Geschäft mit dem Glauben

Von Alexander Müller veröffentlicht am 16. August 2013 | 1.136 mal gesehen

Als ich zum ersten Mal eine Eso-TV Sendung sah, frage ich mich zunächst wie es sein kann, dass Menschen für so etwas Geld ausgeben. Dann fragte ich mich, was das wohl für Menschen sind.  Diese Menschen gleichen wahrscheinlich jenen, die in der Antike irgendwelche Tempel aufsuchten um im Gegenzug für eine Opfergabe Lebenshilfe erbaten. Nachdem ich darüber nachgedacht habe, erstaunt es mich nicht mehr, dass es selbst in einer aufgeklärten Welt immer noch abergläubische Menschen gibt, die sich von Heilsversprechern, Verschwörungstheoretikern und religiösen Welterklärern verführen lassen. Geschäft mit dem Glauben weiterlesen

Religionen haben in staatlichen Schulen nichts verloren!

Von Alexander Müller veröffentlicht am 9. Juni 2013 | 1.588 mal gesehen

Die Schweiz ist ein säkularer Rechtsstaat. Dem entsprechend sollen staatliche Schulen religiös neutral sein. Das bedingt, dass religiöse Symbolik an staatlichen Schulen nichts verloren hat.

Auch kann es nicht die Aufgabe eines säkularen Rechtsstaates sein religiösen Unterricht zu fördern. Mit Steuergeldern finanzierte staatliche Schulen sollen nicht theologische Ansichten sondern historische Fakten vermitteln. Somit sollten Religionen an Schulen lediglich noch im Fach Geschichte unter dem Kapitel „Religionsgeschichte“ abgehandelt werden. Dabei soll die Religionsgeschichte von der Steinzeit mitsamt ihren blutigen Auseinandersetzungen und Machtkämpfen, Götzenkulten usw. bis zu heutigen religiösen Konflikten dargelegt werden. Theologische Ansichten sind jedoch nicht zu vermitteln.

In einer staatlichen Schule sollen die Grundwerte unserer Bundesverfassung vermittelt werden. Ein wichtiger Grundwert unserer Bundesverfassung ist die Gleichstellung von Mann und Frau. Dies sollte sich auch in der Kleiderordnung von Schulen widerspiegeln.

Religiöse Kleidung hat an staatlichen Schulen nichts zu suchen. Wer in unser Land kommt und sich hier niederlassen möchte, der muss die Grundwerte unseres säkularen Rechtsstaats akzeptieren.

Grenzenlose Religionsfreiheit ist gefährlich

Von Alexander Müller veröffentlicht am 4. Mai 2010 | 3.967 mal gesehen

Farhad AfsharFarhad Afshar, der Präsident der Koordination Islamischer Organisationen (KIOS), fordert von der Schweiz völlige Neutralität gegenüber allen Religionen. Damit rüttelt Afshar an den Grundfesten der liberalen Schweiz.

Ein säkularer Staat darf Religionen gegenüber nicht neutral sein. Er muss gegen Religionen, die im Widerspruch zu seiner Verfassung stehen, vorgehen! Menschenopfer, die Diskriminierung von Frauen, die Anwendung der Scharia sowie Religionszwang sind in unserem Bundesstaat zu Recht verboten.

Die Schweiz hat keine grenzenlose Religionsfreiheit. Sie gewährt, gemäss Bundesverfassung Artikel 15, lediglich die Glaubens- und Gewissensfreiheit. Grenzenlose Religionsfreiheit ist gefährlich weiterlesen

Schafft die Landeskirchen ab!

Von Alexander Müller veröffentlicht am 1. November 2009 | 3.896 mal gesehen

Für die Regelung des Verhältnisses zwischen Staat und religiösen Gemeinschaften sind gemäss Art. 72 der Bundesverfassung die Kantone zuständig. Sie entscheiden welche Religionsgemeinschaften in ihrem Kanton als Landeskirchen anerkannt werden und ziehen die Kirchensteuern ein. Zudem legen sie fest ob juristische Personen (Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, Stiftungen, Vereine) Kirchensteuer zu entrichten haben oder nicht.

Diese Regelung ist heikel, denn Landeskirchen passen nicht zu einem säkularen Staat, indem der Glaube Privatsache ist. Auch die Besteuerung von juristischen Personen zugunsten von Landeskirchen ist kritisch zu betrachten. Es wäre zu prüfen inwiefern sie sich mit dem dem Grundsatz der Glaubens- und Gewissensfreiheit und dem Prinzip der Trennung von Staat und Religion verträgt. Von juristischen Personen eingezogene Kirchensteuern werden proporzional an die Landeskirchen verteilt. Da spielt es keine Rolle ob die natürlichen Personen, die hinter der juristischen Person stehen einer Landeskirche angehören oder nicht.

Um eine saubere Trennung zwischen Staat und Religionen gewährleisten zu können sollten die Landeskirchen und die Kirchensteuer abgeschafft werden. Glaubensgemeinschaften können ihre Finanzierung auch durch den Verkauf von Ablassbriefen oder dem Sammeln von Spenden sicherstellen.