Unflätiges Benehmen von Ueli Maurer

Von Alexander Müller veröffentlicht am 15. September 2013 | 1.486 mal gesehen

Ueli Maurer kritisiert die Medien und will sich für die Beschimpfung eines Medienschaffenden nicht entschuldigen.

Bundespräsident Ueli Maurer beschimpfte einen Kameramann als "Affen".
Bundespräsident Ueli Maurer beschimpfte einen Kameramann als „Affen“.

Lieber Ueli Maurer, ihre Medienkritik teile ich weitgehend. Trotz Medienvielfalt generieren heutige Medien kaum noch einen Mehrwert. Wer eine Zeitung liest, der ist über die Einheitsmeinung in der Medienlandschaft informiert und braucht die anderen Blätter nicht mehr zu lesen. Auch bei der Auswahl der Themen sind kaum noch Unterschiede auszumachen. Das ist leider, zumindest was die Massenmedien angeht, weitgehend so. Es ist sicher auch so, dass Journalisten zuweilen penetrant sind. Einige von ihnen kleben einem gar wie Wadenbeisser an den Fersen.

Trotzdem, es ist nicht in Ordnung, dass Sie als Bundespräsident während der Amtsausübung andere Leute beschimpfen! Sie können einen Kameramann, der Sie nervt und ihnen zu nahe kommt auch anständig zurecht weisen und notfalls auch im Ton etwas deutlicher werden. Sie können sich zudem von einem Weibel begleiten lassen, der ihnen die Journalisten vom Leib hält. Als Amtsperson beleidigende Schimpfwörter aussprechen, geht jedoch nicht. Seien Sie sich darüber im Klaren, dass Sie als Bundespräsident eine Vorbildfunktion haben und die Würde unseres Staats vertretenen. Dafür werden Sie auch bezahlt.

Was geschehen ist, ist geschehen, das können Sie nicht mehr rückgängig machen. Sie können sich aber entschuldigen.  Wenn Sie noch einen Funken Anstand und die notwendige staatsmännische Grösse haben, dann sollten sie das dringend tun!

Italiens Offensive auf Schweizer Finanzplatz

Von Alexander Müller veröffentlicht am 27. Oktober 2009 | 2.707 mal gesehen

Das Vorgehen der Italiener gegen den Schweizer Finanzplatz erstaunt nicht. Sie haben gemerkt, dass sich ein Angriff auf die Schweiz lohnt. Noch nie war unser Gesamtbundesrat so sackschwach wie heute. Schade ist Christoph Blocher nicht mehr im Bundesrat, den hätte man jetzt nötiger denn je. Bundespräsident Merz hat mit seiner Harmoniebedürftigkeit und mit seinen Kniefällen auf der ganzen Welt Schwäche demonstriert. Die Geier haben Lunte gerochen und greifen an. Die Italiener nutzen die Gelegenheit und attackieren unseren Finanzplatz solange Merz noch Bundespräsident ist.

Ihr Vorgehen ist verständlich, denn die Chancen, dass Merz wieder nachgibt und einen Kniefall macht stehen gut. Er liess übrigens gegenüber den Medien bereits wieder verlauten, dass er nicht auf Konfrontation sondern auf Dialog setzen werde. Es gelte Lösungen zu finden, die alle zufrieden stellen und niemandem schaden würden.

Lieber Herr Merz, lassen Sie das doch bitte bleiben. Sie wissen doch wie es herauskommt. Sie werden wieder einmal mehr über den Tisch gezogen. So läuft das. Treten Sie doch endlich zurück und tun Sie damit unserem Land und unserem Finanzplatz einen Gefallen.

OECD-Brief von Bundespräsident Merz

Von Alexander Müller veröffentlicht am 4. Mai 2009 | 1.949 mal gesehen

Am 28. April 2009 hat unser Bundespräsident Hans-Rudolf Merz den lange angekündigten Protestbrief an Angel Gurria, den Generalsekretär der OECD geschickt. Merz verlangt dabei Auskunft über das umstrittene Verhalten der OECD und betont gleichzeitig, dass die Schweiz bereit ist sich konstruktiv an der Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit in Steuersachen zu beteiligen. Er nennt dafür allerdings ein paar entscheidende Voraussetzungen. So sollte nach Auffassung unseres Bundesrates der OECD-Standard überall auf gleiche und transparente Weise umgesetzt werden.

Merz ersucht das OECD-Sekretariat zudem OECD-Mitgliedstaaten zu konsultieren bevor Schritte unternommen werden und erinnert daran, dass Beschlüsse einvernehmlich zu fassen sind.

Anbei die Fragen, welche Merz an Guerra gestellt hat. Sie machen deutlich wie unsauber in solch internationalen politischen Organisationen zuweilen zulasten von kleinen Mitgliedstaaten gearbeitet wird wenn massiver Druck von Grossmächten ausgeübt wird.

Fragen von Merz an Gurria: OECD-Brief von Bundespräsident Merz weiterlesen