Gewalt statt Dialog

Von Alexander Müller veröffentlicht am 29. Januar 2011 | 2.408 mal gesehen

Heute wurde in der Sendung  Arena in Anlehung an die Attacke auf Nationalrat Hans Fehr über Gewalt diskutiert. Dabei wurde behauptet, dass es eine Verrohung der Gesellschaft und eine zunehmende Gewaltbereitschaft gäbe. Ein Experte meinte, dass Drohbriefe gegen Politiker in der Häufigkeit und Intensität zugenommen hätten. Ich stelle solche Aussagen in Frage. Mir kommt das so vor wie wenn jemand sagen würde, dass früher alles besser gewesen sei, was nachweislich nicht stimmt. Politisch motivierte Gewalt hat es auch früher schon gegeben, die Leute haben es nur vergessen oder wissen es nicht.

Besonders gestört hat mich, dass man von Gewalt von „links“ und „rechts“ sprach. Das vernebelt nämlich die Tatsache, dass wir vor allem ein Problem mit gewalttätigen Linksextremen haben. Namentlich am WEF, am 1. Mai, an Kundebungen nach Volksabstimmungen und neu auch an der Albisgüetli-Veranstaltung der SVP. Vorfälle von rechter Gewalt vom Ausmass wie an den eben erwähnten Anlässen sind mir nicht bekannt. Jedenfalls, habe ich nichts darüber in den Medien gelesen. In der Sendung Arena brachte  man zwar den Aufmarsch von Rechtsextremen am Rütli mit Gewalt in Verbindung, doch das ist einfach lächerlich. Die Rechtsextremem marschierten damals mit Fahnen auf dem Rütli auf und buhten laut eine umstrittene Rede des damaligen Bundesrats Schmid aus. Die Massenmedien haben das dann wochenlang auf die Agenda gesetzt und ein Drama daraus gemacht. Die Polizei hat dann in der Folge bei späteren 1. August Feiern auf dem Rütli hart durchgegriffen und die Zugangsmöglichkeiten zum Rütli stark eingeschränkt. Dabei wurde dort überhaupt keine Gewalt angewendet und die anwesenden Rechtsextremen waren zudem auch nicht vermummt. Für mich wird hier klar ersichtlich mit zweierlei Mass gemessen. Bei Rechten greift man hart durch, Linke lässt man gewähren.

Ebenfalls nicht gefallen hat mir, dass man die angebliche Verrohung der Gesellschaft in einem Zusammenhang mit einem bestimmten politischen Kommunikationsstil stellt. Das halte ich für völlig absurd. Das wird doch nur behauptet um der SVP eins auszuwischen und um politisches Kapital für die kommenden Wahlen herauszuschlagen. Es gäbe noch andere Gründe, die zu einer Zunahme des Unmuts in der Bevölkerung führen könnten. Ich denke da zum Beispiel an die unsichere Wirtschaftslage und die damit verbundenen Ängste, die unerhörte Abwahl von Bundesrat Christoph Blocher, Leute, die besonnt sind und Rückenschmerzen hatten (Darbellay), zunehmendes Misstrauen gegenüber Bundesräten, die nicht mehr ehrlich sind und es offensichtlich wagen eine GPK zu belügen (Geschichte mit den Uiguren und dem UBS-Staatsvertrag) und vor der EU und den USA kuschen, der zunehmende Druck von Seiten der EU, das Verhalten gewisser Banker, die Finanzkrise usw. Das wären alles auch Gründe, die zu einer Zunahme des Unmuts in der Bevölkerung führen können.

Sowas ärgert viele Menschen! Jene, die ständig den politischen Stil der SVP bemängeln, fallen mit ihren finsteren Ränkespielchen und ihrer Schadenfreude negativ auf  und offenbaren ihre verlogene Doppelmoral.

Gewalt statt Dialog
Artikel bewerten

Ein Gedanke zu „Gewalt statt Dialog“

  1. Es ist nicht von der Hand zu weisen was für eine Macht die Medien haben. Sehr viele Journalisten und ihre Arbeitgeber sind im linken Lager zu Hause, darum versuchen sie mit allen erdenklichen und hinterhältigen Mitteln das zu schützen, und die Schuld anderen in die Schuhe zu schieben. Das Fernsehen und die Tageszeitungen betreiben im grossen Stil Manipulation.

Kommentare sind geschlossen.