Ukraine: Gesichtsverlust für USA und EU

Von Alexander Müller veröffentlicht am 3. September 2014 | 1.794 mal gesehen

Die USA und ihr Juniorpartner in Europa, die EU, haben im Kampf um die Ukraine eine Niederlage erlitten. Russland hat gehandelt und die Kriegstreiber in den USA mitsamt den zaudernden Bürokraten in Europa vor vollendete Tatsachen gestellt.

Ukraine
Sieger

Die Sanktionen gegen Russland schaden europäischen Unternehmen und heizen den Konflikt weiter an. Europa verspielt damit die Chance auf erfolgreiche Verhandlungen mit Russland. Auch Waffenlieferungen in die Ukraine sind brandgefährlich. Es besteht die Gefahr, dass sich der Konflikt dadurch zu einem Flächenbrand ausweitet.

Verlierer
Verlierer

Der Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine mag völkerrechtswidrig sein. Doch wir können nicht bei jeder Völkerrechtsverletzung einen Weltkrieg riskieren. Sonst hätten wir ja den USA und der NATO bei der Invasion des Iraks und von Afghanistan ebenfalls den Krieg erklären müssen.

Deutschland und Frankreich empfehle ich, sich um eine Deeskalation zu bemühen. Sowohl die Franzosen als auch die Deutschen haben sich in Russland schon eine blutige Nase geholt. Gegen das heutige Russland, kann weder das heutige Frankreich noch das heutige Deutschland gewinnen.

Ich empfehle der Schweiz zur Neutralität zurückzukehren und die Sanktionen gegen Russland fallen zu lassen. Die Schweiz sollte ihre eigenen Interessen verfolgen und ihre politische Eigenständigkeit und Mündigkeit bewahren. Sie ist kein Juniorpartner der EU und der USA. Ein wirklich neutrales Land geniesst das Vertrauen beider Seiten . Ein neutraler Staat könnte vermitteln. Denkbar wäre z.B. eine föderale Ukraine mit autonomen Gebieten. Ein Staat, der sich jedoch wie die Schweiz einseitigen Sanktionen anschliesst, denen noch nicht einmal eine UNO-Resolution zugrundeliegt, verspielt jegliche Vertrauensgrundlage.

Der Bundesrat hat mein Vertrauen mit seinem unbedachten und kurzsichtigen Handeln schon längst verspielt. Er hat sich wie eine Marionette von Washington und Berlin aufgeführt.

Ukraine: Gesichtsverlust für USA und EU
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3 Gedanken zu „Ukraine: Gesichtsverlust für USA und EU“

    1. @Alexander Müller. Im zweiten Weltkrieg war die Krim noch eine ASSR, von 1946-1954 ein Russisch-Sowjetischer Oblast und wurde erst dann verwaltungstechnisch ein Oblast der Ukrainisch-Sowjetischen Republik

  1. @scharlui, die Russen waren schon auf der Krim ehe der heutige Staat Ukraine existierte. Das Gebiet der heutigen Ost-Ukraine, östlich des Dnepr, war schon im 17 Jahrhundert in russischer Hand! Die Russen bezeichneten die „Ukrainer“ als „Kleinrussen“. Die Westukraine (Galizien und Bukowina), westlich des Dnepr, gehörte seit dem 18. Jahrhundert zu Österreich-Ungarn, also dem Habsburgerreich. Im russisch-türkischen Krieg von 1768 bis 1774 besiegen russische Truppen die Osmanen. Die Russen haben die anschliessend die Krim in Besitz genommen. Unter Zarin Katharina II., der Grossen, wird der Aufbau der Schwarzmeerflotte und die Erschliessung des Neulandes in Angriff genommen. 1778 werden auf Anordnung Katharinas Christen auf der Krim ausgesiedelt. Also was wollen Sie mir erzählen?

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