1:12 Initiative ist ein Flop

Von Alexander Müller veröffentlicht am 21. März 2011 | 3.029 mal gesehen

1:12 Initiative

Heute reichten die Jungsozialisten die sogenannte 1:12 Initiative ein. Damit hatten sie die nötigen Unterschriften noch vor Ablauf der Sammelfrist am 6. April 2011 beisammen. Die Initiative will in der Bundesverfassung verankern, dass der höchste von einem Unternehmen bezahlte Lohn nicht höher sein darf, als das Zwölffache des tiefsten vom gleichen Unternehmen bezahlten Lohnes.

Der Initiativtext lautet wie folgt:

Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:

Art. 110a (neu) Lohnpolitik

1Der höchste von einem Unternehmen bezahlte Lohn darf nicht höher sein als das Zwölffache des tiefsten vom gleichen Unternehmen bezahlten Lohnes. Als Lohn gilt die Summe aller Zuwendungen (Geld und Wert der Sach- und Dienstleistungen), welche im Zusammenhang mit einer Erwerbstätigkeit entrichtet werden.

2Der Bund erlässt die notwendigen Vorschriften. Er regelt insbesondere:

a. die Ausnahmen, namentlich betreffend den Lohn für Personen in Ausbildung, Praktikantinnen und Praktikanten sowie Menschen mit geschützten Arbeitsplätzen;

b. die Anwendung auf Leiharbeits- und Teilzeitarbeitsverhältnisse.

Folgendes spricht gegen die Initiative:

Eine solche Bestimmung in der Bundesverfassung wäre eine erhebliche Einmischung in die Freiheit der Bürger und privater Unternehmen. Der Staat würde der Privatwirtschaft die Lohnbandbreite vorschreiben. Damit würde die Schweizer Wirtschaft erheblich in ihren Freiheiten eingeschränkt. Dies wäre im globalen Wettbewerb von Nachteil. Betroffen wären vor allem KMU-Betriebe. Grossunternehmen könnten bzw. müssten ihren Firmensitz ins Ausland, in liberalere Länder, verlagern um der Einmischung des Staates zu entgehen. Die Abwanderung von Grossunternehmen ins Ausland würde Arbeitsplätze kosten und Steuergeldeinnahmen reduzieren. 

Ich lehne die 1:12 Initiative der Jungsozialisten entschieden ab. Sie schadet unserer Wirtschaft und gefährdet Steuergeldeinnahmen und Arbeitsplätze.

1:12 Initiative ist ein Flop
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5 Gedanken zu „1:12 Initiative ist ein Flop“

  1. Mindestens 1 Denkfehler: Zeigen Sie mir bitte eine einzige KMU-Firma, die heute ein Lohnsystem über 1:12 hat.

  2. Tin, auch KMU-Unternehmen wären von den gesetzlichen Änderungen betroffen. Auch dort könnte es sein, dass die Putzfrau 12 mal weniger verdient als der Chef. Ich sehe keinen Grund weshalb man gerade diese Unternehmen mit gesetzlichen Restriktionen in ihrer Wirtschaftsfreiheit einschränken soll.

    Lohn- und Boniexzesse treten vor allem bei Grossunternehmen auf. Gerade diese sind jedoch in der Regel multinational oder globally integrated aufgestellt. Es handelt sich um global players, die ihren Firmensitz ohne weiteres ins Ausland verschieben können oder aber ihre Spitzenmanager auch auf die Gehaltsliste von Tochterunternehmen im Ausland setzen können.

  3. Wermuth (rechts im Bild) ist ein rechtskräftig verurteilter Sozi-Hausbesetzer.

    Die Initiative ist nichts anderes als

    SPS – SozialPopulismuS

  4. Jedesmal wenn ich eine Initiative der SP unterstüzte, hat das die Bevölkerung viel Geld gekostet. Die Krankenkassen – Initiative von Frau Dreyfuss macht doch heute noch jedem Bauchweh. Die Mehrwertsteuer von Herrn Stich steigt auch. Den sozialen Wohnungsbau wollen Sie mit unseren Steuergeldern fördern, dabei sind doch Sie für den freien Personenverkehr. Die SP möchte halt gerne alle für Dumm verkaufen. Mit mir nicht mehr.

  5. Man müsste eine andere 1:12 Initiative starten: Pro produktiven Einwanderer müssen 12 Sozialisten und Grüne auswandern.

    Und dann gibt es kaum mehr solche Initiativen, die nicht durchsetzbar sind oder das Land ruinieren.

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