Grenzenlose Religionsfreiheit ist gefährlich

Von Alexander Müller veröffentlicht am 4. Mai 2010 | 3.960 mal gesehen

Farhad AfsharFarhad Afshar, der Präsident der Koordination Islamischer Organisationen (KIOS), fordert von der Schweiz völlige Neutralität gegenüber allen Religionen. Damit rüttelt Afshar an den Grundfesten der liberalen Schweiz.

Ein säkularer Staat darf Religionen gegenüber nicht neutral sein. Er muss gegen Religionen, die im Widerspruch zu seiner Verfassung stehen, vorgehen! Menschenopfer, die Diskriminierung von Frauen, die Anwendung der Scharia sowie Religionszwang sind in unserem Bundesstaat zu Recht verboten.

Die Schweiz hat keine grenzenlose Religionsfreiheit. Sie gewährt, gemäss Bundesverfassung Artikel 15, lediglich die Glaubens- und Gewissensfreiheit.

BV Artikel 15 Glaubens- und Gewissensfreiheit:

1 Die Glaubens- und Gewissensfreiheit ist gewährleistet.

2 Jede Person hat das Recht, ihre Religion und ihre weltanschauliche Überzeugung frei zu wählen und allein oder in Gemeinschaft mit anderen zu bekennen.

3 Jede Person hat das Recht, einer Religionsgemeinschaft beizutreten oder anzugehören und religiösem Unterricht zu folgen.

4 Niemand darf gezwungen werden, einer Religionsgemeinschaft beizutreten oder anzugehören, eine religiöse Handlung vorzunehmen oder religiösem Unterricht zu folgen.

Die Bürger unseres Landes haben also die Freiheit ihre Religion frei zu wählen und auszuüben. Zudem ist es verboten jemanden zu zwingen einer bestimmten Religion beizutreten, anzugehören oder religiösem Unterricht zu folgen. Die Schweiz räumt damit seinen Bürgern mehr religiöse Freiheiten ein als dies islamische Staaten tun.

Afshar stellt die Stellung des Christentums in der Schweiz in Frage indem er für andere Religionen den gleichen Stellenwert fordert. Natürlich geht es ihm dabei vor allem um den Islam. Andere Religionen wie z.B. der Islam haben jedoch für die Schweiz nicht den gleichen Stellenwert wie das Christentum. Ohne Reformation und Aufklärung im Christentum, wäre die heutige Schweiz nicht denkbar. Massgebend für die Gründung der Schweiz war der Sieg der liberalen Protestanten über die konservativen Katholiken im Sonderbundskrieg von 1847. Wie die Präambel der Bundesverfassung, das Schweizerische Zivilgesetzbuch oder die Sonn- und Feiertage zeigen, ist die Schweiz jedoch kein rein säkularer Staat. Sie ist ein von Christen gegründeter demokratischer christlicher Staat, der eine Trennung zwischen Staat und Kirche kennt.

Notabene: Farhad Afshar kommt aus dem Iran. Im Iran gilt Kopftuchpflicht und zwar selbst für Touristinnen nicht islamischen Glaubens!

Grenzenlose Religionsfreiheit ist gefährlich
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4 Gedanken zu „Grenzenlose Religionsfreiheit ist gefährlich“

  1. Afshar kann Religionsfreiheit fordern, nur ist Islam nicht „nur“ eine Religion in Sinne unserer Gesetze. Die Religionsfreiheit ist bei uns auf einem säkularen Verständnis aufgebaut. Der Islam ist aber genauso Politik, Sozialgefüge und Juristerei. Alles in einem, also eine Lebensideologie. Eine solche Ideologie ist bei uns klar nicht frei auszuleben, nur wenn unsere Gesetze und Gepflogenheiten anerkannt werden. Sonst könnte ja auch jeder Neonazi tun und lassen was ihm gefällt.

  2. Gemäss der Menschenrechtskonvention darf die Glaubensfreiheit des Einen die Freiheit eines Andern nicht beschränken. Die Religionsfreiheit stellt in diesem Sinne keine Gefahr für die Schweiz dar. Auch kann in der Schweiz eine „Staatsreligion“ wie z.B. der Islam gar nicht gelebt werden, denn er verstösst klar ihren Gestzen. Wir brauchen keine neuen Gestze, es ist alles schon da.

  3. Die Glaubens- und Gewissensfreiheit ist auch in der Bundesverfassung gewährleistet. Siehe BV Art. 15 im Artikel. Es kann also jeder glauben und tun was er will solange er dabei die Rechte von Mitmenschen (z.B. der Ehefrau und der Kinder) nicht verletzt.

    Afhsar verkennt die herausragende Rolle, welche das aufgeklärte Christentum für die Schweiz hat. Er und weitere eingewanderte radikale Muslime wollen den Islam mit dem Christentum auf eine Stufe stellen. Das halte ich für grundfalsch. Der Islam ist für unser Land nicht von Bedeutung. Die radikalen und fundamentalistischen Muslime in unserem Land sollten dankbar dafür sein, dass wir sie nach 9/11 nicht gelyncht haben. Trotz 9/11 können sie bei uns mit Kopftuch oder Burka in den Medien auftreten, Islamkritiker beleidigen, für die Scharia plädieren und das Schlagen von Frauen bzw. das Unterdrücken von Frauen rechtfertigen.

    Stellt euch mal vor, was geschehen wäre, wenn fanatische Christen während der Haddsch Mekka in die Luft gesprengt hätten. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es in einigen islamischen Ländern zu Progromen gegen Christen gekommen wäre wenn dort im TV christliche Islamkritiker oder knapp bekleidete christliche Frauen aufgetreten wären.

    Ausserdem gewähren zahlreiche islamische Länder Andersgläubigen bei weitem nicht die religiösen Freiheiten, welche wir den Muslimen gewähren. Die islamischen Länder sind bei weitem nicht auf jener Stufe, auf welcher sich die Länder des aufgeklärten Christentums befinden. Sie sind derzeit irgendwo dort stehengeblieben wo sich die christlichen Länder im Mittelalter einst befunden haben. Afhsar lebt seit Jahren in der Schweiz und doch kann er seine Herkunft nicht verleugnen. Wenn es ihm bei uns nicht passt, steht es ihm frei in den Iran zurückzukehren. Es wäre falsch den Muslimen in unserem Land zu gewähren, was uns in ihren Herkunftsländern verweigert wird. Auch die islamischen Länder sind Mitglied der UNO und wären somit verpflichtet die Menschenrechte einzuhalten. Etwas was sie ganz offensichtlich nicht tun, da sie die Scharia über die Menschenrechte stellen und von Demokratie nichts wissen wollen.

    Entweder gelten die Menschenrechte der UNO für alle Mitgliedstaaten (und nicht nur für die Schweiz, die sich freiwillig daran hält) oder aber sie gelten für keinen Mitgliedstaat mehr! Eine Menschenrechtskonvention, die nur für jene Länder gilt, die sich freiwillig daran halten, ist ein Witz! Genauso übrigens wie der UNO-Menschenrechtsrat, in dem Vertreter aus Schurkenstaaten wie Libyen Mitglied sind und Holocaust-Leugner wie der derzeitige iranische Präsident auftreten und gegen Juden und Christen hetzen dürfen.

  4. Wer vertritt nun den Islam, bzw. „die Muslime“ in der Schweiz? Der Schiite Afshars mit der KIOS, oder der Sunnite Maizar mit der FIDS? Werden diese Personen als Repräsentanten durch die zu repräsentierenden Muslime gewählt, oder wurden sie aus politischen Gründen durch die OIC installiert?

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