Warum tragen Muslimas eine Burka?

Von Alexander Müller veröffentlicht am 30. August 2009 | 19.226 mal gesehen

Die Zahl der Migranten aus islamischen Ländern ist in Europa in den letzten Jahren markant angestiegen. Als Begleiterscheinung ist eine Zunahme fundamentalistischer Muslime festzustellen, die sich nicht in den säkularen Gesellschaften der europäischen Staaten integrieren wollen. Diese Leute organisieren sich in Parallelgesellschaften und scheinen die Islamisierung Europas zum Ziel zu haben.

Es ist daher kaum verwunderlich, dass der Ruf nach islamischen Symbolen wie z.B. Minaretten immer lauter wird und es auf den Strassen europäischer Städte immer mehr Muslimas gibt, die, wie sie selber sagen, aus religiösen Gründen mit einem Kopftuch herumlaufen.

Muslima mit GesichtsmaskeIn letzter Zeit häufen sich auch Frauen, die mit einer Burka, einer extremen Form der Ganzkörperverhüllung, oder ähnlichen Formen der Verhüllung, die ebenfalls eine Verhüllung des Gesichts vorsehen herumlaufen. In einem Tram in der linksgrünen Multikulti-Stadt Zürich ist mir vor kurzem eine Frau mit einer goldfarbenen Gesichtsmaske begegnet. Siehe Bild.

Ich frage mich was es mit Integration zu tun hat, wenn Einwanderer hierzulande so herumlaufen wie es in ihren Ländern Brauch ist, sie zusehends in Parallelgesellschaften leben und versuchen unser Land mit Moscheen und Minaretten zu übersähen. Vielmehr scheint hier unter dem Deckmantel von Toleranz und Religionsfreiheit eine Islamisierung unseres Landes vorangetrieben zu werden.

Doch haben Toleranz und Religionsfreiheit nicht auch Grenzen? Darf man im Namen der Toleranz und Religionsfreiheit Menschen zwingen religiöse Kleidung zu tragen und streng patriarchale Traditionen auszuleben? Kann es eine Tolerante Gesellschaft zulassen, dass man minderjährige Mädchen dazu zwingt in der Schule ein Kopftuch zu tragen und am Turn- bzw. Schwimmunterricht fernzubleiben? Was hat das noch mit Freiheit zu tun? Haben wir es hier nicht eher mit religiöser Unterdrückung von Schutzbefohlenen zu tun?

Und was ist mit Frauen, die eine Burka tragen? Welche Grundhaltung steckt dahinter? Wieso tragen einige Muslimas „nur“ ein Kopftuch während andere eine Burka tragen „müssen“? Inwiefern lässt sich diese Burka mit dem Vermummungsverbot vereinbaren? Werden unsere Gesetze hier zugunsten einer vermeintlichen Religionsfreiheit ausser Kraft gesetzt? Kann es sein, dass diese Frauen sich verhüllen weil es nur ihren Ehemännern und nächsten Verwandten gestattet ist ihr Gesicht zu sehen? Inwiefern lässt sich eine solche Verhüllung, sofern nicht freiwillig, mit den Menschenrechten vereinbaren?

Gemäss unserem Grundgesetz (Bundesverfassung Art. 15) darf niemand gezwungen werden einer religiösen Gemeinschaft beizutreten, ihr anzugehören, eine religiöse Handlung vorzunehmen und religiösem Unterricht zu folgen. Der Religionsfreiheit werden also dort Grenzen gesetzt wo die Religionsausübung zum Zwang werden könnte. Es ist sinnvoll, dass man solche Grenzen setzt. Denn sie schützen den Einzelnen vor religiöser Unterdrückung. Um so wichtiger ist es nun, dass man insbesondere Kinder vor religiöser Gehirnwäsche schützt. Bei Eltern, welche die Menschenrechte ihrer Kinder aus religiösen Gründen beschneiden, sollte man disziplinarische Massnahmen erwägen, sofern die Kinder deswegen erhebliche Nachteile haben. Ein Kind hat das Recht auf neutrale Erziehung und körperliche Unversehrtheit. Es soll zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden dürfen ob es sich einer Religion unterwerfen will oder ob es weiterhin ein Leben in Freiheit geniessen möchte.

Warum tragen Muslimas eine Burka?
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11 Gedanken zu „Warum tragen Muslimas eine Burka?“

  1. „Bei Kindern, die mit Kopftuch in die Schule kommen und vom Turn- bzw. Schwimmunterricht fernbleiben müssen sollte man ein Sorgerechtsentzug gegenüber den Eltern prüfen, sofern die Eltern nicht bereit sind ihre Kinder säkular zu erziehen. Ein Kind hat nämlich das Recht auf neutrale Erhziehung.“

    Sorgerechtsentzug prüfen ? SR 210 Art.311 mal angucken, da kannst so viel prüfen wie du willst.

  2. Markus, damit die anderen wissen von was du sprichst:

    Art. 311 – IV. Entziehung der elterlichen Sorge
    1. durch die vormundschaftliche Aufsichtsbehörde
    – Sind andere Kindesschutzmassnahmen erfolglos geblieben oder erscheinen sie von vornherein als ungenügend, so entzieht die vormundschaftliche Aufsichtsbehörde die elterliche Sorge:
    1.
    Wenn die Eltern wegen Unerfahrenheit, Krankheit, Gebrechen, Ortsabwesenheit oder ähnlichen Gründen ausserstande sind, die elterliche Sorge pflichtgemäss auszuüben;
    2.
    wenn die Eltern sich um das Kind nicht ernstlich gekümmert oder ihre Pflichten gegenüber dem Kinde gröblich verletzt haben.
    – Wird beiden Eltern die Sorge entzogen, so erhalten die Kinder einen Vormund.
    – Die Entziehung ist, wenn nicht ausdrücklich das Gegenteil angeordnet wird, gegenüber allen, auch den später geborenen Kindern wirksam.

    Mit prüfen meine ich eigentlich was anderes als du. Ich bin keine untergeordnete Behörden-Charge, die das bestehende Gesetz ohne grosses Nachdenken umsetzen muss. Ich bin ein Bürger, der über eine Gesetzesänderung nachdenkt. Selbst ein potentielles Burkaverbot müsste übrigens erst erlassen werden, da es ein solches Gesetz „noch“ nicht gibt. Also bitte nicht mangelhafte bestehende Gesetze zitieren. Das bringt nämlich nichts, wenn man über Verbesserungen nachdenkt.

  3. Sie schreiben: Was hat das noch mit Freiheit zu tun?

    Was hat es mit Freiehit zu tun, wenn man Mädchen verbietet ein Kopftuch zu tragen? Wenn man sie zwingt mit Jungs zusammen Sport zu machen oder noch schlimmer sich vor Jungs zu entkleiden (Badeanzug / Schwimmunterricht)? Oder Frauen zwingt mehr von ihrem Körper zu zeigen als sie wollen? Es sind die wenigsten die gezwungen werden sich zu bedecken, aber die meisten, welche gewzungen werden sich auszuziehen und was hat das mit Toleranz und Integration – Religionsfreiheit – zu tun? Integration und Toleranz muss von beiden Seiten kommen und wenn es Religionsfreiheit gibt, dann muss man tolerieren, dass die Menschen ihre Religion praktizieren auch wenn dazu eine bestimmte Art der Kleidung und ein besonders hohes Schamgefühl gehört – oder möchte etwa jemand die Würde des Menschen verletzen indem Frauen gezwungen werden über ihr Schamgefühl hinaus sich entkleiden zu müssen?

    Ich möchte an dieser Stelle mein Buch empfehlen, da Sie ja anscheinend viele Fragen haben zu dem Thema. „Unterdrückte muslimische Frauen im Westen – verbotene Stimmen brechen das Schweigen“

  4. Liebe Amina, deine Gedanken sind mir so fremd wie die, aus meiner Sicht, menschenfeindliche Ideologie radikaler Islamisten.

    Wer religiöse Regeln befolgt oder sich aufgrund seines traditionellen Glaubens speziell kleidet, der ist nicht frei. Er ist ein Unterwürfiger, der sich seinem Glauben hingegeben hat.

    Nur wer nackt vor anderen Menschen herumlaufen kann ohne sich zu schämen, ist wirklich innerlich frei. Hast du es schon ausprobiert? Wer Hemmungen hat, der ist ein Gefangener seiner Scham und von gesellschaftlichen Konventionen.

  5. Hallo, mal eine andere frage: Was ist mit den Nonnen?? die sind auch verschleiert. und die tuen es weil sie an ihre religion glauben und festhalten. aus überzeugung. warum wird den nichts vorgeworfen??? ob muslim oder christ… beide verschleiern sich.. beim muslim heißt es unterdrückung bei der nonne glaube!!! obwohl beide sich für ihren glauben verschleiern.. sie einen mehr die anderen weniger..

  6. Hallo Rabia, Nonnen sind keine normalen Christinnen. Es handelt sich bei Nonnen um geistliche Frauen. Nonnen sind mit Jesus Christus verheiratet. Nonnen sind Frauen, die freiwillig auf Sex verzichten und ins Kloster gehen.

    Sind Muslimas Burka- oder Kopftuch tragen geistliche Frauen, die mit Mohammed verheiratet sind und auf Sex verzichten? Wohl kaum oder? Soweit ich informiert bin, entblössen sich verhüllte Muslimas für ihren Ehemann. Laut islamischem Recht (zumindest den mir bekannten Rechtsauffassungen davon) hat ein Muslim sogar ein Anrecht darauf, dass seine Frau mit ihm schläft. Einige Salafisten meinen sogar, dass sie ihre Frau mit Schlägen gefügig machen dürfen. Einer von diesen Salafisten wohnt in Basel. Siehe hier!

    PS: Ich bin übrigens Agnostiker. Das sind aus islamischer Sicht Ungläubige. Info über Agnostiker. Vergleiche zwischen den monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam beeindrucken mich nicht sonderlich. Das Judentum war zuerst. Das Christentum ging aus dem Judentum hervor, es ist eigentlich eine jüdische Sekte, die sich auch für Angehörige anderer Völker geöffnet hat und sich so erfolgreich im einstigen römischen Reich verbreiten konnte. Der Islam ist aus meiner Sicht eine Erfindung eines Mannes namens Mohammed, der sich selber zum Propheten machte. Mohammed wurde von Juden und Christen inspiriert und hat seinen Glauben anschliessend mit Raubüberfällen und Gewaltanwendung (mehrere Kriege, Mord und Totschlag) verbreitet.

  7. Der Schleier ist ein Gebot der Abrahamitischen Glaubensrichtungen und hat nichts mit geistliche Frauen die mit Ikonen verheiratet sind zu tun.

    Auszüge Bibel und Tora!

    „Eine Frau aber entehrt ihr Haupt, wenn sie betet oder prophetisch redet und dabei ihr Haupt nicht verhüllt. Sie unterscheidet sich dann in keiner Weise von einer Geschorenen (Dirne).“
    – Bibel, Einheitsübersetzung: 1. Korinther 11,5

    „Und Rebekka hob ihre Augen auf und sah Isaak; da stieg sie eilends vom Kamel und sprach zu dem Knecht: Wer ist der Mann, der uns entgegenkommt auf dem Felde? Der Knecht sprach: Das ist mein Herr. Da nahm sie den Schleier und verhüllte sich. “
    – Bibel, Luther: Genesis 24,65

    Bitte entschuldige, ich empfand die Agnostiker immer als „Weder Fisch no Vogel 🙂 !

  8. Lieber Claudio, ich bin Agnostiker weil ich erkannt habe, dass vieles was in religiösen Büchern und von religiösen Menschen erzählt wird, einfach nichts weiter als blanker Unsinn ist.

    Religiöse Rattenfänger fangen damit ungebildete Menschen und nutzen dabei deren Bedürfnis nach verbindlichen Werten, Geborgenheit usw. sowie deren Urängste vor der Endlichkeit des eigenen Seins aus. Es gibt viele Menschen, die ein einfaches Weltbild brauchen um sich daran festklammern zu können.

    Die Rattenfänger wenden dabei ähnliche Verkäufer-Tricks an wie die Verkäufer von Mike-Shiva im TV. Da wird tief in die Trick-Kiste der Verkaufspsychologie und Manipulation gegriffen. Es finden sich immer naive Menschen, die das glauben.

    In früheren Jahrhunderten legitimierten Herrscher mit der Religion ihre Macht. Pharaonen nannten sich Gottkönige, heidnische römische Kaiser waren Gottkaiser und christliche Kaiser waren Kaiser von Gottes Gnaden, die ihre Herrschaft mit der Gnade Gottes oder Ausserwählung Gottes rechtfertigten. Ganze Standesgesellschaften von der Unterschicht bis zur herrschenden Elite wurden religiös legitimiert. Nicht nur in Europa und im nahen Osten! Auch im fernen Osten. In Indien legitimierten Hindus mit ihrer Religion ein ungerechtes Kastensystem, dass so ähnlich wie das Standessystem in Europa religiös legitimierte wer oben und wer unten in der Gesellschaft angesiedelt war.

    Wenn man es historisch genau betrachtet, sieht man, dass Religionen stets als politische Machtinstrumente benutzt wurden. Eliten brauchten Religionen um die Massen der Untertanen kontrollieren und beherrschen zu können. Einen Beweis für die Existenz eines Gottes oder mehrerer Götter konnte aber letztlich nie geliefert werden. Alleine der Glaube daran legitimierte den ganzen Unsinn.

    Ich bin einer, der die Wahrscheinlichkeit der Existenz einer schöperischen Urkraft nicht ausschliessen will, da ich das nicht ausschliessen kann. Gleichzeitig aber kann ich mir auch vorstellen, dass es keine solche Urkraft gibt. Folglich bin ich Agnostiker. Religiöse glauben an die Urkraft und Atheisten glauben nicht daran. Ich gehöre zu jenen, die hinstehen und offen sagen, dass sie es nicht wissen.

    In Wahrheit weiss es keiner von uns, auch nicht diese grosskotzigen und ungebildeten zuweilen strohdummen und äusserst primitiven religiösen Dumpfbacken, die immer meinen sie wüsste wie die Welt funktioniert.

    In alten Schriften (auch religiösen) gibt es kluge Texte und dumme Texte. Für mich ein Hinweis darauf, dass es bereits in früheren Gesellschaften dumme und intelligente Leute gab. Wer meint, er müsse alte Texte zitieren ohne diese historisch-kritisch zu hinterfragen, der ist ein Dummkopf.

    Hier ein Beispiel wie man Geschiche und religiöse Behauptungen kritisch hinterfragen kann:
    über Herodes den Älteren

  9. Sehr schön zusammen getragen. Ich bin zu 100% Deiner Meinung Alexander. Viele Menschen, meiner Meinung nach die deutliche Mehrheit, sehen es genauso. Leider ist es so, dass sich viele nicht trauen dieses auch auszusprechen, da diese dann wieder in eine bestimmte Schublade gesteckt werden. In Deutschland ist es wohl noch schlimmer als in der Schweiz.

  10. Das nenst du FREIHAT? eure westliche Welt ist verdorben !! Minirock und Ausschnitt bis zum Knie !! Ich liebe den islam und das als Mädchen !! In meiner Religion gibt es keinen ZWANG !! Wer nicht will der muss nicht ganz einfach !! Fals du es noch nicht weißt es gibt in diesem Land so was wie Religionsfreiheit !! Und ihr Schwachköpfe sollt es einfach verstehen !! Der Islam hat mir gezeigt was liebe ist !! Und ich würde lieber sterben anstatt mein Kopftuch auszuziehen !!

  11. ZWANG? du meinst also eine Frau die Burkah trägt sei gefangen und nicht FREI? Und die FRAU die in der westlichen Welt lebt ist FREI? Im Gegenteil ! Die westlichen Frauen sind die die sich den Männern anpassen und so rumlaufen wie sie es wollen mit Minirock und Ausschnitt bis zum Knie !! Diese Frauen geben so viel Geld aus für Kosmetikprodukte! Eine Frau die Kopftuch oder Burkah trägt spendet dieses Geld lieber! Und wen du meinst Religionen seien Schwachsinn Dan ist das deine Meinung !! Damiz zeigst du eher das du keine AHNUNG hast.

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