Deutscher Totalitarismus

Von Alexander Müller veröffentlicht am 14. Mai 2010 | 44.304 mal gesehen

Unruhen AthenLiegt den Deutschen der Totalitarismus im Blut? Nicht nur deutsche Politiker versuchen regelmässig ihren Bürgern den Mund zu verbieten, wenn diese sich nicht im Sinne der vorherrschenden Nachkriegspolitik äussern, auch die Medien neigen hin und wieder dazu. Als der Chef der deutschen Bank öffentlich Zweifel darüber äusserte, dass Griechenland seine Kredite zurückzahlen kann, wurde er von deutschen Medien heftig kritisiert. Hier wird deutlich wie treu deutsche Printmedien der deutschen Regierung ergeben sind.

Wenn Expertenmeinungen bei den Medien nicht mehr gefragt sind, wird es gefährlich. Die Warnungen von Joe Ackermann, dem Chef der deutschen Bank, bezüglich der Krise in der Eurozone sollten nicht überhört werden.

Was derzeit in der Eurozone geschieht ist absurd. Hoch verschuldete EU-Staaten nehmen Kredite auf, um das noch höher verschuldete Griechenland zu retten. Was, wenn Griechenland seine Schulden nicht mehr zurückzahlen kann? Wie zahlen die Staaten, die Griechenland mit geliehenem Geld geholfen haben, dann  ihre eigenen Schulden zurück???

Diese Probleme müssen endlich in der breiten Öffentlichkeit diskutiert werden. Denn Schliesslich müssen die Zeche am Ende die Steuerzahler der betroffenen Länder zahlen. Die Politiker selber sichern sich schon ab.

Wie sich Politiker aus der Verantwortung stehlen

Von Alexander Müller veröffentlicht am 11. Mai 2010 | 7.175 mal gesehen

EurozoneEuropäische Politiker versuchen in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, dass die Schuldenkrise der EU ihre Ursache bei Spekulanten und zuwenig regulierten Finanzmärkten hat. Doch das trifft nicht zu.

Die massive Verschuldung zahlreicher EU-Staaten wie Griechenland hat sich über Jahrzehnte angehäuft. Sie hat mit der kürzlich überstandenen Finanzkrise nichts zu tun. Schuld sind korrupte und verantwortungslose Politiker, die ihre Staaten mit ihrer unvernünftigen Haushaltspolitik an den Rand des Bankrotts gebracht haben und Völker, die solche Politiker wählen. Das solche Politiker gewählt werden liegt vermutlich auch am indirekten demokratischen System der betroffenen Länder. Wenn Bürger nur wählen, aber nicht mitbestimmen dürfen, wählen sie die Politiker bzw. die Parteien, die ihnen am meisten Wahlversprechen machen und für eine populäre Politik eintreten. Der Schuldenwirtschaft wird damit der Weg geebnet. Wie sich Politiker aus der Verantwortung stehlen weiterlesen

Griechenland sollte aus der Währungsunion austreten

Von Alexander Müller veröffentlicht am 28. April 2010 | 2.555 mal gesehen

Eurozone GriechenlandUm aus der Schuldenfalle zu entkommen, muss Griechenland seinen Sozialstaat abbauen und sparen. Zudem muss Griechenland versuchen die wirtschaftliche Leistung des Landes zu steigern.

Der Dienstleistungssektor ist der wichtigste Wirtschaftssektor Griechenlands. Mehr als zwei Drittel der griechischen Wirtschaftsleistung werden im Dienstleistungssektor erwirtschaftet. An zentraler Stelle stehen hier der Tourismus, der Handel und der Schiffverkehr. Ein Austritt aus der Euro-Währungsunion und die Wiedereinführung der Drachme wären somit sinnvoll. Die Griechen könnten so Geld drucken um damit ihre Schulden zu tilgen. Dadurch würden sie zwar ihre eigene Währung entwerten, doch das käme der heimischen Tourismusbranche und der griechischen Exportindustrie (Agrar- und Industriegüter) zu gute. Griechische Güter und Dienstleistungen wären für Ausländer günstiger und somit attraktiver. So könnte in Griechenland Wirtschaftswachstum generiert werden und das ist genau das, was die Griechen jetzt brauchen. Denn die Griechen brauchen Geld vom Ausland. Wobei erwirtschaftetes Geld besser ist als geliehenes Geld.