Kulturschock: Minarett und Kopftuch

Von Alexander Müller veröffentlicht am 27. Februar 2011 | 2.655 mal gesehen

In den 1970er Jahren änderte die Schweiz die Gesetze für ausländische Arbeiter und bewilligte den Familiennachzug von Angehörigen von Gastarbeitern. Dies führte zu einer Zunahme der muslimischen Bevölkerung und zu einer Veränderung ihrer Präsenz in der Schweiz. Die muslimischen Gastarbeiter, die zunächst nur temporär in der Schweiz lebten, begannen sich mit ihren Familien dauerhaft in der Schweiz niederzulassen. Das wiederum hatte für unsere Gesellschaft grundlegende Konsequenzen. Die Muslime begannen sich in islamischen Organisationen und Kulturvereinen zu organisieren und Forderungen zwecks Erfüllung ihrer religiösen und kulturellen Bedürfnisse zu stellen. Dies führte zu Debatten über islamische Friedhöfe, Eltern, die ihre Kinder nicht in den Schwimmunterricht, Turnunterricht oder ins Klassenlager schicken wollten, Kopftücher, die Scharia, Zwangsehen, Ehrenmorde, Minarette usw.

Bei aller Weltoffenheit und Toleranz sollte man bei den Debatten nicht nur auf die Befindlichkeiten der Zuwanderer achten. Man sollte auch auf die Bedürfnisse der ursprünglichen Bevölkerung Rücksicht nehmen. Es könnte z.B. sein, dass sich jemand stört, wenn er plötzlich vor seinem Fenster ein Minarett sieht. Es könnte sein, dass es jemandem missfällt, wenn er sich auf der Strasse mit einer zunehmenden Anzahl von Frauen, die ein Kopftuch tragen, konfrontiert sieht. Das muss übrigens überhaupt nichts mit Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und/oder Nationalismus etc. zu tun haben. Es könnte nämlich auch einfach so sein, dass es sowohl auf der Seite der Einwanderer als auch auf der Seite der Alteingesessenen zu einer Art Kulturschock kommt. Schliesslich verändert sich auch die Welt der Alteingesessenen.

Die Intergration bringt nicht nur Probleme zwischen Behörden und Einwanderern mit sich. Es gibt auch gesellschaftliche Probleme. Je nach Herkunft gibt es gravierende Unterschiede hinsichtlich Sitte, Moral und Ethik. In unserem Land leben auf kleinstem Raum Menschen mit verschiedensten Auffassungen über eine ideale Gesellschaft zusammen. Da gibt es Leute, die wie die Nacktwanderer der Freikörperkultur frönen und gerne in der Öffentlichkeit nackt herumlaufen und dann gibt es Leute, die es vorziehen ihre Ehefrauen in der Öffentlichkeit unter einer Burka zu verstecken. Die einen sehen Nacktheit als etwas Natürliches an, dass von religiösen Moralaposteln mit doppelbödigen Moralvorstellungen jahrhundertelang unterdrückt wurde und die anderen sehen es als unsittlich an, wenn fremde Leute das Gesicht ihrer Ehefrau sehen können.

Wie kann man in so einer multikulturellen Gesellschaft friedlich zusammenleben? Sicherlich nicht mit einem Kompromiss, denn dazu sind die Gegensätze einfach viel zu gross. Bei einem Kompromiss würden alle Beteiligten viel zu viel verlieren. Ausserdem wären gerade religiöse Menschen sicherlich nicht zu Kompromissen bereit, die ihrem Glauben zutiefst widersprechen. Soll also der Alteingesessene FKK’ler seine Bedürfnisse unterdrücken, weil eine Anpassung dem zugewanderten Immigranten aus religiösen Gründen nicht zumutbar wäre? Soll ein Anhänger einer Religion die Erotikwerbung von Bordellen oder Erotikmessen einfach so akzeptieren oder soll er im Namen seines Gottes darauf bestehen, dass solche Werbung verboten wird? Er könnte neben religiösen Motiven auch noch den Jugendschutz als Argument vorschieben um sein Ziel zu erreichen.

Hier gibt es meiner Ansicht nach noch sehr viel zu diskutieren und zwar nicht nur auf der Ebene von Religionswissenschaftlern und von B-Promis. Es handelt sich um gesellschaftliche Probleme, die von der Gesellschaft, in der wir leben gelöst werden müssen.

Minarett in Langenthal

Von Alexander Müller veröffentlicht am 22. September 2010 | 7.328 mal gesehen

Minarett in LangenthalGestern war den Medien zu entnehmen, dass der Kanton Bern die Baubewilligung für den Bau eines Minaretts in Langenthal erteilt hat. Die Baudirektion des Kantons Bern begründete dies damit, dass die Stadt Langenthal die Baubewilligung für das Minarett bereits fünf Monate vor dem eidgenössischen Urnengang erteilt habe.

Der Entscheid des Kantons Bern ist eine verfassungswidrige Missachtung des Volks-willens.  Das Stimmvolk hat am 29. November 2009 die eidgenössische Volksinitiative „Gegen den Bau von Minaretten“ mit deutlicher Mehrheit angenommen. Demnach wurde Art. 72 in der Bundesverfassung durch den Abs. 3 ergänzt, dieser lautet unmissverständlich und klar:

Art. 72 Abs. 3 (neu) – Der Bau von Minaretten ist verboten.

Angesichts des klaren Volksentscheids ist es unverständlich, dass der Kanton Bern fast ein Jahr später trotzdem eine Bewilligung für den Bau eines Minaretts erteilt. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Vorsteherin der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern eine Sozialdemokratin ist. Es handelt sich um Barbara Egger-Jenzer.

Die Mehrheit der Linken war gegen die Minarett-Initiative und hat immer noch Mühe mit dem demokratischen Volksentscheid. Bundesrecht steht jedoch bekanntlich über kantonalem Recht und Gemeinderecht! Es ist zu hoffen, dass gegen den Entscheid der Berner Baudirektion Einsprache erhoben wird.

Wirtschaftsvertreter kämpfen gegen Burkaverbot

Von Alexander Müller veröffentlicht am 2. Juni 2010 | 3.790 mal gesehen

Baden mit NikabWas ist bloss mit den Schweizer Wirtschaftsvertretern los? Aus Angst um ein paar Groschen sind diese offensichtlich bereit Menschenrechtsverletzungen in Kauf zu nehmen.

Damals bei der Minarett-Initiative behaupteten sie, dass ein Bauverbot für Minarette der Schweizer Wirtschaft schaden würde. Mit dieser Angstmacherei versuchten sie das Abstimmungsresultat zu beeinflussen. Heute wissen wir, dass diese Behauptungen der Wirtschaftsverstreter nicht stimmen.

Nun versuchen sie es wieder. Diesmal behaupten sie, dass ein Burkaverbot der Tourismus-Industrie schaden würde. Diese Angst ist unbegründet, denn in die Schweiz verirren sich kaum Touristen, die eine Burka tragen. Selbst Frauen aus dem wahabitischen  Saudi-Aarabien tragen keine Burka!

Ich finde es bedenklich wie sich die Vertreter der Tourismus-Industrie gebärden. Man könnte meinen, dass die für ein bisschen Geld die Menschenrechte verraten. Solche Wirtschafts-Vertreter sind eine Schande für unser Land! Touristen, die in unser Land besuchen, kommen nicht weil sie in der Schweiz eine Burka oder ein Minarett sehen wollen!

Das Bild zeigt eine Islamistin, beim Baden mit Nikab. Offensichtlich ist das ganz im Sinn der Vertreter der Schweizer Tourismus-Industrie.

Der Bau von Minaretten ist verboten!

Von Alexander Müller veröffentlicht am 29. November 2009 | 8.129 mal gesehen

MinaretteEs gibt noch Hoffnung in unserem Land! Die Vernunft hat gesiegt. Bei einer recht hohen Stimmbeteiligung von rund 53,4% hat eine deutliche Mehrheit des Volkes, rund 57,5%, ja zur Volksinitiative „gegen den Bau von Minaretten“ gestimmt. Der Einsatz der Befürworter der Minarett-Initiative hat sich somit gelohnt.

Das Volk hat mit diesem Entscheid ein klares Votum gegen die Islamisierung des Landes abgegeben. Die Mehrheit des Volkes will keine sichtbaren islamischen Machtsymbole sehen. Muezzin-Rufe, wie sie im benachbarten Ausland zu hören sind, wird es in der Schweiz keine geben. Der klare Entscheid des Volkes macht klar, dass auch die Forderung zur teilweisen Einführung der Scharia vom Tisch ist. Das Stimmvolk würde dieser nämlich nicht zustimmen.

Erfreulich ist auch, dass wir nun einen Entscheid auf nationaler Ebene haben. Bundesrätin Widmer-Schlumpf ist es somit nicht gelungen dieses nationale Problem auf die Kantone und die Gemeinden abzuschieben! Der Bau von Minaretten ist verboten! weiterlesen

Verbot von Anti-Minarett-Plakat ist undemokratisch!

Von Alexander Müller veröffentlicht am 6. Oktober 2009 | 26.772 mal gesehen

Minarettverbot

Die von linken Gegnern der Volksinitiative „Gegen den Bau von Minaretten“ regierte Stadt Basel hat ein Publikationsverbot für das Anti-Minarett-Plakat der Initianten verhängt. Weitere linke Hochburgen wie die Städte Zürich, Bern und Winterthur erwägen ebenfalls ein Verbot. Doch damit nicht genug, sogar die von Linken dominierten Medienhäuser Ringier (Blick, Sonntagsblick, Blick am Abend) und Tamedia (Tagesanzeiger, 20min, News u.a.) weigern sich das Anti-Minarett-Plakat der Initianten zu publizieren. Verbot von Anti-Minarett-Plakat ist undemokratisch! weiterlesen

Ist der Islam mit der Religionsfreiheit vereinbar?

Von Alexander Müller veröffentlicht am 8. Juni 2009 | 5.865 mal gesehen

Islam , Schlacht bei Badr
Muslime und Gegner der eidgenössischen Volksinitiative „gegen den Bau von Minaretten“ behaupten immer wieder, dass diese nicht mit der Religionsfreiheit vereinbar sei. Leider bleiben Sie dabei stets die Frage schuldig inwiefern die Minarettinitiative Muslime bei der Ausübung ihrer Religionsfreiheit hindert. Ist der Islam mit der Religionsfreiheit vereinbar? weiterlesen