsantesten und unterhaltsamsten finde ich österreichische Wahlkämpfe.

Nachfolgend als Beispiel zwei Wahlkampfsendungen im Vergleich:

In der Wahlkampfsendung in Österreich haben auch Emotionen Platz, was den Unterhaltungswert der Sendung steigert und die Kandidaten menschlicher und sympathischer herüber bringt.

Feymann von der SPÖ versus Strache von der FPÖ

Nach der Sendung folgte eine interessante Analyse des Duells von der FPÖ. So sieht ein farbiger und unterhaltsamer Wahlkampf aus!

Nicht so in Deutschland!

In der Wahlkampfsendung in Deutschland stehen zwei Kandidaten einer Gruppe von ehrfürchtigen Fernsehjournalisten gegenüber, die Schulbuben gleich ihren Paukern Fragen stellen. Sowohl die Kanzlerin als auch ihr Herausforderer wählen ihre Worte bedacht und vermitteln ihre trockenen und langweiligen Botschaften. Dies getreu dem Motto: „Bloss nichts falsch machen.“ Würde im Hintergrund der beiden Kandidaten nicht stehen, dass es sich um ein Duell handelt, die Zuschauer würden es wahrscheinlich nicht merken. Die Kommentatorin muss ja am Anfang der Dokumentation sogar noch betonen, dass sich Steinbrück angriffslustig gezeigt hat. Sonst hätte das wahrscheinlich keiner gemerkt.

Politikverdrossenheit entsteht dann, wenn Bürger das Gefühl haben nicht mitreden zu können und von langweiligen Politikern geführt werden. Die potentiellen Wähler in Deutschland gehen wahrscheinlich lieber nach Mallorca eine Party feiern als, dass sie sich diese langweiligen und biederen Wahlkampfsendungen in Deutschland anschauen.

In Deutschland müssten auch alternative Politiker wie z.B. jene der Alternative für Deutschland von den Staatssendern eine Plattform erhalten. Oder stellen Sie sich einmal ein TV-Duell zwischen einem Pro Deutschland Politiker und einem Politiker der Linken vor. Ich könnte mir vorstellen, dass dies zu höheren Einschaltquoten führen würde. Die Duelle wären dann zwar weniger ausgefeilt dafür aber lebendiger und unterhaltsamer.

Aggregator für Politblogs

Von Alexander Müller veröffentlicht am 23. März 2011 | 1.577 mal gesehen

Politnews.ch - Politblog AggregatorKennt ihr Politnews.ch schon? Es handelt sich dabei um einen Schweizer Aggregator für Politblogs. Ich habe ihn in erster Linie ins Netz gestellt um mir einen Überblick darüber zu verschaffen, was andere Politblogger in der Schweiz schreiben. Der Aggregator auf Politnews.ch aktualisiert relativ zeitnah aktuelle Blogbeiträge von Politbloggern. Das könnte man mit Google (Feedburner und Reader) zwar auch, doch dazu müsste man sich erst bei Google registrieren. Bei Politnews.ch ist keine Registrierung notwendig. Wert habe ich auf die einfache und übersichtliche Gestaltung gelegt. Der Aggregator unterscheidet sich von anderen Aggregatoren durch die Auswahl an gelisteten Blogs. Unabhängig von der politischen Ausrichtung der einzelnen Blogger werden relevante Politblogs von links bis rechts in den Blogroll aufgenommen.

Anonymität im Netz

Von Alexander Müller veröffentlicht am 30. Mai 2010 | 2.080 mal gesehen

BurkaAuf sozialen Netzwerken, Blogs und Foren tummeln sich anonyme Gesellen und falsche Profile (Fakes) von Politikern, Schauspielern, Sängern und diversen anderen Leuten. Hier ist von Seiten der Politik dringender Handlungsbedarf notwendig. Denn abgesehen davon, dass es feige, unfair und unehrlich ist, wenn man anderen gegenüber seine Identität verbirgt, kann es auch schnell kriminell werden. Wer sich im Netz die Persönlichkeit einer anderen Person aneignet, der vergreift sich an deren Persönlichkeitsrechten. Wenn er dies obendrein in schädlicher Absicht tut, ist es kein Kavaliersdelikt mehr. Es kann für die Opfer solcher Cyberkrimineller schwerwiegende Folgen haben.

Was die Politik tun kann

Die Politiker sollten sich international darauf verständigen, dass Proxyserver weltweit verboten und deren Betreiber strafrechtlich verfolgt werden. Anonymität im Netz weiterlesen