Berufslehre für Sans Papiers?

Von Alexander Müller veröffentlicht am 1. August 2010 | 3.380 mal gesehen

Sans PapiersIn der Schweiz gibt es Schätzungen zufolge zwischen 100’000 und 300’000 Sans Papiers. Das sind Leute, die ihre Ausweise verstecken oder weggeworfen haben um ihre Ausweisung aus der Schweiz zu verhindern. Linke fordern, dass Sans Papiers eine Berufslehre machen und legal einer Arbeit nachgehen können. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, veranstalten sie zusammen mit ihren Schützlingen politische Aktionen und Häuserbesetzungen.

Ich bin klar gegen eine Berufslehre für Sans Papiers. Denn Sans Papiers sind Leute, die sich illegal in unserem Land aufhalten. Sie dürften gar nicht in der Schweiz sein! Um die Ausschaffung zu verhindern haben sie  ihre Papiere versteckt oder weggeworfen. Dieses widerspenstige Verhalten darf man nicht auch noch belohnen!  Sonst setzt man international ein falsches Signal und muss damit rechnen dass sich das Problem mit den Sans Papiers verschärft

Berufslehre für Sans Papiers?
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2 Gedanken zu „Berufslehre für Sans Papiers?“

  1. Einen anderen Grund, warum Sans-Papier keine Ausweise haben, unterschlagen Sie hier: Sie hatten von Anfang keine, oder sie wurden von den Behörden oder Regime in ihrem Herkunftsland eingezogen. Sie haben daher gar keine Ausweise die sie verstecken oder wegwerfen können. Dass solche Leute ein Berufslehre machen können ist sicher sinnvoll. Dann können sie sich wenigstens eine Existenz aufbauen wenn sie in ihr Heimatland zurückkehren. Und wenn sie hier bleiben können sie wenigstens ihr eigenes Geld verdienen statt dass sie dem Sozialamt auf der Pelle liegen (dass ist doch sowieso auch das, was Sie, Herr Müller, wollen).

  2. Wer an Leib und Leben bedroht ist und nicht durch einen sicheren Drittstaat in die Schweiz einreist, der hat Anspruch auf Asyl.

    Sans Papiers sind aber Leute, die mit Papieren ihr Land verlassen und dann in der Schweiz plötzlich keine Papier mehr haben. Das geht sogar soweit, dass deren Herkunftsländer die Rückführung verweigern solange diese Leute nicht im Besitz von Papieren sind. Dann müssen Schweizer Behörden im Herkunftsland dieser widerspenstigen Leute Pässe beschaffen, bevor man diese Leute ausschaffen kann. Viele von diesen Sans Papiers sind auch Leute, die untergetaucht sind nachdem ihr Asylantrag abgelehnt wurde. Diese Leute leben dann einfach mithilfe von linken Helfershelfern illegal im Land. Ziel ist es dann einfach ein paar Jahre so zu leben. Bleibt man lange genug im Land wird man nicht mehr ausgeschafft weil eine Ausschaffung ein sogenannter Härtefall wäre. Dabei ist es egal ob das Heimatland Serbien oder Türkei heisst. Es reicht dann einfach der Grund, dass man sich in seinem Herkunftsland nicht mehr heimisch fühlt und schon wäre eine Rückschaffung ein Härtefall. Notfalls, kann man mit renitentem Verhalten und zahlreichen Rekursen (bis zum EGMR) die Dauer verlängern. Siehe Fall Comagic. Diese Leute haben sogar eine Scheinehe geführt. Trotzdem dürfen Mutter und Töchter bleiben weil es ja ein Härtefall wäre, die Leute zurück zu ihren Verwandten nach Serbien zu schicken.

    Das kann es absolut nicht sein. Es muss endlich gehandelt werden und zwar konsequent!

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