Die Befreiung der Schweiz

Von Alexander Müller veröffentlicht am 11. April 2012 | 4.762 mal gesehen

Heute wurde in der Sendung Kulturplatz ein Buch vorgestellt, dem zufolge jeder Mensch ein Grundeinkommen erhalten soll ohne dafür arbeiten zu müssen. Wer mehr Geld haben möchte, kann sich nach Vorstellung der Autoren dieses Buches eine Arbeit suchen, die ihm gefällt. Ich halte das für eine absolute Träumerei von dahergelaufenen Bohemians und Fantasten. Hier meine Begründung:

Woher will ein Unternehmen in einem solchen System noch Arbeitskräfte zu vernünftigen Löhnen finden?

Wie will man sicherstellen, dass jeder den Job kriegen kann, den er will? Was wenn seine Eignung, seiner Neigung widerspricht? Haben wir dann ein Qualitätsproblem?

Wer stellt die Versorgung sicher, wenn niemand mehr arbeiten will? Haben wir dann Mangelwirtschaft?

Wie kann ein solche Wirtschaftsordnung auf eine solche Art in einer globalen Welt konkurrenzfähig bleiben?

Wird unser Wohlstand dann aufs Niveau von Obervolta oder der Sahelzone absinken?

Wieso sollen Kinder in den Schulen dann noch etwas lernen? Ein Teenager, der gerne kifft und am 1. Mai fremdes Eigentum zerstört, könnte sich ja dann sagen, dass er nichts lernen muss, da er auch ohne Job genug Geld zum Leben bekommt. Es gibt ja bereits Jugendliche, die mit der Sozialhilfe zufrieden sind und keine Motivation haben ihre Lebenssituation zu verbessern.

Am Anfang kann so eine Utopie insbesondere für Linke sehr verlockend sein. Irgendwann wird dann aber einfach das Geld zur Finanzierung eines solchen Systems ausgehen. Weil die notwendige Leistung nicht mehr erbracht wird. Das Land verludert dann komplett. Wie einst im Kommunismus ist in so einem Fall mit Mangelwirtschaft zu rechnen. Die Linken werden es wie üblich erst dann merken, wenn es ihnen weh tut. Sprich, wenn sie stundenlang vor einer Bäckerei Schlange stehen müssen, bis sich jemand gefunden hat, der gerade Lust hat, ein paar Brötchen zu backen. Wobei noch sichergestellt werden muss, dass ein anderer gefunden wird, der bereit ist Mehl und Eier zu liefern.

Leider hat sich sogar noch Klaus Wellershoff, der ehemalige Chefökonom der UBS, zu einer Aussage zugunsten dieser Fantasterei hinreissen lassen.  Er meinte, dass sowas durchaus finanzierbar wäre. Damit hat er sich komplett lächerlich gemacht. So einen kann ich nicht mehr ernst nehmen.

Wenn man über Werte diskutieren möchte und Wirtschaftsordnungen in Frage stellt, dann sollte man sich aber auch einmal überlegen was man eigentlich will. Denn alles hat einen Preis. Wer weniger arbeiten will, wer weniger Druck will, wer weniger Herausforderung will und wer nur noch öde herumchillen und herumvögeln will, der sollte bescheiden werden und seine Ansprüche massgeblich herunterschrauben. Irgendwann wird er dann auch seine vielen Kinder nicht mehr ernähren können. Dann haben wir es aufs Niveau der Sahelzone geschafft.

Doch wahrscheinlich wird das Buch noch zum Bestseller werden. Degenerierte Kulturidioten stehen auf einen solchen Scheiss. Wer das Buch kaufen will, findet es hier: Limmatverlag

Auszug aus dem Buch:

Es ist eine ganz einfache Idee: Jede Bürgerin und jeder Bürger erhält bedingungslos 2500 Franken pro Monat. Dieses Buch verwandelt die Utopie Grundeinkommen in einen konkreten Zukunftsentwurf für die Schweiz. Es erklärt in den Grundzügen die Idee, die Mechanismen und die möglichen Auswirkungen des Grundeinkommens und setzt sich mit den Einwänden auseinander.

Für die einen steht dabei die Emanzipation des Individuums im Vordergrund. Andere sehen im Grundeinkommen ein Mittel, um Armut zu bekämpfen und das Sozialwesen effizienter zu organisieren. Eine weitere Gruppe wünscht sich ein modernes Steuersystem mit Konsumsteuer und sieht das Grundeinkommen darin als logischen Steuerfreibetrag.

Eine unabhängige Gruppierung, der die beiden Autoren angehören, hat sich zum Ziel gesetzt, das bedingungslose Grundeinkommen in der Schweiz einzuführen. Sie wird dazu eine eidgenössische Volksinitiative lancieren.

PS: Dieser Artikel ist spontan in fünf Minuten geschrieben worden. Ich habe letzte Nacht nur 4 1/2 Stunden geschlafen und einen langen Arbeitstag hinter mir.  Jetzt habe keine Lust mehr hochdifferenziert auf das Thema einzugehen. Leider hat mich die Sendung Kulturplatz dazu genötigt heute doch noch einen Blogartikel zu schreiben. Hätte ich bloss nicht Leutschenbach-TV geschaut.

De Wecks Leutschenbach-TV nervt

Von Alexander Müller veröffentlicht am 7. Februar 2011 | 2.736 mal gesehen

Eveline Widmer-SchlumpfImmer wieder verzapften De Wecks Sozis vom Schweizer Fernsehen, dass Eveline Widmer-Schlumpf (Schlumpfine) beim Volk sehr beliebt sei. So auch heute wieder in der Sendung ECO. Dabei verkennen diese knallroten Socken die Tatsache, dass die Schlumpfine bei mindestens 30% der Wählerinnen und Wähler verhasst ist wie selten eine Verräterin. Diese Frau ist eine Persona non grata, ein rotes Tuch ohne Plus. Selbst die rückgradlosen Gesellen, jener charakterlosen Parteien, die dieser Frau im Jahr 2007 in den Bundesrat verholfen haben, gehen inzwischen auf Distanz zu ihr.

Toni Brunner hat Recht, wir zahlen viel zu hohe Gebühren für De Wecks Leutschenbach-TV. Jetzt haben sie auch noch diesen lächerlichen Schnorrer Schimanski (der richtige Name ist der Redaktion bekannt) an Bord geholt, es wird immer schlimmer mit diesem Saftladen.