Internetsperre für Charlie Hebdo in Türkei

Von Alexander Müller veröffentlicht am 14. Januar 2015 | 1.356 mal gesehen

Ein Gericht in der Türkei hat die Sperrung von Internetseiten angeordnet, die das neue Charlie Hebdo Titelbild mit einer Mohammed-Karikatur zeigen. Auch andere muslimische Exponenten äusserten sich negativ über das Titelbild von Charlie Hebdo. Die negativen Reaktionen aus der islamischen Welt verblüffen. Sie zeigen die Toleranzgrenze in der islamischen Welt auf.

Dieses Bild überschreitet die Toleranzgrenze der Türkei
Dieses Bild überschreitet die Toleranzgrenze der Türkei

Die linke Presse versucht das Verbot mit einem islamischen Bilderverbot zu entschuldigen. So schreibt eine Zeitung:

Das islamische Bilderverbot ähnelt im Ursprung dem Verbot im Judentum und Christentum. Juden und Christen beziehen sich auf das zweite der zehn biblischen Gebote: «Du sollst dir kein Bildnis machen.»

Damit kann die Zeitung sicherlich einen Grossteil ihrer naiven und einfältigen linken Leser zufriedenstellen. Es ist jedoch ein Unsinn.

Im Christentum heisst es, dass man sich von „Gott“ kein Bildnis machen soll. Mohammed ist kein Gott, nicht einmal im Islam. Muslime nennen Ihren Gott Allah und nicht Mohammed. Abgesehen davon gibt es auch in der islamischen Welt Bildnisse von Mohammed, wie das folgende Bild zeigt. In jenen Bildern wird einfach oft das Gesicht unkenntlich gemacht. Es sind die Karikaturen, welche vielen Muslimen nicht passen. Dies weil in Karikaturen Kritik steckt.

Darstellung von Mohammed bei der Teilnahme an einer wahrscheinlich von ihm in Auftrag gegebenen Enthauptung.
Darstellung von Mohammed bei der Teilnahme an einer wahrscheinlich von ihm in Auftrag gegebenen Enthauptung.

Das Beispiel in der Türkei zeigt, dass in der islamischen Welt nicht nur IS- und Al-Kaida-Leute ein Toleranzproblem haben.

Internetsperre für Charlie Hebdo in Türkei
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