Internetsperre für Charlie Hebdo in Türkei

Von Alexander Müller veröffentlicht am 14. Januar 2015 | 1.352 mal gesehen

Ein Gericht in der Türkei hat die Sperrung von Internetseiten angeordnet, die das neue Charlie Hebdo Titelbild mit einer Mohammed-Karikatur zeigen. Auch andere muslimische Exponenten äusserten sich negativ über das Titelbild von Charlie Hebdo. Die negativen Reaktionen aus der islamischen Welt verblüffen. Sie zeigen die Toleranzgrenze in der islamischen Welt auf.

Dieses Bild überschreitet die Toleranzgrenze der Türkei
Dieses Bild überschreitet die Toleranzgrenze der Türkei

Die linke Presse versucht das Verbot mit einem islamischen Bilderverbot zu entschuldigen. So schreibt eine Zeitung:

Das islamische Bilderverbot ähnelt im Ursprung dem Verbot im Judentum und Christentum. Juden und Christen beziehen sich auf das zweite der zehn biblischen Gebote: «Du sollst dir kein Bildnis machen.»

Damit kann die Zeitung sicherlich einen Grossteil ihrer naiven und einfältigen linken Leser zufriedenstellen. Es ist jedoch ein Unsinn.

Im Christentum heisst es, dass man sich von „Gott“ kein Bildnis machen soll. Mohammed ist kein Gott, nicht einmal im Islam. Muslime nennen Ihren Gott Allah und nicht Mohammed. Abgesehen davon gibt es auch in der islamischen Welt Bildnisse von Mohammed, wie das folgende Bild zeigt. In jenen Bildern wird einfach oft das Gesicht unkenntlich gemacht. Es sind die Karikaturen, welche vielen Muslimen nicht passen. Dies weil in Karikaturen Kritik steckt.

Darstellung von Mohammed bei der Teilnahme an einer wahrscheinlich von ihm in Auftrag gegebenen Enthauptung.
Darstellung von Mohammed bei der Teilnahme an einer wahrscheinlich von ihm in Auftrag gegebenen Enthauptung.

Das Beispiel in der Türkei zeigt, dass in der islamischen Welt nicht nur IS- und Al-Kaida-Leute ein Toleranzproblem haben.

Anschlag auf Charlie Hebdo war absehbar

Von Alexander Müller veröffentlicht am 7. Januar 2015 | 1.356 mal gesehen

Heute verübten Extremisten einen Anschlag auf die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo. Dabei wurden 12 Personen getötet, darunter der Herausgeber und Zeichner Stéphane Charbonnier alias Charb. 20 weitere Personen wurden verletzt, einige davon schwer. Die Täter stammen vermutlich aus dem islamistischen Umfeld.

Der folgende Film zeigt wie ein Polizist von einem der Mörder erschossen wird. Warnung, nichts für feinfühlige Gutmenschen! Diese Brutalität muss gezeigt werden, damit die Leute endlich einmal mitkriegen was für menschenverachtende und hasserfüllte Kräfte hier wirken.

Cover von Charlie Hebdo
Cover von Charlie Hebdo

Zwei mit Sturmgewehren bewaffnete Angreifer stürmten die Redaktion und eröffneten das Feuer. Dabei sollen sie Allahu akbar gerufen haben. Es ist anzunehmen, dass die Täter aus dem islamistischen Umfeld stammen. Möglicherweise handelt es sich bei den Tätern um Heimkehrer aus Syrien.

Die oberflächlichen Massen mit Kurzzeitgedächtnis und mangelndem Sachverstand sind überrascht. Mich überrascht der Anschlag jedoch nicht. Das Magazin Charlie Hebdo war für seine islamkritischen Karikaturen bekannt. Es hatte mehrfach den islamischen Religionsstifter Mohammed kritisiert. Die Massenmedien haben in der Vergangenheit bereits mehrfach darüber geschrieben. Auch ich habe vor über einem Jahr bereits über Charlie Hebdo berichtet. Seit dem Karikaturstreit im Jahr 2006 ist bekannt, dass bestimmte religiöse Kreise extrem gereizt auf Satire und Kritik reagieren, die gegen ihre Religion gerichtet ist.

Auch Charlie Hebdo bekam diese Intoleranz und Hass zu spüren. So gingen bei der Redaktion zahlreiche Drohungen ein. Bereits im Jahr 2011 ereignete sich ein Brandanschlag auf die Redaktionsräume des Magazins. Es wurde damals darüber spekuliert ob der Anschlag im Zusammenhang eines damaligen Covers stand, auf welchem Mohammed abgebildet war.

Der Akt der Barbarei, welcher sich heute ereignete, überrascht insofern nicht. Er war absehbar und es war nur eine Frage der Zeit. Die westliche Welt darf sich durch solche Verbrechen nicht einschüchtern lassen. Satire muss in einer aufgeklärten Welt möglich sein und sie muss alles kritisieren dürfen. Es darf nicht sein, dass der Westen seine Errungenschaften und Werte aufgibt, bloss weil ein paar verrückte Fanatiker auf extrem aggressive und barbarische Weise ihren Willen durchsetzen wollen.

Wenn es sich bei den Tätern tatsächlich um ehemalige IS-Kämpfer handelt, die aus Syrien zurückgekehrt sind, dann zeigt es das Gefahrenpotential in Europa inklusive Schweiz auf.

Nachtrag vom 7.1.2015 um 23.19 Uhr:

Auf Twitter scheinen sich einige sehr über das Attentat zu freuen. Hier ein Beispiel:

Islamists-Hebdo

Auch auf Facebook gibt es Leute, die sich über das Attentat freuen. Dieser Mann soll ein deutscher Bundeswehrsoldat sein.

Charlie-Hebdo_FB

Charlie Hebdo: Neue Mohammed-Sonderausgabe

Von Alexander Müller veröffentlicht am 2. Januar 2013 | 3.525 mal gesehen

Die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ hat heute einen Comic über das Leben des islamischen Propheten Mohammed veröffentlicht. Religiöse Gruppen und Glaubens-Fanatiker hatten mit Interventionen bei der französischen Regierung bis zuletzt versucht die Publikation zu verhindern. Jetzt drohen Sie mit einem Weltenbrand!

Stéphane Charbonnier, der Herausgeber von „Charlie Hebdo“, beschwichtigt die Aufgebrachten derweil. Er bezeichnete die Sonderausgabe als „völlig halal“ und somit auch für Muslime geeignet. Gleichzeitig räumte der unter dem Namen Charb arbeitende Satiriker ein:  „Wenn die Leute schockiert sein wollen, werden sie schockiert sein. Es ist aber nichts Schockierendes dabei.“

Charlie Hebdo Mohammed

 Religiöse Fanatiker wollen die Meinungsfreiheit immer wieder zur Hölle schicken…

Meinungsfreiheit zur Hölle

 …und werden dabei gelegentlich auch von westlichen Politikern unterstützt, die gerne viel reden und dabei wenig sagen. Diese Politiker scheinen die Bedeutung der Meinungs- und Informationsfreiheit sowie der Pressefreiheit für eine demokratische Gesellschaft noch nicht erkannt zu haben.

Guido Westerwelle zur Meinungsfreiheit
Guido Westerwelle zur Meinungsfreiheit

Was viele nicht verstehen ist, dass es hier um mehr als bloss um die satirische Aufarbeitung von Geschichte geht. Es ist ein Kampf für „Toleranz“ und Menschenrechte wie die „Meinungs- und Informationsfreiheit“. Religiöse Fanatiker haben nicht das Recht andere Menschen mit Drohungen und Gewalt einzuschüchtern und zum Schweigen zu bringen!

Charlie Hebdo

Von Alexander Müller veröffentlicht am 19. September 2012 | 23.198 mal gesehen

Wegen Karikaturen in Comic-Form der Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo, sieht sich La Grande Nation genötigt rund 20 Botschaften zu schliessen. Was wie ein Aprilscherz klingt, ist bittere Realität! Der deutsche Aussenminister Westerwelle warnt sogar davor Öl ins Feuer zu giessen und spricht davon, dass die Meinungsfreiheit nicht grenzenlos sei. Ich halte die Aussage von Westerwelle für bedenklich. Denn die Aussage des deutschen Ministers steht im Widerspruch zur Art. 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Dort steht klipp und klar „ohne Rücksicht auf Grenzen“!

Art. 19 Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

Ist das die Antwort, die der Westen auf religiösen Terror zu bieten hat? Kuschen? Gerade Deutsche wie Westerwelle sollten nach Kaiserreich, Drittem Reich und DDR die Meinungs- und Informationsfreiheit doch eigentlich zu schätzen wissen. Umso mehr erstaunt mich die Aussage des deutschen Aussenministers.

Die folgenden Bilder zeigen um was es geht:

Auf dem Cover des Magazins ist ein Muslim mit Turban zu sehen, der von einem orthodoxen Juden geschoben wird. in der Sprechblase steht «Man darf sich nicht lustig machen». Darüber prangt der Titel «Intouchables 2» in Anlehnung an den Komödienfilm «Intouchables»

Rechtfertigen diese Comic-Bilder religiösen Terror bei dem Menschen ums Leben kommen? Hallo? Und sonst gehts eigentlich noch? Die Aufregung überrascht, denn Charlie Hebdo hat bereits in der Vergangenheit ähnliche Bilder gezeigt.

Naja, vielleicht werde ich jetzt wegen diesem Blogartikel auch umgebracht oder nocheinmal verhaftet. Aber nachdem, was mir die Medien angetan haben, kann mir das ja egal sein. Wahrscheinlich hätten sogar viele Schweizer Verständnis für den Mörder. Denn ich habe ja mit der Veröffentlichung dieses Blogartikels etwas getan, was einen Mord an mir in den Augen von vielen Gläubigen rechtfertigen würde….lol. Jedenfalls überlege ich mir jetzt die Zeitschrift zu abonnieren.

Quellen: Faznet  und Stern