Sippenhaft für Nadja Drygalla?

Von Alexander Müller veröffentlicht am 4. August 2012 | 9.515 mal gesehen

Die deutsche Spitzensportlerin Nadja Drygalla hat am vergangenen Donnerstag das olympische Dorf verlassen. Angeblich um zu verhindern, dass sie zur Belastung für die deutsche Olympia-Mannschaft wird. Drygalla wird vorgeworfen einen Freund zu haben, welcher für die rechte «Nationaldemokratische Partei Deutschland» (NPD) im Landtag kandidiert hat. Zudem soll ihr Freund einer Neo-Nazi-Vereinigung namens «Nationale Sozialisten Rostock» angehören. (Quelle)

Michael Vesper, der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) stellt sich jedoch hinter Athletin Drygalla. «Drygalla sei glaubwürdig und er habe keinen Zweifel, dass sie auf dem Boden des Grundgesetzes und der olympischen Werte stehe.» (Quelle) Dennoch musste die Ruderin das olympische Dorf verlassen.

Ein Deutscher Journalist sagte einmal: «Der Kampf gegen Nazis, das Hinsehen, gehört zur Verantwortung Deutschlands. Keinem Nazi darf in Deutschland eine Bühne geboten werden .»

Dieser Kampf geht offenbar schon soweit, dass bereits Leute ausgegrenzt und diskriminiert werden, weil sie einen vermeintlichen Nazi lieben. So als ob es gegen das deutsche Grundgesetz verstossen würde einen Rechten zu lieben. Für mich ist das eine Sippenhaft, wie wir sie aus totalitären Diktaturen kennen. In was für einer Welt leben wir eigentlich? Wer sind hier eigentlich die Demokraten und wer die Faschisten?

Meiner Meinung nach gehen die selbsternannten Anti-Faschisten zuweit. Mit ihrem Vorgehen legitimieren sie doch gerade den Faschismus! Denn genau darum geht es doch beim Faschismus, ums Anprangern und die Ausgrenzung und Unterdrückung von Andersdenkenden oder Leuten, die anders sind.

Die Aussage des Journalisten zeugt von einem deutschen Nachkriegs-Anti-Nazi-Reflex, der antidemokratische Züge hat. Eine Demokratie, die sich mit faschistischen Methoden schützen muss, ist eine Demokratie, die Menschenrechte mit Füssen tritt! In einer Demokratie, die Menschenrechte achtet, haben Bürger das Recht ihre Meinung frei äussern und verbreiten zu können.

Ein Staat, der seine Bürger alleine aufgrund von deren Meinung verfolgt, diskriminiert, unterdrückt und ausgrenzt, ist ein Unrechtsstaat, der Menschen- und Bürgerrechte missachtet. Eine Gesellschaft die sowas zulässt oder gar befürwortet, öffnet dem Unrecht Tür und Tor!

Ich habe grossen Respekt vor einer Frau, die ihre Liebe zu ihrem Freund über ihre Karriere stellt und wünsche Nadja Drygalla viel Kraft, damit sie das ihr zugefügte Unrecht durchsteht.

Politische Gesprächskultur auf Twitter

Von Alexander Müller veröffentlicht am 19. August 2011 | 2.686 mal gesehen

Wer auf Twitter über Sport, technische Neuigkeiten oder über das spricht, was er gerade tut, der hat am meisten Follower. Wer hingegen seine Meinung zu einem politischen Thema äussert, der muss mit Beleidigungen, Diffamierung, Ausgrenzung, Ignoranz und wenigen Followern rechnen. Nur wer die Meinung des linken Mainstreams bestätigt, hat eine Chance auf mehrere Follower.  So sieht die Realität auf Twitter aus.

Ich finde die Ähnlichkeit dieser Realität auf Twitter zum Faschismus sehr bemerkenswert. Auch der Faschismus ist bekannt dafür, dass er Andersdenkende diffamiert, beleidigt, erniedrigt, isoliert und ausgrenzt. Es ist schlicht ein Armutszeugnis für die politische Gesprächskultur auf Twitter.

Ich bin jemand, der seit 1992 berufstätig ist, über ein grosses Allgemeinwissen verfügt, sich regelmässig weiterbildet,  über gute berufliche Qualifikationen verfügt und sich politisch sowohl auf seinem Blog als auch im realen Leben engagiert.

Trotzdem haben es offenbar selbst Jungpolitiker nötig mir ans Bein zu pinkeln, wenn sie mit meiner Ansicht nicht einverstanden sind. Das jüngste Beispiel ist mein Blogbeitrag über das Schutzalter für Prostitution. Dieser hat auf Twitter zu heftigen Reaktionen geführt. Leider nicht zu sachlichen. Statt eines argumentativen Dialogs wurde ohne mich in das Gespräch einzubeziehen über mich gelästert und geschimpft. Besonders verblüfft hat mich die EVP-Nationalratskandidatin Tania Woodhatch. Auch Sie liess sich dazu hinreissen, sich negativ über mich zu äussern. Dies obwohl ich ihren Politblog auf Politnews.ch aufgenommen hatte. Zu ihrer selbstdeklarierten weltoffenheit gehört offensichtlich auch die Ausgrenzung und Diffamierung von politisch Andersdenkenden.

Ist das die Diskussionskultur, die alle immer gerne hätten? Auffällig ist, dass diese schlechte Diskussionskultur vor allem von jenen gelebt wird, die regelmässig über den Stil der SVP lästern. Sie werfen der SVP vor, mit ihren Plakaten das Volk aufzuwiegeln. Selber üben sie aber einen Diskussionsstil, der von  Diffamierung und Ausgrenzung geprägt ist. Eben wie es im Faschismus gang und gäbe war.