Andreas Kyriacou und die Hetze der Grünen

Von Alexander Müller veröffentlicht am 6. November 2012 | 4.855 mal gesehen

Andreas Kyriacou ist Präsident der Freidenkervereinigung in Zürich und Vorstandsmitglied der Grünen. Im Shitstorm der Linken gegen meine Person taten sich die Grünen besonders hervor. Sie reichten eine Strafanzeige gegen mich ein und einige ihrer Vertreter wie der junge Grüne Politiker Marcel Bührig beschimpften mich auf übelste Weise. Auch Andreas Kyriacou beteiligte sich mit einem Blogartikel an der Hetze gegen mich.

Auf seinem Blog schrieb er:

Alexander Müller poltert gerne, vornehmlich auf seinem Blog dailytalk.ch, aber auch auf Twitter. Hin und wieder zeigt er dabei auch seine wahre Fratze. (…)

Nun ist Alexander Müller zwar kein besonders bedeutungsvoller Politiker, aber er ist auch kein politischer Einzelgänger. Es sitzt für die SVP in der Schulpflege und ist – trotz Wohnsitzes in der Gemeinde Fällanden – Vorstandsmitglied der Stadtzürcher SVP-Sektion der Kreise 7 und 8.

Grund genug, um dem Tweet Aufmerksamkeit zu schenken: Die Tagesanzeiger-Journalistin Michele Binswanger berichtete wenige Stunde nach der Tweet-Veröffentlichung. Und die Jungen Grünen kündigen kurz danach eine Strafanzeige an. Sie fordern Müller zudem auf, sein Schulpflegeamt per sofort niederzulegen und sie verlangen von seiner Partei, dass sie ihren Ton in der Ausländerdebatte mildert.

Die SVP tut gut daran, Müller hochkant rauszuschmeissen, so wie es die Volketswiler Ortspartei mit dem ehemaligen Partei- und Schulpflegemitglied Werner Klee tat, der sich auf Facebook Peinlichkeiten geleistet hatte.

Und die Schulpflege ist sicher gut beraten, gegen Müller ein Amtsenthebungsverfahren einzuleiten – auch wenn der Ustermer Bezirksrat ein entsprechendes Gesuch der Volketswiler Schulpflege abgelehnt hatte.

Auch auf Twitter äusserte sich Kyracou über mich:

Immerhin hatte er mit seinen Prognosen Recht. Auch wenn Leute aus seinen Reihen dazu beigetragen haben, dass es soweit gekommen ist. Das neue Schuljahr begann am 20. August 2012.

Meiner Meinung sollte sich Andreas Kyriacou selber jedoch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Der folgende Text wurde am 29.06.2012 in der Print-Ausgabe des Tagsanzeigers auf Seite 10 veröffentlicht:

Hier, der Tweet von Andreas Kyriacou, welcher im Artikel des Tagesanzeigers erwähnt wird:

Der Link in Kyriacous-Tweet führt zu diesem Artikel!

Ich bin erstaunt darüber, dass ein Mann, der Geschmackloses über den Tod von Schülern twittert meint, sich über einen Schulpfleger auslassen zu können. Aber offenbar ist ein solcher Mensch für die Grünen und die Freidenkervereinigung weiterhin tragbar.

Andreas Kyriacou und die Hetze der Grünen
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10 Gedanken zu „Andreas Kyriacou und die Hetze der Grünen“

  1. Ach Alexander, Du findest aus der Ecke, in die Du Dich reingepinselt hast, auf die Art erst recht nicht mehr raus.

    Mir ist’s ziemlich Wurst, was Du über mich schreibst, wenn Du aber schon mein Kommentieren Deines Falls zum Thema machen willst, dann könntest Du auch schreiben, dass ich Dir nach einem Deiner zahlreichen Rundumschläge per Twitter-DM schrieb: „Hey Alexander, halt dich mal etwas zurück, du tust dir mit deinem Berserkern selbst keinen Gefallen. Gruss, Andreas“.

    Zum Tagi-Artikel: Du weisst ganz genau, dass ich nicht den Unfall kommentierte sondern die Aussage des Pfarrers von Siders: Nach einer solchen Katastrophe muss man sich der Präsenz Gottes bewusst sein»

    Diese Vereinnahmung der Unglücksopfer habe ich karikiert. Das Pfarrer-Interview war im Tweet verlinkt. Der Tagi hat den Absatz noch am Erscheinungstag des Artikels korrigiert. Das kannst Du in der Online-Version noch heute so nachlesen.

    Tu Dir selbst einen Gefallen und lass jetzt erst mal die Farbe antrocknen. Und dann schleich Dich still zur Tür raus. Nur so hinterlässt Du keine neuen Spuren. Das wird Dir gut tun, persönlich wie beruflich.

  2. Andreas, wie kommst du darauf, dass ich mich in eine Ecke gestellt habe? Habe ich etwa die Medienartikel über mich geschrieben? So kam die Kristallnacht-Story in die Medien.
    Wie die Kristallnacht-Geschichte in die Medien kam

    Offenbar war ich für die Medien interessanter als du. Du bist ja nur als Randnotiz im Tagi aufgeführt worden. Als Beispiel für jemanden, der einen geschmacklosen Tweet verfasst hat, der folgenlos blieb.

  3. Gegen Christentum aber für Islam. Das sagt eigentlich schon alles. Die Freidenker sind imho nichts anderes als eine moderne Sekte. Anstatt frei zu Denken bewegt sich ihr Denken in sehr begrenztem Rahmen. Und wie das obige Inserat zeigt, geht es wohl nur darum frei von Moral zu denken und alle Andersdenkenden; resp. alle christlich Denkenden zu beleidigen. Aber klar, wenn man frei von Moral denken will, so verschwendet man auch keine Gedanken daran, was wohl die Eltern der Opfer zu so einer Aussage meinen – es geht wiedermal nur darum christlich denkende Menschen zu beleidigen und dazu ist jedes Mittel recht. Erbärmlich!

  4. Kurt, der Witz ist ja noch, dass ich als Agnostiker den Freidenkern eigentlich nahe stehen würde. Es gibt aber einen Unterschied und das habe ich Andreas Kyriacou auch schon persönlich gesagt.

    Gemeinsamkeiten: Beide sind wir religionskritisch und beide treten wir für die Abschaffung der Landeskirchen ein. Meiner Meinung nach hat es ein säkularer Staat zu unterlassen für Religionsgemeinschaften Steuern einzutreiben!

    Ähnlichkeiten: Die meisten Freidenker sind wahrscheinlich Atheisten, sie glauben an die Nichtexistenz eines Gottes oder von Göttern. Ich bin Agnostiker. Als solcher lasse ich es offen ob es einen Gott gibt oder nicht. Ich habe meine Zweifel an der Existenz eines Gottes oder von Göttern, denn nichts ist erwiesen. Mein Pfad ist die Wissenschaft, da diese nachweisbare Ergebnisse produziert. Wenngleich die Wissenschaft keine Antwort auf alle Fragen geben kann, so arbeitet sie doch stetig und über Generationen hinweg daran immer mehr offene Fragen beantworten zu können.

    Unterschiede: Die Schweizer Freidenker richten ihre Hauptkritik gegen das Christentum. Ich halte das für falsch, denn das Christentum ist ein gezähmter, möglicherweise bereits zahnloser alter Tiger. Die Freidenker jagen etwas, was sehr defensiv ist und um sein Überleben kämpft. Ich kritisiere etwas, was sehr aggressiv und expansiv ist und auch nicht davor zurückschreckt seinen Forderungen mit militanten Mitteln Nachdruck zu verleihen. Siehe Luxor, Casablanca, Bali, Sharm-el-Sheik, Madrid, London, 9/11, Flächenbrand bei Mohammed-Kritik-Film bzw. bei Mohammed-Karikaturen, bei Koran-Verbrennungen usw. Es geht nicht an, dass gewisse Extremisten meinen immer mit äusserster Gewalt ausflippen zu müssen, wenn ihre Religion oder der Gründer ihrer Religion kritisiert wird. Und dass es im Pakistan des 21. Jahrhunderts ein Blasphemie-Gesetz gibt, ist ein Armutszeugnis für Pakistan.

    Ich lasse jedem seinen Glauben, nehme mir jedoch das Recht heraus Religionen und Religionsgemeinschaften zu kritisieren. Meine Hauptkritik richtet sich dabei hauptsächlich auf jene Religionsgemeinschaften, welche die Gesellschaft mit menschenrechtswidrigen, den Tierschutz verletzenden sowie einschränkenden und freiheitsberaubenden Normen beeinflussen, welche sie religiös legitimieren. Zum Beispiel Beschneidung von Kindern, das Schächten von Tieren usw. Dabei nehme ich insbesondere aggressive Vertreter von Glaubensgemeinschaften ins Visier. Hier bin ich eben der Meinung, dass radikale Islamisten viel eher eine Gefahr für eine liberale Gesellschaft darstellen als es z.B. gläubige Protestanten oder Katholiken tun. Die Protestanten waren in der Schweiz ja sogar die Wegbereiter einer liberalen Gesellschaft!!! Hingegen kritisiere ich auch evangelikale Radikale und deren Kampf gegen Abtreibungsgegner. Dies obwohl ich in der Schweiz für die Initiative „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“ eintrete. Es gilt eben die Dinge differenziert zu sehen. Ach ja, doch die Katholische Kirche habe ich auch schon des Zölibats wegen kritisiert.

  5. @Kurt: Unfug! Die FreidenkerInnen haben mehrfach die Clowns des Islamischen Zentralrats kritisiert, ebenso haben sie Kritik geübt an der Forderung der Zürcher Bildungsdirektion, Schullager nicht während des Ramadan durchzuführen. Und die FreidenkerInnen haben sich deutlich gegen die Knabenbeschneidung ausgesprochen.

    Die FreidenkerInnen kritisieren Sonderwünsche und eingeforderte Sonderrechte von und bei allen Religionen.

  6. Andreas, kannst du mir einmal ein islamkritisches Plakat der Freidenkervereinigung zeigen? Bislang gab es soweit ich informiert bin nur Plakate, die das Christentum auf die Schippe genommen haben.

    Wie wärs, wenn ihr einmal einen Mohammed-Film machen würdet oder Plakate mit Mohammed-Karrikaturen? Habt ihr vor den möglichen Reaktionen (weniger zahlungskräftige Touristen aus Saudi-Arabien, weltweite Proteste vor Schweizer Botschaften, brennende Schweizer Flaggen, Entführung eines Flugzeugs der Swiss, Anschläge auf Schweizer, Terroranschläge in der Schweiz, Weltenbrand, 3. Weltkrieg, Atomangriff auf die Schweiz, Fatwa gegen den Präsidenten der Freidenkervereinigung und die übrigen Verantwortlichen usw.) angst?

    Keine Sorgen unser Bundesrat ist geübt darin Kniefälle zu machen. Er könnte mit seinen Fähigkeiten in Sachen internationale Beziehungen (nachgeben, sich ducken, Kniefall machen, arschlecken, sich für Taten anderer entschuldigen und um Verzeiung winseln) die Wogen wieder glätten. Möglicherweise würden Leuthard und Sommaruga in Burka gehüllt und in Begleitung ihrer Männer und von Geri Müller (Ausland-Experte der Grünen Partei mit Kontakten zur Hamas) nach Saudi-Arabien reisen um sich zu entschuldigen.

    1. @Alexander: Es gab bisher genau zwei Plakate der FreidenkerInnen:

      1) Da ist wahrscheinlich kein Gott. Sorge Dich nicht. Geniess das Leben.

      2) Wählt konfessionsfreie Politiker.

      Wo siehst Du darin eine Erwähnung einer spezifischen Religion?

      Einen Film zu machen schaffen wir aus eigener Kapazität wohl kaum. Aber wenn Du uns dafür die Mittel bereitstellst…

      Eine Mohammed-Karikatur gab’s z.B. in dieser Ausgabe des frei denken: http://www.frei-denken.ch/de/wp-content/uploads/2010/02/FD-0320101.pdf

      Titelthema der Ausgabe war übrigens eine Debatte zur Burka – mit einem deutlichen deutlichen Bild dazu.

  7. Okay Andreas, dann ist dieses Plakat wohl als eine Privatinitiative von dir in deiner Eigenschaft als Präsident der Zürcher Freidenker anzusehen was?

    Mir ist schon klar, dass dir die Sprüche auf den Plakaten der Agentur C auf die Nerven gegangen sind, doch es gibt neben Kreuzen in Schulzimmern und Plakaten der Agentur C wohl noch Gravierenderes, das nerven könnte. Nicht wahr?

    Zum Beispiel das hier!

    …oder das hier!

  8. Auf meinem Blog ist meine Privatmeinung zu lesen. Das war eine Parodie auf die Agentur C-Kampagne – das steht gelb auf blau zuunterst auf jedem Motiv und im Blogbeitrag selbst. Dass daraus keine Plakatkampagne entstand, weisst Du selbst.

    (Ganz abgesehen davon: für einen satirischen Blogpost war es zulässig, das Layout der Agentur C als Vorbild zu nehmen. Eine eigentliche Plakatkampagne mit demselben Layout dürfte aber deren Urheberrechte tangieren – und irgendwie zweifle ich daran, dass sie uns ein Nutzungsrecht gewähren würden…}

  9. Die Mohammed-Karikatur in eurer Broschüre verunglimpft gläubige Muslime. Sie kritisiert gemäss Zeitung in der Karikatur die Fatwa gegen Karikaturisten. Hingegen kann sie nicht als Kritik von Mohammed angesehen werden. Der Film, welcher kürzlich für Aufsehen gesorgt hat oder die umstrittenen M0hammed-Karikaturen zielen auf Mohammed ab. Das ist schon ein Unterschied.

    Eine Mohammed-Karikatur kann z.B. die Mehrehe ins Visier nehmen, die Beziehung des über 50 jährigen Mohammeds zur minderjährigen Aischa oder die Kriege Mohammeds, den Umgang Mohammeds mit seinen Feinden, die Raubüberfälle auf Karawanen der nichtmuslimischen Mekkaner zu Zeiten Mohammeds, den wahrscheinliche Analphabetismus von Mohammed, den jüdischen Schreiber Mohammeds usw.

    PS: Interessant ist, dass ich Bilder in eurer Broschüre finde, die ich bereits vor Jahren auf meinem Blog veröffentlicht habe…

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