Gewalt in den Städten

Von Alexander Müller veröffentlicht am 26. März 2010 | 2.044 mal gesehen

Hip HopHabe gerade die Sendung Arena auf SF1 geschaut. Der Moderator zitierte einen Zuschauer, welcher der Meinung ist, dass die Zunahme der Gewalt einen Zusammenhang mit der Polarisierung in der Schweizer Politik hat. Das ist ein absoluter Stumpfsinn! Wenn dem so wäre, müsste man mit der Polarisierung in der Schweizer Politik auch die Zunahme der Gewalt im angrenzenden Ausland z.B. Deutschland und Frankreich erklären können. Das kann man aber nicht! Zudem haben die gewaltbereiten Jugendlichen von Politik kaum eine Ahnung. Ein Zusammenhang zwischen dem Messerstechermord vor einem Zürcherclub vor einer Woche oder mit den Schlägern von München kann mit der Polarisierung der Politik in der Schweiz jedenfalls nicht hergestellt werden.

Die Gründe für eine zunehmende Verrohung der Gesellschaft sehe ich vorallem bei Folgen der antiautoritären Erziehung der Alt-1968er, welche in der Schweiz jahrelang praktiziert wurde und in der Migration.

Stichwort antiautoritäre Erziehung: Man muss nicht meinen, dass Hans Grenzen kennt, wenn man Hänschen nie Grenzen gesetzt hat! Auch nicht verwunderlich wenn Hänschen dann auch bei der Erziehung seiner eigenen Kinder überfordert ist! Wer seine Kinder nicht erzieht, muss sich nicht wundern, wenn diese sich ihre eigenen Vorbilder z.B. Gangsta-Rapper oder Hip Hopper suchen und ihre eigenen Regeln schaffen. Wer jetzt verlangt, dass man mehr hinschaut wenn etwas passiert, der muss sich im klaren sein, dass er im Grunde genommen einen Kontroll- und Polizeistaat fordert, in dem das Denunziantentum gepflegt wird. Er will also in etwa das Gegenteil von dem, was die Alt-1968er wollten. Ich bin weder für die antiautoritäre Erziehung noch für einen Kontroll- und Polizeistaat indem das Denunziantentum gepflegt wird. Gescheiter wäre es, wenn Eltern ihren Kindern wieder Manieren lehren und Werte wie Anstand und Rücksichtnahme vermitteln. Anstandsregeln und Höflichkeit erleichtert das Zusammenleben in einer Gesellschaft, das muss den Leuten wieder bewusst gemacht werden. Die Bad Guys und Gangster Hip Hopper sind keine guten Vorbilder. Ein gutes Vorbild ist jemand, der etwas Positives für die Gesellschaft geleistet hat.

Stichwort Migration: Wir haben einen Ausländeranteil von rund 22%. Insbesondere Ausländer aus fremden Kulturkreisen und Bildungsdefiziten neigen vermehrt zu Gewalt. Dieses Problem muss endlich erkannt und angegangen werden. Leute, die sich integrieren wollen sollen gefördert werden, jene, die sich nicht anpassen wollen und wiederholt mit dem Gesetz in Konflikt geraten gehören ausgeschafft. So kriegt man das Migrationsproblem in den Griff. Zudem muss bei Vergehen früher angesetzt werden. Eltern, Lehrer, Nachbarn und die Gesellschaft sind gefordert. Man muss Kindern bei Vergehen Grenzen aufzeigen. Wenn man wartet bis die Polizei Kindern Grenzen setzt ist es oft schon zu spät.

Leider wurde auch nochmals versucht, den Killergames die Schuld für die Jugendgewalt in die Schuhe zu schieben. Als sich daraufhin eine junge Schweizerin als Spielerin solcher Games outete musste ich schmunzeln. Diese junge Frau sah nämlich wohlerzogen und anständig aus. Sie sah nicht wie eine Problemjugendliche aus! Das zeigt einmal mehr, dass Killerspiele nicht das Problem sind!

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