Die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union prägen Wirtschaft, Politik und Alltag. Der bilaterale Weg, die Bilateralen III und die Diskussion über Souveränität und demokratische Mitbestimmung werfen grundlegende Fragen auf: Wie soll die Schweiz mit der EU zusammenarbeiten, und wer entscheidet über die Ausgestaltung dieser Beziehungen?
Dieses Dossier ordnet die Themen nach Schwerpunkten und beleuchtet die wirtschaftlichen, politischen und demokratischen Fragen im Verhältnis Schweiz–EU.
1. Grundlagen der Beziehungen Schweiz–EU
Die Schweiz ist kein Mitglied der Europäischen Union, arbeitet aber in zahlreichen Bereichen eng mit ihr zusammen. Bilaterale Abkommen regeln wesentliche Teile dieser Beziehungen.
Zum Verständnis der aktuellen Debatten gehören die Entwicklung des bilateralen Weges, die Bedeutung des europäischen Binnenmarktes und die Frage, wie gemeinsame Regeln vereinbart und angewendet werden.
2. Bilaterale III
Die Bilateralen III betreffen die Weiterentwicklung der Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU. Im Mittelpunkt stehen der Inhalt der Vereinbarungen, ihre wirtschaftliche Bedeutung und die politischen Folgen für die Schweiz.
Internationale Zusammenarbeit verbindet gemeinsame Regeln mit gegenseitigen Verpflichtungen. Für die Schweiz stellt sich dabei die Frage, wie sie ihre Interessen durchsetzen, ihre Souveränität wahren und ihre politische Handlungsfähigkeit sichern kann.
Entscheidend ist die konkrete Ausgestaltung: Welche Verpflichtungen entstehen, welche Möglichkeiten eröffnet die Zusammenarbeit und welche Auswirkungen haben die Vereinbarungen auf Unternehmen, Bevölkerung und staatliche Institutionen? Dazu gehören insbesondere die Rechtsübernahme, die Überwachung der Abkommen und die Streitbeilegung. Diese Regeln bestimmen mit, welchen rechtlichen, wirtschaftlichen und politischen Handlungsspielraum die Schweiz behält.
Bilaterale III (Teil 1): Wie viel Souveränität gibt die Schweiz ab? – Artikel lesen
Bilaterale III (Teil 2): Inhalt und Konsequenzen für die Schweiz – Artikel lesen
3. Demokratie und Mitbestimmung
Die Europapolitik berührt die demokratische Mitbestimmung auf mehreren Ebenen. Welche Aufgaben übernehmen Bundesrat und Parlament? Bei welchen Entscheidungen können die Stimmberechtigten mitbestimmen, und welchen Einfluss besitzen die Kantone?
Dieser Themenbereich behandelt die demokratische Legitimation internationaler Vereinbarungen, die Rolle des Referendums und die Mitwirkung bei der Weiterentwicklung der Beziehungen zur EU.
4. Kompass-Initiative und Ständemehr
Die Kompass-Initiative und die Diskussion über das Ständemehr stellen die Frage ins Zentrum, welche Zustimmung für weitreichende internationale Vereinbarungen erforderlich sein soll. Dabei geht es um das Zusammenspiel von Volksmehr, Kantonen und föderaler Mitbestimmung.
Die Beiträge untersuchen die Anliegen der Initiative, die Argumente für und gegen ein Ständemehr sowie die möglichen Folgen für die Bilateralen III und künftige Abkommen.
Ständemehr: Warum es bei wichtigen Staatsverträgen sinnvoll ist – Artikel lesen
Warum die Schweiz einen Ständerat und ein Ständemehr hat – Artikel lesen
Die Beziehungen Schweiz–EU verstehen
Die europapolitische Debatte verbindet wirtschaftliche Interessen mit Fragen der Demokratie, des Föderalismus und der staatlichen Eigenständigkeit. Dieses Dossier führt die verschiedenen Perspektiven zusammen und wird mit weiteren Beiträgen ergänzt.

