Eva Herman

Von Alexander Müller veröffentlicht am 5. August 2012 | 3.895 mal gesehen

Der Fall der ehmaligen Fernsehmoderatorin Eva Herman zeigt, wie man in Deutschland die Meinungsäusserungsfreiheit mit Füssen tritt. Frau Herman ist Autorin mehrerer Bücher, in denen Sie für ein traditionelles Rollenbild von Mann und Frau wirbt. Sie wurde deswegen von Feministinnen heftig kritisiert. Im Dezember 2007 stellte sie ihr Buch „Das Prinzip Arche Noa“ vor und sagte dabei:

„Wir müssen den Familien Entlastung und nicht Belastung zumuten und müssen auch eine Gerechtigkeit schaffen zwischen kinderlosen und kinderreichen Familien. Und wir müssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschätzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauf folgenden 68er-Bewegung abgeschafft wurde. Mit den 68ern wurde damals praktisch alles das – alles, was wir an Werten hatten – es war eine grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle. Aber es ist damals eben auch das, was gut war, und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt – das wurde abgeschafft. Es durfte nichts mehr stehen bleiben…“

Das Hamburger Abendblatt tratt infolge mit einem Artikel über Eva Herman eine Lawine aus, welche Eva Herman den Job als TV-Moderatorin und den guten Ruf kostete. Der Artikel erschien am 7. September 2007 und behauptete, dass Herman die NS-Familienpolitik positiv bewertet habe.

„In diesem Zusammenhang machte die Autorin einen Schlenker zum Dritten Reich, da sei vieles sehr schlecht gewesen, z. B. Adolf Hitler, aber einiges eben auch sehr gut, z. B. die Wertschätzung der Mutter, die hätten die 68er abgeschafft, und deshalb habe man nun den gesellschaftlichen Salat.“

Dieser Deutung folgten weitere Medien. Die Bild am Sonntag verkürzte Hermans Aussage am 9. September 2007 unter dem Titel „Eva Herman lobt Hitlers Familienpolitik“ so:

„Es war eine grausame Zeit, er war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle. Aber es ist eben das, was gut war, das sind Werte, Kinder, Mütter, Familie, Zusammenhalt – das wurde abgeschafft, es durfte nichts mehr stehen bleiben.“

Derselbe Bericht zitierte eine Erläuterung Hermans dazu:

„Was ich zum Ausdruck bringen wollte, war, dass Werte, die ja auch vor dem Dritten Reich existiert haben, wie Familie, Kinder und das Mutterdasein, die auch im Dritten Reich gefördert wurden, anschließend durch die 68er abgeschafft wurden.“

Der Norddeutsche Rundfunk beendete infolge das Arbeitsverhältnis mit Eva Herman und begründete dies wie folgt:

Hermans schriftstellerische Tätigkeit sei nicht länger mit ihrer Rolle als Fernsehmoderatorin vereinbar.

Johannes B. Kerner warf Frau Herman sogar aus einer  Sendung. Dies nachdem ebenfalls zu seiner Sendung eingeladene Gäste unflätig mit Frau Herman umgegangen waren.

Ein paar Jahre später konnte Eva Herman den Nachweis erbringen, dass sie das Dritte Reich nicht gelobt hatte. Ein Gericht gab Frau Herman im Jahr 2009 Recht und verurteilte das Hamburger Abendblatt, welches die Rufmord-Lawine gegen Frau Herman losgetreten hatte, zur Zahlung eines Schmerzensgelds von 25’000 Euro. Henrik M. Broder bezeichnete die Medienhetze gegen Eva Herman später als Antifa-Karaoke.

Im folgenden Video spricht Eva Herman über ihre öffentliche Hinrichtung in den Empörungs- und Gesinnungs-Hetzmedien.

Die Geschichten von Eva Herman und Nadja Drygalla zeigen die schweren Konsequenzen auf, mit denen jemand in Deutschland rechnen muss, wenn er in den Verdacht gerät, den Nationalsozialismus zu loben oder Kontakte zu rechten Gruppen zu haben. Er muss mit Jobverlust, Ausgrenzung, Diffamierung und Unterdrückung rechnen. Eine Gesellschaft, die es zulässt, dass so mit ihren Mitbürgern umgegangen wird, stellt sich selbst ein Armutszeugnis aus.

Sippenhaft für Nadja Drygalla?

Von Alexander Müller veröffentlicht am 4. August 2012 | 9.533 mal gesehen

Die deutsche Spitzensportlerin Nadja Drygalla hat am vergangenen Donnerstag das olympische Dorf verlassen. Angeblich um zu verhindern, dass sie zur Belastung für die deutsche Olympia-Mannschaft wird. Drygalla wird vorgeworfen einen Freund zu haben, welcher für die rechte «Nationaldemokratische Partei Deutschland» (NPD) im Landtag kandidiert hat. Zudem soll ihr Freund einer Neo-Nazi-Vereinigung namens «Nationale Sozialisten Rostock» angehören. (Quelle)

Michael Vesper, der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) stellt sich jedoch hinter Athletin Drygalla. «Drygalla sei glaubwürdig und er habe keinen Zweifel, dass sie auf dem Boden des Grundgesetzes und der olympischen Werte stehe.» (Quelle) Dennoch musste die Ruderin das olympische Dorf verlassen.

Ein Deutscher Journalist sagte einmal: «Der Kampf gegen Nazis, das Hinsehen, gehört zur Verantwortung Deutschlands. Keinem Nazi darf in Deutschland eine Bühne geboten werden .»

Dieser Kampf geht offenbar schon soweit, dass bereits Leute ausgegrenzt und diskriminiert werden, weil sie einen vermeintlichen Nazi lieben. So als ob es gegen das deutsche Grundgesetz verstossen würde einen Rechten zu lieben. Für mich ist das eine Sippenhaft, wie wir sie aus totalitären Diktaturen kennen. In was für einer Welt leben wir eigentlich? Wer sind hier eigentlich die Demokraten und wer die Faschisten?

Meiner Meinung nach gehen die selbsternannten Anti-Faschisten zuweit. Mit ihrem Vorgehen legitimieren sie doch gerade den Faschismus! Denn genau darum geht es doch beim Faschismus, ums Anprangern und die Ausgrenzung und Unterdrückung von Andersdenkenden oder Leuten, die anders sind.

Die Aussage des Journalisten zeugt von einem deutschen Nachkriegs-Anti-Nazi-Reflex, der antidemokratische Züge hat. Eine Demokratie, die sich mit faschistischen Methoden schützen muss, ist eine Demokratie, die Menschenrechte mit Füssen tritt! In einer Demokratie, die Menschenrechte achtet, haben Bürger das Recht ihre Meinung frei äussern und verbreiten zu können.

Ein Staat, der seine Bürger alleine aufgrund von deren Meinung verfolgt, diskriminiert, unterdrückt und ausgrenzt, ist ein Unrechtsstaat, der Menschen- und Bürgerrechte missachtet. Eine Gesellschaft die sowas zulässt oder gar befürwortet, öffnet dem Unrecht Tür und Tor!

Ich habe grossen Respekt vor einer Frau, die ihre Liebe zu ihrem Freund über ihre Karriere stellt und wünsche Nadja Drygalla viel Kraft, damit sie das ihr zugefügte Unrecht durchsteht.