Liberales Rauchergesetz

Von Alexander Müller veröffentlicht am 1. März 2010 | 10.104 mal gesehen

Die IG FREIE SCHWEIZER WIRTE sammelt seit dem 23. Februar 2010 Unterschriften für die von ihr lancierte Volksinitiative „Für ein liberales Rauchergesetz“. Die Initianten wollen mit ihrer Initiative das Rauchverbot abschaffen und ein Höchstmass individueller Freiheit für Raucher erzwingen.

Gemäss der Initiative soll Art. 118 Schutz der Gesundheit der Bundesverfassung durch die folgenden zwei neuen Absätze ergänzt werden:

Absatz 3 Über Rauchverbote in Innenräumen befindet einzig die Eigentümerin oder der Eigentümer. Dies gilt auch für öffentlich zugängliche Innenräume. Öffentlich zugänglich sind insbesondere Innenräume von:

a. Restaurations- und Hotelbetrieben;

b. Gebäuden und Fahrzeugen des öffentlichen Verkehrs;

c. Gebäuden, die der Ausbildung, dem Sport, der Kultur oder der Freizeit dienen.

Absatz 4 Öffentliche Innenräume, an denen geraucht werden darf, müssen entsprechend beschildert werden.

Den Initianten zufolge führt ein Rauchverbot bei Gastronomiebetrieben zu massiven Umsatzeinbrüchen. Sie sehen im Nichtraucherschutz eine staatliche Bevormundung, welche ihnen zufolge das Unternehmertum gefährdet.

Dem widerspricht eine Studie der Universität Lugano. Diese zeigt, dass die Auswirkungen des Rauchverbots im Kanton Tessin positiv sind. Die Akzeptanz bei Wirten und Angestellten ist hoch. Die Zahl der gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei Angestellten von Gastronomiebetrieben ist zurückgegangen. Das Arbeitsklima und die Zufriedenheit der Gäste hat zugenommen. Die von einer Minderheit der Wirte beklagten Umsatzeinbussen können nicht eindeutig auf das Rauchverbot zurückgeführt werden. Denn vereinzelte Umsatzeinbussen können auf verschiedene Faktoren wie z.B. die Wirtschaftslage, die Senkung der Promillegrenze und zu tiefe Eintrittsbarrieren für Konkurrenten zurückzuführen sein. Von der Möglichkeit Fumoirs einzurichten haben bisher sehr wenige Lokale Gebrauch gemacht. Wenn die Lokale wirklich von der kleinen Minderheit der Raucher abhängig wären, müssten wesentlich mehr von ihnen Fumoirs einrichten. Dies ist jedoch nicht der Fall. Bemerkenswert ist, dass die Zahl der Beizen trotz Rauchverbot nicht zurückgegangen ist.

Ich lehne die Initiative für ein liberales Rauchergesetz klar ab. Die Freiheit der Raucher endet dort, wo es um die Gesundheit von Nichtrauchern geht. Es geht auch um die Gesundheit der Angestellten eines Lokals! Gemäss Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz Artikel 19 (Nichtraucherschutz) hat ein Arbeitgeber im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten dafür zu sorgen, dass Nichtraucher nicht durch das Rauchen anderer Personen belästigt werden.

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53 Gedanken zu „Liberales Rauchergesetz“

  1. Ich bin auch für ein starkes Rauchergesetz und lehne diese Initiative entschieden ab, aus demselben Grund, wie im letzten Satz dargelegt wurde.

  2. Zum Vornherein: Rauchen ist ungesund und fördert diverse Krankheiten. Dies bleibt unbestritten, so wie, dass das Rauchen für Nichtraucher unangenehme Nebenerscheinungen nach sich ziehen. Trotzdem bin ich für die Initiative der IG Freie Schweizer Wirte dies, obwohl ich kein Restaurateur bin. Der Grund liegt deshalb auch nicht primär darin, dass ich die durch die Nichtraucherschutzgesetze eingetretenen Verfügungsbeschränkungen auf das Eigentum der Wirte verteidigen will. Ich wehre mich jedoch dagegen, wie es zu den Nichtraucherschutzgesetzen gekommen ist und, wie die parlamentarische Kompromisslösung umgangen wurde.

    Das eidg. Nichtraucherschutzgesetze wurden durch Ständerat Felix Gutzwiler initiert. Gutzwiler sitzt im Verwaltungrat der Siefried AG, Zofingen, unter anderem Herstellerin von Nikotinentzugsmitteln. Im FDP-Parteifreund ex-Bundesrat Couchepin fand er dank Unterstützung vom ehemaligen Amtsdirektor des BA für Gesundheitswesen, Thomas Zeltner, einen willfähigen „Handlanger“ im Dienste der Wirtschaft, vorliegend zugunsten der Siegfried AG. Das Parlament setzte sich letztendlich gegen den Vorschlag eines umfassenden Rauchverbots in öffentlichen Räumen mit der Bewilligung von Fumoirs in der maximalen Grösse von 80qm durch. Auf der anderen Seite setzten sich die Befürworter eines strikten Rauchverbots mit dem Zusatz durch, dass die Kantone befugt sind, strengere Vorschriften als diejenigen des Bundes zu erlassen. Diese Zusatzbestimmung nutzten die Nichtraucherligen, um noch vor in kraft treten des Bundesgesetzes zum Schutze der Nichtraucher in den Kantonen die eidgenössische Fumoirsregelung mit Hilfe der Linken zu unterwandern. Allerdings mit wenig Erfolg. In allen Kantonen fanden die Lösung mit Fumoirs beim Volke Gehör. Diesen Volkswillen unterliefen die Nichtraucherligen wiederum in den Regierungen mit der (noch nicht in Kraft getretenen) bundesrechtlichen Regelung, dass den Kantonen eine verschärfte Gesetzgebung zugestanden wurde. Mittels Verordnungen und Reglementen, die dem Volkswillen nicht unterbreitet werden müssen, haben daraufhin eine ganze Reihe von Kantonsregierungen Vorschriften erlassen, die den in den Kantonen getragenen Volkswillen, Fumoirs zuzulassen, ad absurdum führen. Solche Schikanen sind etwa kleiner als 80qm grosse Fumoirs, überdimensionierte Belüftungsvorschriften (für die Nichtraucher in den Fumoirs?), dreiseitig offene Terrassen, Teure Umbauten (durchschnittlich etwa Fr. 100‘000.–), lange und teure Bewilligungsverfahren, etc, etc.. Dies alles im Namen eines Nichtraucherschutzes?

    Dies ist allerdings nur die eine Seite der Geschichte. Nebst dem, dass ausgerechnet die Linken mit ihrer Unterstützung den wirtschaftlichen Zielen der Pharma dienen (und nicht dienten, denn die Sache um den Nichtraucherschutz ist noch längst nicht am Ende)kreide ich den Nichtraucherorganisationen bis hin zum damaligen Bundesrat Couchepin und heutigen Bundesrat Burkhalter massive Lügereien, Vertuschungen und unredliche Kampagnen um den angeblichen Nichtraucherschutz an. So ist auch das BA für Gesundheitswesen im Besitze einer umfassenden, von der EU in Auftrag gegebenen Gutachten das klar aussagt, dass die behaupteten Schädigungen durch Passivrauchen nicht nachgewiesen werden können. Und das von den Nichtraucherorganisationen stets ins Feld geführte Gutachten Bonetti (Kantonspital Chur) wurde von der international anerkannten „medical review“ geradezu in der Luft zerissen und ,gelinde ausgedrückt, als unwissenschaftlich bezeichnet.

    Ebenfalls treffen die Behauptungen des EDI nicht zu, dass die Zahl der Raucher stetig abnehme. Tatsache ist, dass gemäss diverser Medienmitteilungen seit vier Jahren der Anteil bei rund 27% verharrt, wobei zu beachten ist, dass in dieser Angabe auch Kleinkinder, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren enthalten sind!!! Zieht man diese Kinder und Jugendlichen ab, gelangt man auf eine Raucherzahl von nahezu 40%, denn die 2009 vom EFD bekannt gegebenen Tabakimporte lassen eine andere Schlussfolgerung gar nicht zu. Und ebenfalls trifft nicht zu, dass die Tabaksteuer (zur Zeit gem. Merkblatt über die gewerbsmässige Einfuhr von Zigaretten vom 1.01.2010 1‘120%, zuzüglich 7,6 MWSt mit Möglichkeit des Bundes, die Tabaksteuer um, je nach Art der Ware, bis zu 300% zu erhöhen; siehe Art. 11 TStG ) als Lenkungsabgabe ausschliesslich der AHV und IV, so wie den EL zugute kommen. Ein grosser Teil „verschwindet“ in die Raucherprävention, wobei man vergeblich danach sucht, wie viel den einzelnen Nichtraucherorganisationen an Subventionen zukommen. Nichtraucherorganisationen, die sich übrigens mit wertlosen (so div. Besucher) Firmenkursen (1/2 Tag Fr. 500.–) eine goldige Nase verdienen und sich auch nicht scheuen, die Bevölkerung öffentlich zu Denunziantentum aufzurufen (siehe Webseite „pro aere“). Und um zu den Zahlen des Bundes zurück zu kehren: Die Einnahmen aus der Tabaksteuer betrugen 2009 2,19 Milliarden, 2008 2,16 Milliarden (man beachte den vom EDI behaupteten angeblich jährlichen Rückgang der Raucherzahlen!!!). Trotz dieser Einnahmen war das angeblich um die Gesundheit der Schweizer bemühten Parlamentes nicht willig, den Rauchern Raucherentwöhnungsmittel auf Kosten der Krankenkassen oder gar gratis abzugeben. Und gerade in dieser Frage halten und hielten sich die Krankenkassen immer diskret zurück, allerdings aus recht eigennützigen Gründen . Eine umfassende Studie der EU belegt nämlich, dass der „volkswirtschaftliche Schaden“ den Nichtraucher verursachen wesentlich höher ist, als derjenige der Raucher. Die Pflegekosten älter werdenden Menschen übersteigen um einiges die Pflegekosten durch raucherbedingte Krankheiten und diese, haben nun mal die Krankenkassen zu tragen.

    Nun, der Argumente für und gegen den Passivraucherschutz gäbe es noch viele. Wer sich mit der medizinischen Kontroverse befassen möchte, empfehle ich den Artikel von Daniel Schaaf (Zeit Online) „Medizinische Forschung im Dienste der guten Sache wird zur Farce“, da in diesem Bericht diverse Verweise angegeben sind. Und gerade diese Farce und Lügereien der Nichtraucherbefürworter bewegt mich dazu, der Initiative der Freien Schweizer Wirte zuzustimmen. Dies hat ebenso wenig mit Bestreitung der gesundheitlichen Folgen des Rauchens, als auch die Anerkennung, dass Nichtraucher sich durch Rauch belästigt fühlen können, zu tun. Dies hat vielmehr mit der Art und Weise der Vorgehensweise der Tabakgegner zu tun. Von Tabakgegner die behaupten, durch das Vorhandensein von Fumoirs gestört zu sein, von Tabakgegnern die glauben, mit rigorosen Verboten gegen den mehrheitlichen Volkswillen das Rauchen zu verbannen, von Tabakgegnern die unter dem Deckmantel der Gesundheitsförderung durchaus gewillt sind, vor allem ältere Leute von zum Teil einzigen noch verbleibenden Kontakt, nämlich vom Stammtisch, zu entfernen.

  3. Die Sache ist ganz einfach und daher fasse ich mich kurz. Die Freiheit des Einzelnen endet dort wo die Freiheit der anderen beginnt. Die Freiheit von Rauchern und Wirten endet dort wo es um die Gesundheit von Nichtrauchern, Gästen und Angestellten geht.

    Menschen, die in Gegenwart von Nichtrauchern rauchen sind rücksichtslose Egoisten, die zum Vergnügen mit dem Leben anderer Menschen spielen. Rauchverbote machen Sinn, denn von rücksichtslosen Egoisten kann man kein verantwortliches Handeln erwarten.

    Rücksichtslose Raucher, die in Gegenwart von Nichtrauchern rauchen sind vom Charakter her nicht besser als Alkoholiker, die mit 3 Promille im Blut ans Steuer eines Autos sitzen und mit Tempo 200 km/h durch eine Wohngegend rasen. Sie spielen leichtfertig mit dem eigenen Leben und, was noch schlimmer ist, mit dem Leben anderer Menschen.

  4. Das mit dem rauchen gegenüber Nichtrauchern sehe ich durchaus auch so . Dies unter der Einschränkung, das Gegenüber hat dagegen keinen Einwand (man kann ja, was ich bsp. immer tat, fragen). Allerdings kann ich mich nicht damit einverstanden erklären, dass Wirte in ihren eigenen Räumlichkeiten nicht selbst bestimmen dürfen, ob sie das Rauchen gestatten wollen oder nicht. Immerhin bestehen und bestanden schon vor den Raucherschutzgesetzen genügend Restaurants (meist Tea Rooms) in denen das Rauchen untersagt ist und war. Zudem kommt, und dies prangere ich am stärksten an, die Frage, was um Himmels Willen, haben denn Nichtraucher gegen Fumoirs, dass diese sich gegen Raucherstüblis derart auflehnen? Hier geht es doch längst nicht mehr um den immer behaupteten Nichtraucherschutz. Mit dieser Auflehnung gegen Raucherstübli wird doch ganz offensichtlich eine Abspaltung zwischen Rauchern und Nichtrauchern betrieben, die zum heutigen offenen Krieg wie bei keinem anderen Verbot geführt haben. Zudem, was den immer hervorgehobenen Schutz der Angestellten betrifft so sei festgehalten, dass Erhebungen gezeigt haben, dass 70% des Gastropersonals selber raucht. Und in der Tat, ich musste schon des öftern Servicepersonal im Fumoir darauf aufmerksam machen, dass sich im nichtrauchenden Teil des Restaurant Gäste befinden, die auf Bedienung warten.

    Was das spielen mit dem eigenen und dem Leben der andern betrifft darf ich auf meine vorgehende posts verweisen. Abgesehen davon, dass die Grösse von Fumoirs gesetzlich derart klein ausgefallen ist, dass die wenigen Raucherräume immer gefüllt sind, sehe ich eigentlich nicht ein, was Nichtraucher, die angeblich Angst um ihr Leben haben, dort zu suchen haben. Und das eigene Leben nun, dieses vergoldet sich doch der Staat jährlich mit zwei bis zweieinhalb Milliarden Franken Tabaksteuern. Dass es dabei nicht um die Gesundheit geht zeigt aber auch die Tatsache, wie der Bund mit der Finanzierung von Nikotinersatzmitteln umgeht. Und letztes darf ich noch darauf hinweisen, dass das Rauchen seit Menschen Gedenken erlaubt ist. Die Aenderung eines Suchtverhaltens, gerade bei langjährigen Rauchern, kann nicht von einem Tag auf den andern verlangt werden, ohne hierfür aktive Hilfe zu leisten. Dass aber der finanzielle Abriss (Tabaksteuern) an Rauchern und Rauchverbote keine aktive Hilfe ist, belegen sowohl die stagnierenden Raucherzahlen als auch die Tatsache, dass die heutige Situation zu einem offenen Streit zweier Gruppen geführt hat und mehr nicht.

    Nein, mein lieber Alexander Müller, mit Schlagwörtern wie Egoismus und Rücksichtslosigkeit greift Deine posts viel zu kurz. Dies gilt auch für den vielgehörten Einwand, „Das Gesetz bestimmt es nun so, basta!“ Wir haben heute zwei Initiativen die 2012 vor das Volk kommen und wie das Resultat danach aussehen wird, wissen wir nicht. Das Thema „Nichtraucherschutz“ ist noch lange nicht basta.

  5. Dass Wirte selbst in ihren eigenen Räumlichkeiten gewisse Regeln einhalten müssen versteht sich von selbst. Wirte betreiben ein Gewerbe und müssen wie alle anderen Gewerbebetreibenden auch gewisse Vorschriften in Bezug auf die Sicherheit ihrer Angstellten und Kunden sowie die Hygiene einhalten.

    Es ist gut, dass es Kontrolleure gibt, welche sich die Küche, die Lagerräume, die Lebensmittel und die allgemeine Hygiene in einem Restaurant anschauen und gegen Grüselwirte vorgehen. Es ist gut, dass es Vorschriften zur Sicherheit und zum Schutz der Gesundheit von Gästen und Angestellten gibt, die Wirte auch in ihren vier Wänden einhalten müssen.

    Heute sind die Eintrittsbarrieren für jemanden, der ein Restaurant betreiben will viel zu niedrig. Ich wäre für die Wiedereinführung des Wirtepatents. Dieses Wirtepatent müsste man Grüselwirten und Wirten, die mit der Gesundheit ihrer Angestellten und Gäste spielen wieder entziehen können.

  6. Das mit der Wiedereinführung des Wirtepatentes sehe ich auch so. Ebenso das Gesagte betreffend Grüselwirte. So viel mir bekannt ist, haben jedoch nicht alle Kantone das obligatorische Wirtepatent abgeschafft. Das alles hat allerdings nichts mit den exesiven Rauchervorschriften einzelner Kantone zu tun.

  7. Wie bereits gesagt, Wirte können in ihren Räumen nicht einfach schalten und walten wie sie wollen. Es gibt Vorschriften zum Schutz der Gesundheit von Gästen und Angestellten. Vorschriften zum Nichtraucherschutz gehören dazu. Nichtraucherschutz ist sinnvoll. Vernünftige Wirte sehen das ein.

  8. Nichts gegen Nichtraucherschutz. Der parlamentarische Vorstoss war deshalb auch richtig. Die Frage ist doch wohl eher die, geht es denjenigen die das durchgesetzt haben überhaupt um Nichtraucherschutz oder nicht doch vielmehr um Raucher zu diffamieren.

  9. Es geht ganz klar um den Nichtraucherschutz und um die Gesundheit. Hinter der Initiative Schutz vor Passivrauchen stecken die Lungenliga, Ärzte und Lungenärzte (Pneumologen).

    Anbei noch der Initiativtext:

    Art. 118a (neu) Schutz vor dem Passivrauchen

    ¹ Der Bund erlässt Vorschriften zum Schutz des Menschen vor dem Passivrauchen.

    ² Nicht geraucht werden darf in allen Innenräumen, die als Arbeitsplatz dienen.

    ³ In der Regel nicht geraucht werden darf in allen anderen Innenräumen, die öffentlich zugänglich sind; das Gesetz bestimmt die Ausnahmen. Öffentlich zugänglich sind insbesondere Innenräume von:

    a. Restaurations- und Hotelbetrieben;

    b. Gebäuden und Fahrzeugen des öffentlichen Verkehrs;

    c. Gebäuden, die der Ausbildung, dem Sport, der Kultur oder der Freizeit dienen;

    d. Gebäuden des Gesundheits- und des Sozialwesens sowie des Strafvollzugs.

    Ich unterstütze diese Initiative.

  10. eben, dass es überhaupt um den Nichtraucherschutz geht bestreite ich angesichts der in meiner ersten posts erwähnten Tatsachen.

  11. Es geht um den Nichtraucherschutz und um nichts anderes.

    Ist Ihnen noch nie in den Sinn gekommen, dass es Nichtraucher stören könnte, wenn sie von einem oder mehreren Rauchern zugequalmt werden? Das Problem beim Rauchen ist der giftige Rauch, der Leider nicht nur den Rauchern schadet.

  12. Natürlich habe ich mich mit dem Nichtraucherschutz auseinandergesetzt; vertieft sogar. Das zeigt wohl auch mein Eingangsvotum. Deshalb bin ich ebenfalls für einen Nichtraucherschutz. Aber was um Himmelswillen hat denn Nichtraucherschutz mit den exesiven Bestimmungen an Oertlichkeiten wie etwa Fumoirs zu tun, die für Raucher und nicht für Nichtraucher vorgesehen sind? Warum soll in Beizen 80m2 und noch weniger für 30 Raucher reserviert sein, derweil man 800m2 für die vielleicht drei Raucher zulässt? Und was ist mit all dem Geld, das man den Rauchern als angebliche Lenkungssteuer (???) *1) abnimmt und den Nichtraucherligen als Subventionen in den A…. schiebt, statt damit kostenlose Nikotinersatzmittel als echte Ausstiegshilfe anzubieten? Und was ist mit dem Volkswillen, der sich in allen Kantonen für Fumoirs aussprach, die aber durch Verordnungen und Reglemente (über die das Volk nicht abstimmen kann) ad absurdum geführt werden. Nein, für mich geht es nicht um den Nichtraucherschutz oder gar um den Willen, Raucher von ihrer Sucht zu befreien. Hier geht es um handfeste wirtschaftliche Interessen von Nichtraucherligen (Subventionen und Kurse) und den Initianten des „Nichtraucherschutzes“ als Vertreter der Pharma und Lieferantin von Nikotinersatzmitteln.

    *1) Lenkungssteuern sind dazu gedacht, die Besteuerten von einem unerwünschten Verhalten abzubringen. Die Erhöhung der Tabaksteuer wird zwar als solche „verkauft“ doch Tatsache ist, dass sie Folge einer verringerten Raucherzahl ist. Damit sollen die AHV/IV/EL nicht unter den schwindenden Raucherzahlen leiden. Zudem müssen die Kosten der Tabakprävention (inkl. Subventionen für die Nichtraucherligen) abgedeckt werden.

  13. „Ist Ihnen noch nie in den Sinn gekommen, dass es Nichtraucher stören könnte, wenn sie von einem oder mehreren Rauchern zugequalmt werden?“

    Ist es ihnen noch nie in den Sinn gekommen, dass Nichtraucher nicht gezwungen sind, in ein Restaurant zu gehen, das ihnen nicht zusagt? Niemand ist gezwungen, ein Restaurant zu besuchen, es gibt auch keinen Anspruch auf das Vorhandensein von Restaurants.

    „Das Problem beim Rauchen ist der giftige Rauch, der Leider nicht nur den Rauchern schadet.“

    Das ist zwar ein tolles Argument, aber es hält wissenschaftlichen Betrachtungen. Und der Begriff zugequalmt ist zwar populistisch, entspricht aber nicht der Realität (ich weiss allerdings nicht, in welchen Kneipen Sie sich herumtreiben). Wussten Sie, dass ein Rechaud (Fondue), ein Pizzaofen und selbst Kerzen auf dem Tisch wesentlich mehr ultrafeinen Staub erzeugen als Zigaretten? Und dieser Staub setzt sich aus den selben Verbrennungsprodukten zusammen wie bei jedem Erhitzen organischer Stoffe. Von den schädlichen Substanzen die sich in der Luft der Küche finden, ganz zu schweigen.
    Auf dem Weg zum Restaurant (zu Fuss in der Stadt oder im Auto), atmen Sie mehr „giftige“ Substanzen ein, als in einem gut belüfteten Restaurant. cristiano safado hat mit seiner Aussage absolut recht.

    „müssen wie alle anderen Gewerbebetreibenden auch gewisse Vorschriften in Bezug auf die Sicherheit ihrer Angstellten und Kunden sowie die Hygiene einhalten“

    Was Rauch mit Hygiene zu tun hat, müssen sie uns einmal erklären. Haben sie schon mal Räucherlachs oder geräucherten Schinken gegessen? Hier wird das Räuchern ja gerade aus hygienischen Gründen angewandt. Betrachten Sie Grillbratwürste als hygienisch unzulässig?

  14. Ach Ben, dann soll ich also jedesmal erst nachschauen gehen ob es im Restaurant einen Raucher hat ehe ich mich entscheide dort zu essen? Die Sache ist eigentlich ganz einfach, anständige Leute nehmen auf ihre Mitmenschen Rücksicht und rauchen nicht in der Öffentlichkeit.

    Mit der Wissenschaft müssen Sie mir ganz gewiss nicht kommen. Es gibt heutzutage keinen seriösen Wissenschaftler mehr, der ernsthaft bestreitet dass rauchen der Gesundheit schadet. Schauen Sie sich die Liste der Mediziner an, die hinter der Initiative „Schutz vor Passivrauchen(hier klicken) stehen. Es sind Fachärzte, also Wissenschaftler, die etwas vom Thema verstehen. Sogar der Starchirurg Prof. Dr. med. Thierry Carrel ist dabei!

    Zur Hygiene: Wenn die Haare und die Haut sowie die Kleider beginnen kebrig zu werden und nach Rauch zu stinken, dann ist das unhygienisch und grusig. Dasselbe gilt für Autos und Wohnungen, die wie ein Aschenbecher stinken. Auch im Büro nerven die Raucher. Wenn ein Raucher nach seiner regelmässigen Rauchpause (im Schnitt alle 45 Minuten eine Pause von ca. 10 Minuten) einen Fahrstuhl betritt, stinkt dieser anschliessend wie ein Aschenbecher. Als ob das alles nicht schon schlimm genug wäre, rauchen sie auch noch vor dem Eingang, auch bei Einkaufszentren und anderen öffentlichen Gebäuden. So dass Nichtraucher einen Spiessrutenlauf machen müssen wenn sie ein Gebäude betreten wollen. Das sollte man ebenfalls verbieten, den Platzspitz und den Letten hat man schliesslich auch geräumt.

  15. Ich erkenne, dass Sie vernünftigen Argumenten nicht zugänglich sind. Obwohl ich rauche, sind weder meine Haare noch die Haut klebrig. Wovon sollten sie es denn sein, der Rauch von verbrannten Pflanzenblätter enthält keine klebrigen Substanzen; über 75% des „Rauchs“ ist harmloser Wasserdampf. Ich will ja gerne zugestehen, dass dieser Geruch einigen Menschen unangenehm ist, mir geht es mit den Abgasen des Bus an der Haltestelle gleich.
    Aber Sie argumentieren ja mit wissenschaftlichen Argumenten und Gesundheitsschädigung. Sogar der Anruf von „Autoritäten“ (Thierry Carrel) muss herhalten. Hat Carrel bessere Daten als z.B. die Studie der EU, die keinen Nachweis erbringt, dass Passivrauch die Ursache von Lungenkrebs ist.

    Ihre ganze Argumentation basiert auf Ihrer ganz persönlichen Abneigung gegenüber Menschen, die nichts so leben und denken wie Sie:

    „rauchen sie auch noch vor dem Eingang, auch bei Einkaufszentren und anderen öffentlichen Gebäuden. So dass Nichtraucher einen Spiessrutenlauf machen müssen wenn sie ein Gebäude betreten wollen.“

    Zuerst wollen Sie alle Raucher aus den Gebäuden entfernen und dann regen Sie sich darüber auf, dass sich die Raucher vor der Tür versammeln.

    „Das sollte man ebenfalls verbieten, den Platzspitz und den Letten hat man schliesslich auch geräumt.“

    Wie oft gehen Sie denn an den Letten oder Platzspitz? Was stört Sie, was andere dort tun? Das erinnert allzu sehr an ähnliche „Räumungsaktionen“ im grösseren Stil, vor etwas mehr als einem halben Jahrhundert: schieben wir sie ab, diese unangenehmen und unnützen Zeitgenossen, diese Süchtlinge, diese Brut, rotten wir sie aus.

  16. Wie bitte, Passivrauchen soll nicht schädlich sein? Bitte anklicken und lesen!

    Man verbannt Raucher aus Gebäuden weil man rauchfreie Räume haben möchte. Man möchte rauchfreie Räume haben, da Rauch schädlich ist und stört. Logischerweise stört Rauch aber nicht nur in Räumen sondern überall dort wo er ist. Wenn ich in Gebäuden keinen Rauch möchte, dann möchte ich logischerweise auch im Eingangsbereich keinen Rauch zumal ich ja den Eingang benutzen muss, wenn ich das Gebäude betreten oder verlassen will.

    Passivrauchen stellt eine Gefahr für die Gesundheit dar. Die IARC hat das Passivrauchen im
    Jahr 2002 abschliessend als krebserregend deklariert. Passivrauchen kann bei exponierten Nichtraucherinnen und Nichtrauchern Lungenkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma und Infektionen der Atemwege verursachen. Neueste Forschungsarbeiten zeigen, dass bei Nichtraucherinnen und Nichtrauchern eine halbstündige Exposition im Passivrauch ausreicht, um das Herz vorübergehend zu schwächen.

    Es gibt kein Expositionsniveau, das unschädlich wäre. Das Risiko eines Hirnschlags ist bei Nichtraucherinnen und Nichtrauchern, die dem Passivrauch ausgesetzt sind, doppelt so hoch wie bei nicht Exponierten. Das Risiko von Lungenkrebs oder Herzinfarkt ist um rund 25% höher. Bei starker und vor allem bei regelmässiger Exposition, der zum Beispiel Angestellte im Gastgewerbe ausgesetzt sind, erhöht sich das Lungenkrebsrisiko gar um 100%. Schätzungen ergeben, dass in Deutschland jährlich mehr als 3’300 Personen an den Folgen des Passivrauchens sterben, hauptsächlich infolge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine Schätzung in einer europäischen Untersuchung zeigt, dass in der Schweiz jährlich etwa 1’000 Personen frühzeitig infolge des Passivrauchens sterben, davon etwa 260 Nichtraucherinnen
    und Nichtraucher. Zum Vergleich: Für das Jahr 2006 weist die Betäubungsmittelstatistik des Bundesamtes für Polizei 193 Drogentote in der Schweiz aus.

    (Quelle)

    PS: Die Befürworter der Raserinitiative flippen schon aus, wenn es weniger als 400 Verkehrstote pro Jahr gibt. Dass in der Schweiz aber jährlich etwa 1’000 Personen frühzeitig an den Folgen des Passivrauchens sterben soll man dann aber einfach so hinnehmen???

  17. Danke Herr Müller, dass Sie Ihrem letzten Beitrag noch ein Postskript hinzugefügt haben. Die 400 Verkehrstoten kann man tatsächlich zahlenmässig verifizieren. Zudem bestehen für jeden dieser tragischerweise verunglückten Menschen auch ein von einem Arzt unterzeichneten Todesschein.

    Die von Ihnen erwähnten 1’000 (diese Angabe stammt von NR Dr. Jean-Charles Rielle SP/GE. StR Prof. Dr. Felix Gutzwiller FDP/ZH kommt auf 400. Wie viele sind es nun?) toten Passivraucher existieren nicht. Es sind virtuelle Tote. Sie sind leider der Passivrauchlüge aufgesessen. Keiner der von Ihnen genannten Wissenschaftler ist in der Lage, den ätiologisch medizinischen Beweis zu erbringen, dass Passivrauch tödlich ist. Was jedoch inflationär von der WHO, dem BAG und der Lungenliga verbreitet wird, sind epidemiologische Studien mit rabulistischer Zahlenmagie. Die Epidemiologie ist nun leider aber eine mathematische Wissenschaft (Statistik). Ich glaube nur den Statistiken, welche ich selber chön gerechnet habe.

  18. „Die Befürworter der Raserinitiative flippen schon aus, wenn es weniger als 400 Verkehrstote pro Jahr gibt. Dass in der Schweiz aber jährlich etwa 1’000 Personen frühzeitig an den Folgen des Passivrauchens sterben soll man dann aber einfach so hinnehmen???“

    Definieren Sie zuerst einmal was ein Raser ist. Die meisten Unfälle geschehen in Agglomerationen, da wird wohl kaum gerast. Aber man kann zumindest die Anzahl der Verkehrstoten insgesamt zählen.
    Haben sie schon einmal eine Zählung von frühzeitigen Passivrauchtoten gesehen? Sind das die Leichen, die sich vor Raucherkneipen auftürmen?
    Und weshalb 1000 Passivrauchttote wenn das BAG von 300 spricht? Ist man sich bei der Diagnose vielleicht nicht so sicher? Wissen Sie überhaupt, wie diese Zahlen zustande kommen?

    „Die IARC hat das Passivrauchen im Jahr 2002 abschliessend als krebserregend deklariert.“

    Abschliessend? Jedenfalls kam die vom IARC durchgeführte Studie zu einem völlig anderen (Ab-)schluss:
    Betreffend Exposition an Passivrauch in Restaurants kommt die Studie zum Ergebnis:
    „The range of estimates for ETS exposure in public indoor settings such as restaurants (174 exposed case subjects and 454 exposed control subjects) was 0.24–2.32, with an overall
    estimate of 1.03 (95% CI 4 0.82–1.29). Analyses by duration of exposure did not suggest any consistent pattern for either of these two sources of exposure to ETS.“

    Demnach liegt die statistische Wahrscheinlichkeit für Lungenkrebs durch Passivrauch im Bereich von 0.82 und 1.29, was bedeutet, dass mit der selben Wahrscheinlichkeit auf einen Schutzeffekt als auch auf ein Gesundheitsrisiko geschlossen werden kann. Nichts Genaueres weiss man nicht, man hat die Nullhypothese bestätigt. Die Expositionsdauer scheint ebenfalls keinen Einfluss zu haben Studie

    Der renommierte Tabakologe Molimard verweist denn auch die Mär vom tödlichen Passivrauch ins Land der Fantasien.

  19. „Man möchte rauchfreie Räume haben, da Rauch schädlich ist und stört.“

    Ich verstehe natürlich, dass Sie sich zwei Türen offen halten möchten, aber sie zeigen damit, wie unehrlich Sie sind. Eigentlich stört es Sie, dass andere Menschen Genuss empfinden, wenn sie rauchen; das ist aber ihr rein persönliches Problem. Sie wissen natürlich, dass das nicht ausreicht, um ein Rauchverbot zu fordern. Also springen Sie auf den wissenschaftlichen Zug auf, von dem Sie allerdings weder den Zugführer noch die Wagenladungen kennen, geschweige denn, wie der Zug funktioniert. Hauptsache, der Zug fährt in die von Ihnen gewünschte Richtung.
    Einsteigen, Türen schliessen, der Zug fährt ab ….

  20. Offensichtlich habe ich es hier mit Verschwörungstheoretikern zu tun, die krampfhaft versuchen sich an jeden Unsinn, der von der Tabakindustrie verbreitet wird, zu klammern. Da ist Hopfen und Malz verloren, ich könnte meine Argumente ebensogut einer Betonwand erzählen.

    Prof. Dr. Gutzwiler ist Arzt und Ständerat, hat an der Havard University in Boston studiert und ist nicht einfach irgendein Clown. Dasselbe gilt für die Mediziner, welche zu den Initianten der Initiative „Schutz vor Passivrauchen“ gehören. Und das Bundesamt für Gesundheit ist ebenfalls seriöser als ein paar von der Tabakindustrie bezahlte Scharlatane und Wichtigtuer.

  21. Das war zu erwarten: Nach den Appel an die Autorität jetzt die Schuldzuweisung an die Tabakindustrie und diejenigen, die von ihr bezahlt werden.

    Prof. Dr. Michael Siegel ist Lehrer, Arzt und langjähriger Anti-Tabak-Advokat an der Boston University School of Public Health. Er hat unzählige Studien publiziert und als Experte in mehreren Prozessen gegen die Tabakindustrie mitgewirkt. Aber er schluckt nicht jede Pille und entlarvt vehement betrügerische Machenschaften und Lügen der Anti-Tabak-Bewegung:

    tobaccoanalysis (auch die Studie aus Graubünden wird erwähnt)

    „Dasselbe gilt für die Mediziner, welche zu den Initianten der Initiative “Schutz vor Passivrauchen” gehören“

    Ich habe nichts dagegen, wenn Ärzte vor den Risiken des Rauchens warnen, das gehört zu ihrem Aufgabenbereich. Wenn aber Ärzte kraft ihrer Autorität die Wissenschaft für politische Zwecke einsetzen oder sich für politische Zwecke einsetzen lassen, dann erwarte ich, dass sie sich mit der Wissenschaft auseinander gesetzt und sie kritisch überprüft haben. Dass das nicht erfolgt ist, hat sich aus der Korrespondenz ergeben, die ich mit einigen der Mitglieder des Initiativkomitees in den letzten Jahren geführt habe (Diethelm, El Fehri, Zellweger, Rielle und auch Gutzwiller).
    Zumindest bei zwei dieser Mitglieder besteht auch ein Interessenkonflikt: ihr Job hängt direkt davon ab, dass die Passivrauchlüge aufrecht erhalten bleibt.
    – El Fehri ist Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz und benutzt den Passivrauch als Hebel um Prävention zu betreiben.
    – Rielle ist Angestellter des Kantons Genf, davon zu 60% für CIPRET, eine Anti-Raucher-Bewegung unter dem Deckmantel der Tabak-Prävention, und erhält dafür ein Jahresgehalt von über 94’000. Seine Organisation wird vom Kanton mit jährlich fast einer Million finanziert. Ohne Passivrauch muss er sich einen neuen Job suchen, denn seine Prävention allein hat bisher nicht zum Erfolg geführt.

    In Anbetracht dessen ist das Gratisfeuerzeug, das mir der Verkäufer (nicht die Tabakindustrie) am Kiosk beim Kauf von Zigaretten spendiert, wohl eher ein Tropfen auf einen heissen Stein.

    Wenn Sie glauben, dass mit Ihren Argumenten Hopfen und Malz verloren ist, liegt das vielleicht an Ihren Argumenten, denen die Basis mangelt.

    Ich betone es noch einmal: Ich akzeptiere und respektiere Ihr Argument, dass Sie auf Tabakrauch allergisch sind. lassen Sie die wissenschaftliche Argumentation einfach weg, wenn Sie sich damit nicht ausreichend auseinander gesetzt haben.

    Ihre Abneigung gegen Tabakrauch ist aber kein Grund, den Rauchern nicht ein Lokal zuzugestehen, an dem sie ungestört rauchen dürfen. Da Sie dieses Lokal nie besuchen werden oder müssen, ist doch Ihr Problem gelöst. Was ist daran so schwierig zu verstehen?

  22. lassen Sie die wissenschaftliche Argumentation einfach weg, wenn Sie sich damit nicht ausreichend auseinander gesetzt haben.

    Ben, es ist lustig, dass ausgerechnet Sie das sagen. Die vorherrschende wissenschaftliche Meinung ist, dass Rauchen ungesund ist und auch Passivrauchen der Gesundheit schadet.

  23. Was ist „vorherrschende wissenschaftliche Meinung“? Was vorherrschende Meinung ist, weiss ich: man sucht sich diejenigen Personen aus, die eine bestimmte Meinung vertreten und erklärt dann diese Meinung zur vorherrschenden. Personen mit gegensätzlichen Meinungen berücksichtigt man nicht oder diskreditiert sie indem man behauptet, sie würden für ihre Meinung von reichen Industrien bezahlt.

    An Beispielen für wissenschaftlich nicht haltbare oder gar falsche vorherrschende Meinungen gibt es ausreichend:
    – das IPCC vertrat die vorherrschende Meinung, dass die Gletscher am Himalaja bis 2035 allesamt weggeschmolzen seien
    – der katholische Klerus vertrat die vorherrschende Meinung, die Sonne drehe sich um die Erde
    – die Gesundheitsbehörden vertraten die vorherrschende Meinung (oder fabrizierten die vorherrschende Meinung), dass nur Hunderte von Millionen von Impfdosen gegen die Schweinegrippe das Überleben der Menschheit garantieren können

  24. Unsinn Ben. Tipp: Besuchen Sie einmal die Ausstellung „Körperwelten“ von Gunther von Hagens und schauen Sie sich eine Raucherlunge an.

    Links sehen Sie eine Raucherlunge, rechts sehen Sie eine Nichtraucherlunge:
    RaucherlungeNichtraucherlunge

    Was meinen Sie wer besser atmen konnte?

  25. Ach Herr Müller, jetzt sorgen Sie sich auch noch um die Raucher. Dabei geht es Ihnen doch eigentlich nur darum, dass Sie Tabakrauch nicht leiden können, oder nicht? Aber um Ihr Ziel der Prohibition zu erreichen, ist Ihnen jeder Strohmann gut genug.

    Ich weiss nicht wie weit Ihre Anatomiekenntnisse gehen, aber Sie können uns sicher erklären, wie es kommt, dass die angeblichen Raucherlungen *aussen* schwarz sind. Wie kommt der Tabakrauch in die Brusthöhle?

    Offenbar sehen nur die Lungen aus Günther von Hagens Fantasiewelt so aus. In der realen Welt werden jedenfalls auch Lungen von Rauchern für Transplantationen verwendet. Das wäre wohl kaum möglich, wenn sie schwarz und unbrauchbar wären.

    „[Chris] Rudge [, national clinical director for transplantation] […] insisted that it mattered „far more“ if lungs were working properly than if they were from a smoker.

    „Lungs from a smoker can be working perfectly normally and be perfectly suitable for transplantation lungs from a non-smoker can not be working and not be suitable for transplantation,“ he told BBC Breakfast.

    „Surgeons have to make decisions – about four out of every five lungs that become available for transplantation are not used because they are not working well enough.

    „It is nothing to do with the history of the donor, it is whether the organ is working or not, whether it is going to produce a successful transplant or not, and, in this particular case, smoking isn’t the issue.“

  26. Es ist schade lieber Herr Müller, dass Sie ins selbe Fahrwasser geraten sind, wie das BAG sowie weitere Antitabakorganisationen und mit sog. Schockbildern punkten wollwn. Haben Sie das nötig?

    Man darf nämlich nicht dem Irrtum erliegen, die Schockbilder auf den Zigarettenpackungen seien etwa an die Raucher gerichtet. Weit gefehlt. Es geht da auch nicht darum, wie die WHO uns vorgaukelt, soziale Gruppen, die selten oder gar nicht lesen können, oder gar „aufklärungsresistenten gesellschaftlichen Gruppen“ (Zitat WHO) die Gefahren des Rauchens vor Augen zu führen. Nein – keineswegs. Diese Bilder haben Methode. Und zwar eine perverse und perfide Methode. Die WHO weiss, dass diese Bilder auch durch die Schaufenster der Tabakwarenläden zu sehen sind. Gezwungenermassen sehen die Bilder dann auch die Nichtraucher. Damit soll bei den Nichtrauchern Hass und Ekel gegen die Raucher erzeugt werden. Das Endziel der WHO ist ja schliesslich eine „tabakfreie Welt“ – also eine raucherfreie Welt. Um zu diesem Ziel der Endlösung zu gelangen, müssen die Raucher erst einmal stigmatisiert und zu randständigen Ekelmenschen degradiert werden. Somit soll bei der nicht rauchenden Bevölkerung langsam eine Pogromstimmung gegen diese todbringenden Raucher – diesem Abschaum der Menschheit – erzeugt werden. Erst dann kommt man dem erklärten Ziel – der Endlösung – näher.

    Parallelen dazu gibt es. Die vom Iran unterstützte Terrororganisation Hizbollah hat diese Methode schon lange entdeckt. Man will ja schliesslich den Staat Israel vernichten und die Israelis ins Meer treiben. Um die Anhänger aufzustacheln produziert man Videofilme, in welchen Juden kleine Muslime abschlachten, um mit deren Blut Matzót (ungesäuerte Brotfladen) zu backen.

    Oder man dreht einen abendfüllenden Spielfilm im Stil des Films „Zahras Blaue Augen“, den der staatliche iranische TV-Kanal Sahar-1 ausstrahlte. Darin lässt ein fiktiver israelischer Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten namens Yitzhak Cohen palästinensische Kinder entführen, um ihnen Organe zu entnehmen. Die blauen Augen des palästinensischen Mädchens Zahra, sind für Cohens blinden Sohn bestimmt.

    Erst wenn die Saat des Hasses und der Verachtung gegenüber den Rauchern aufgeht, kann man sich um die Rauchern auch „persönlich“ kümmern. Dann besteht auch ein Konsens in der Mehrheit der Bevölkerung für ein brachiales Vorgehen.

    Ich stelle mit Schrecken fest, dass die vom BAG und der WHO gesäten Samen, bei Ihnen bereits Früchte tragen.

  27. Es ist doch ganz einfach. Wenn sich einer neben mir Heroin fixt, dann beeinträchtigt das meine Gesundheit nicht, ist also ethisch gesehen in Ordnung. Wenn aber jemand neben mir raucht, dann schädigt er meine Gesundheit und deshalb ist diese Verhalten unethisch.

    Ganz einfach, oder nicht?

  28. „Wenn aber jemand neben mir raucht, dann schädigt er meine Gesundheit und deshalb ist diese Verhalten unethisch.“

    Wer den Rauch nicht verträgt, braucht sich ja nicht unbedingt neben jemand stellen, der raucht. Ich stelle mich am Gartengrill auch nicht dorthin, wo der Wind hinweht.

  29. @Stefan Mauerhofer: Es ist doch ganz einfach … niemand zwingt Sie in ein Lokal zu gehen, in dem der Rauch sie stört. Sie würden doch auch nicht in ein Lokal gehen, in dem Ihnen das Essen nicht schmeckt.
    Und was halten Sie von dieser Aussage: wenn jemand neben mir einen Benzin- oder Dieselmotor betriebt, dann schädigt er nicht nur meine Gesundheit sondern auch mein Klima.

  30. Vivendi, Arbeitgeber müssen ihre Mitarbeiter vor Gefahren und schädlichen Umwelteinflüssen schützen.

    Ein Beispiel: Auch auf dem Bau müssen sich Arbeiter an die Sicherheitsvorschriften halten. Es ist dabei egal ob sie das wollen oder nicht. Es wird Zeit, dass auch Gastwirte Rücksicht auf ihr Personal und die Mehrheit der Gäste, die nicht rauchen, nehmen. Bereits ein einziger Raucher in einem Lokal kann das Raumklima nachhaltig verschmutzen und die anderen Anwesenden in ihrer Gesundheit beeinträchtigen.

    Ich wäre dafür, dass man die Krankenkassenprämien für Raucher massiv erhöht. Raucher schaden sich und der Gesellschaft.

  31. Alexander Müller, wer hilft Ihnen über die Strasse? Wer schützt Sie vor den schädlichen Umwelteinflüssen des Strassenverkehrs, vor dem Feinstaub der Weihnachtskerzen und des Fondue-Rechauds? Tragen Sie im Auto Sicherheitsgurten nur deshalb, weil es das Gesetz vorschreibt?

    In anderen Worten: wieviel Eigenverantwortung sind Sie bereit (oder fähig) zu übernehmen? Wer zwingt Sie, sich zu Rauchern zu gesellen, obwohl Sie überzeugt sind, dass Passivrauch tödlich ist? Soviel eigene Entscheidung ist doch wohl zumutbar, oder nicht?

    Auch wenn Sie es aus persönlichen Gründen nicht wahrhaben wollen: Passivrauch ist harmlos, selbst Raucher überleben ihn.
    Dailymail

  32. Vivendi, auf Eigenverantwortung kann man in einer Gesellschaft nur dann setzen, wenn sich die Leute eigenverantwortlich und rücksichtsvoll verhalten.

    Im Strassenverkehr gibt es Verkehrsregeln. Wenn ich über die Strasse gehe, vertraue ich darauf, dass sich die anderen Verkehrsteilnehmer an diese Regeln halten.

    Leider haben viele Raucher keinen Anstand und handeln selbstgerecht und rücksichtslos. Hier braucht es Regeln, welche die Nichtraucher vor den Rauchern schützen.

    Ohne Gesetze gäbe es in den meisten Lokalen Tabakstinker (=Raucher). Nichraucher wären dann gezwungen in verqualmten Buden zu essen, wenn sie auswärts essen wollen. So geht das natürlich nicht. Es kann nicht angehen, dass sich eine Mehrheit dermassen von einer kleinen renitenten Minderheit belästigen und in der Lebensqualität beeinträchtigen lässt. Gesetzliche Regelungen sind daher notwendig.

    Passivrauchen ist nicht harmlos. Erzählen Sie nicht so einen Unsinn. Sie beleidigen damit die Intelligenz der Leser.

  33. Die Raucher bezahlen jährlich über 2,6 Milliarden an Tabaksteuer. Dieses Geld geht zum Teil an die AHV, zum kleineren Teil an die Tabakprävention des Bundes und als Subventionen an Nichtraucherorganisationen. Schon ganz zu Anfang kippte Couchepin Vorschläge, dass Nikotinersatzmittel (Ziban, Champix) von den Krankenkassen übernommen werden, respektive auf Kosten der Einnahmen aus der Tabaksteuer kostenlos an Personen abgegeben werden, die mit dem rauchen aufhören wollen. Damalige Begründung Couchepins: Wer aufhört zu rauchen, der kann das Geld für Nikotinersatzmittel aufwenden. Das tönt an und für sich vernünftig, wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wäre. Mit diesen Nikotinersatzmitteln hört man nämlich nicht sofort auf zu rauchen, sondern allmählich. Das heisst, es fallen Kosten für Nikotinersatzmitteln (ca. Fr. 300.– bei Ziban) und für Zigaretten an. Ein Raucher mit z.B. Ergänzungsleistungen wird sich dies nicht leisten können. Viele Rentner mit EL rauchen bereits auf Kosten des Kostgeldes; d.h. sie leben in doppelter Hinsicht ungesund. Dies wusste auch Couchepin, das weiss heute auch Burkhalter der nichts tut, diese Situation zu ändern. Im Gegenteil, als Gegner der Sozialkassen, der in erster Linie Interesse hat, diese an die Wand zu fahren, verfügte Burkhalter eine weitere Erhöhung des Zigarettenreises um 20 Rappen auf den 1. Januar 2011. Diese als „fiskal- und gesundheitspolitisch vernünftige Politik“ verkaufte Erhöhung soll jedoch nicht mehr der AHV zugute kommen, sondern der allgemeinen Bundeskasse zur Sanierung des Bundesaushalts. Die NZZ titelte deshalb am 24.09.2010 unter Zigaretten werden teurer auch „Sanierung des Bundeshaushalts auf dem Buckel der Raucher“ (Zigaretten werden teurer). Wenn es um jährlich 50 Millionen geht, kann man natürlich von einem FDP-Vertreter ja auch nicht erwarten, dass damit Sozialkassen unterstützt werden, geschweige dann dieses Geld für echte Gesundheitsvorsorge, zum Beispiel mit einer Gratisabgabe von Nikotinersatzmitteln, eingesetzt wird.

  34. Raucher neigen dazu Studien falsch (in ihrem Sinne) zu interpretieren, die Rechte von Nichtrauchern zu verkennen, andere Probleme als wichtiger darzustellen, die Einnahmen durch die Tabaksteuer hervorzuheben und die Kosten des Rauchens für das Gesundheitswesen zu verharmlosen oder zu verschweigen. Sie stellen sich gerne als selbstlose Sozialisten dar, die mit der Tabaksteuer einen Beitrag an die Bundeskassen leisten und durch ihr, statistisch gesehen, früheres Ableben die AHV entlasten. In Wahrheit sind Raucher Drogensüchtige, deren Drang nach dem Stoff zu einem gewissen Beschaffungsdruck sorgt. Andere Drogensüchtige, deren Drogen nicht legal sind, neigen zur Beschaffungskriminalität.

  35. @Alexander Müller

    So so, Raucher neigen dazu, Studien falsch zu interpredtieren. Dann schauen Sie doch bitte mal eine posts an, die ich heute morgen andernorts geschrieben habe. Danach können wir ja mal über die diversen Interpretationsformen, respektive über die mathematische „Begabung“ diverser Bundsräte und Aemter diskutieren:

    Der für Raucher betrüblichen Mitteilung, dass der Bundesrat aus fiskal- und gesundheitspolitischen Gründen den Zigarettenpreis per 1.01.2011 wiederum um 20 Rappen erhöht, folgte kurz zuvor die „erfreuliche“ Nachricht des Bundesamtes für Gesundheit, dass die Raucherzahlen wiederum gesunken sind. Mit dieser Mitteilung folgt Burkhalter den Weg von Couchepin, mit getürkten Statistiken das Volk vom Erfolg der Nichtraucherkampagnen des Bundes zu überzeugen. Tatsache ist folgende: In der neusten Statistik wurden 14 bis 16-jährige eingerechnet, obwohl für unter 16-jährige ein Tabakverkaufsverbot (ab 2012 in der ganzen Schweiz, heute nur in einigen Kantonen, für unter 18-jährige) besteht. Mit dieser Berücksichtigung von 14 – 16-Jährigen (über die man diskutieren kann) sinkt natürlich der prozentuale Anteil der noch rauchenden ganz beträchtlich. Doch dem nicht genug. In der Statistik ebenfalls nicht berücksichtigt, wurde die stärkste Gruppe der Raucher, nämlich die über 65-jährigen. Als FDP-Bundesrat darf man natürlich AHV-Rentner nicht mehr unter die Lebenden zählen, will man die AHV überzeugend an die Wand fahren. Allerdings, um diese abzuzocken, sind die für Burkhalter nicht mehr existenten über 65-jährigen durchaus noch recht willkommen.

  36. Nur eine kurze Frage, Herr Müller:

    Warum wird der Tabak nicht verboten?

    Wirte müßten keine Umbauten finanzieren, nicht bankrott gehen, Kellnerinnen würden nicht entlassen, das Parlament könnte sich echten Problemen zuwenden, die angeblichen Mehrkosten der Raucher verschwänden von selbst, die 1000 Tabakrauchtoten gäbe es plötzlich nicht mehr, die Gelder für die pharmaseitigen Studien, Vereine und staatlich eingebundenen Journalisten wären gespart und es müßten auch keine lächerlichen Umfragen mehr gemacht werden. Alle Angestellten würden bis in alle Ewigkeit nur noch gesunde Arbeitsplätze vorfinden. – Dennoch wir Tabak nicht verboten.
    Also, weshalb nicht?

  37. Carolus, ein Tabakverbot bringt genausowenig wie ein Alkoholverbot oder ein Verbot von harten Drogen. Konsumiert wird trotzdem. Ich bin zudem für den eigenverantwortlichen Umgang und gegen die Bevormundung von Erwachsenen. Erwachsene Leute sollen selber wissen was gut für sie ist solange sie damit anderen nicht schaden.

    Nochmals, weil es wichtig ist: „Solange sie anderen damit nicht schaden.“ Darum geht es! Das ist das Entscheidende.

    Genauso wie es beim Alkohol eine Promillegrenze für Autofahrer gibt, muss man beim Konsum von Tabak und Rauchwaren auch Schutzmassnahmen für Nichtraucher treffen. Darum geht es mir.

    Es müsste eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass in Räumen, in denen sich Nichtraucher befinden, nicht geraucht wird. Da es immer wieder rücksichtslose Leute gibt, die in der Gegenwart von anderen Leuten rauchen ohne zu fragen ob es die anderen stört, braucht es gesetzliche Regelungen. Es wäre eine Zumutung, wenn man die Nötigung und gesundheitliche Beeinträchtigung von Nichtrauchern durch Raucher einfach so tolerieren würde.

    Das wegen Rauchverboten Kellnerinnen entlassen werden ist ein Unsinn. Das Leeren von Aschenbechern ist schliesslich nicht die einzige Aufgabe von Kellnerinnen und zudem gehen die meisten Leuten nicht wegen dem Rauchen in ein Lokal. Die meisten Leute gehen in ein Restaurant weil sie dort etwas essen wollen. Sie gehen in eine Bar weil sie dort etwas trinken wollen und Gesellschaft suchen. Zigaretten kann man auch zuhause auf dem Klo rauchen. Dazu braucht man keine Gesellschaft.

  38. Also wenn ein Tabakverbot deiner Meinung nach „nichts bringt“, dann bringen logischerweise auch alle andren Verbote nichts und dann ist es obsolet, überhaupt etwas zu verbieten.

    Dann frag ich mal anders rum, da es ja „nichts bringt“: Weshalb legalisieren wir nicht Cannabis, Haschisch, Kokain, Heroin, Morphium, Valium, Vicodine und was es sonst noch so auf dem Markt der Drogenbarone gibt?

    Carolus Magnus

  39. Hallo Carolus, ich halte nichts von Verboten im Sinne der Prohibition. So gesehen bin ich im Sinne von Milton Friedman durchaus für eine Legalisierung von Drogen.

    Allerdings und das ist mein Punkt, bin ich für flankierende Sicherheitsmassnahmen zum Schutz von Unbeteiligten. So macht es Sinn, dass Fahren in angetrunkenem Zustand (Promillegrenze) oder unter Drogen strafbar ist. So macht es Sinn, dass der Verkauf von Alkohol, Tabak und allgemeinen Drogen an Minderjährige untersagt ist. Genauso macht es Sinn, dass man Vorkehrungen zum Schutz von Nichtrauchern trifft.

    Ich bin also für Eigenverantwortung und den Schutz vor Leuten, die sich nicht eigenverantwortlich verhalten können. So sehe ich das.

  40. Weiter oben schreibst du: »Zigaretten kann man auch zuhause auf dem Klo rauchen. Dazu braucht man keine Gesellschaft«. Sind das die von dir avisierten flankierenden Maßnahmen? Das tun die „Heroin-Junkies“ doch schon heute!

    Auch schreibst du, daß das Gastgewerbe keine Einbußen erfahren wird. Denkst du, die Schweiz werde hier eine Ausnahme sein? Meiner Ansicht nach wird es eine Abwanderung an die Massentröge von McDonalds & Co. geben und die Stammtischkultur wird aussterben. Bei McChicken ¬ Co. war von Anbeginn Alkohol und Tabak verboten. Der Wirt hat selbst entscheiden dürfen und es funktioniert. Warum soll es nun plötzlich nicht mehr funktionieren, indem man von draußen an einem Kleber erkennen kann, Rauchen erlaubt oder Rauchen verboten?

    NTD-TV: Kneipensterben in Great Britain seti 1. Juli 2007 (Einführung Rauchverbot und Biersteuererhöhung)
    The Fall of the UK Pub

    Carolus Magnus

  41. Ach Carolus, Carolus, was Drogensüchtige aus ihrem Leben machen ist letztlich deren Sache. Hauptsache sie belasten mit ihrer Sucht nicht noch andere, unbeteiligte und unschuldige Menschen. Darum gehts.

    Das Gastgewerbe lebt nicht von den Rauchern. Raucher sind eine Minderheit. Wer im Gastgewerbe Geld verdienen will sollte sich die Mehrheit als Zielgruppe aussuchen. Je mehr Gäste er hat, desto höher der Umsatz und je besser die Qualität des Angebots, desto besser sind die Chancen auf eine hohe Gewinnmarge, da ein gutes Angebot eine Auswirkung auf die Nachfrage und den Preis des Angebots hat.

    Zu Mc Donalds
    Der Erfolg von Fastfood-Ketten wie Mc Donalds hat nichts mit den Rauchverboten zu tun. Viel mehr mit der Schnellebigkeit unserer Zeit und dem weltweit einheitlichen Angebot.

    Zur Pub-Kultur
    Die Pub-Kultur in England ist grossartig. Man kann dort nach der Arbeit mit Arbeitskollegen ein gutes Bier trinken und das erst noch ohne dem grässlichen Tabakgestank ausgeliefert sein zu müssen. Ist doch super.

    Ich hoffe, dass die Krankenkassen demnächst Riskioprämien für Raucher einführen. Raucher sollten meiner Ansicht nach mindestens 100% mehr Prämien zahlen. Dafür könnte man die Prämien für Nichtraucher senken. Das wärs. Wie ich gelesen habe, wird in der EU der Druck auf Raucher weiter erhöht. Es ist zu hoffen, dass die Schweiz hier nachzieht oder besser noch eine Vorreiterrolle übernimmt.

  42. Hast das englischsprachige Video verstanden? Sind dir die Zahlen der Beer & Pub Association ein Begriff? Sie sind alle öffentlich zugänglich. Etwas Recherche genügt. Und wann beantwortest du meine Frage in bezug auf deine Vorstellungen von „flankierenden Maßnahmen“?

    Carolus Magnus

  43. Ich bin zudem für den eigenverantwortlichen Umgang und gegen die Bevormundung von Erwachsenen. Erwachsene Leute sollen selber wissen was gut für sie ist solange sie damit anderen nicht schaden.

    Also, entweder „eigenverantwortlicher Umgang“ oder „Bevormundung“. Diese zwei Pole schließen sich gegenseitig aus. Wir leben noch immer in einer bipolaren Welt.

    Wofür entscheidest du dich?

  44. Carolus, ich kann Englisch wenn du das meinst. Habe das CAE-Certificate. Ich habe mir den Film jedoch nicht angeschaut und die Zahlen der Beer & Pub Association sind mir kein Begriff. Damit kann ich jedoch leben, denn was bitteschön hat das mit der Schweiz zu tun?

    Eigenverantwortung und Bevormundung schliessen sich überhaupt nicht gegenseitig aus. Es gibt Leute, die sich eigenverantwortlich verhalten und solche, die das nicht tun. Diejenigen, die das nicht tun können bzw. nicht tun, muss man an die Hand nehmen und führen. Jeder ist im Rahmen der Gesetze frei, solange er sich an die Gesetze hält und z.B. keine Bank überfällt. Wer meint, er müsse eine Bank überfallen, braucht sich nicht zu wundern wenn er früher oder später im Gefängnis (Zuchthaus) landet und dort bevormundet wird. Genauso verhält es sich auch mit rücksichtslosen Rauchern. Die muss man zwingen die Rechte von Nichtrauchern zu respektieren. Eigenverantwortung heisst nämlich, dass man die Konsequenzen für sein Handeln tragen muss. Wer nicht hören will, der muss fühlen. Wer das Gesetz bzw. die Rechte anderer nicht respektiert, muss mit Sanktionen rechnen.

  45. Du stellt dich auf die sichere Seite der Mehrheit, ohne eigene Überzeugung – nicht mal Fragen beantwortet du und nennst dein Blog auch liberal. Auf die Seite derer, die nichts mehr hinterfragen, sondern nur noch wie das Negerli auf dem Opferstock in der Kirche kopfnickend nicht nur Ja sagen, sondern gleich auch noch am Hype um den Hoax partizipieren. Bist du alt und müde geworden, oder einfach faul? Was weiter oben der Ben Palmer schreibt, entspricht voll und ganz dem Stand der heutigen Wissenschaft. Das BAG weiß es, die Lungenliga weiß es, doch man will es einfach durchzwängen und hält das Volk für dumm. Du hingegen weißt nichts besseres als auf fundierte und anerkannte Fakten zu antworten als:

    Müller: Offensichtlich habe ich es hier mit Verschwörungstheoretikern zu tun, die krampfhaft versuchen sich an jeden Unsinn, der von der Tabakindustrie verbreitet wird, zu klammern. Da ist Hopfen und Malz verloren, ich könnte meine Argumente ebensogut einer Betonwand erzählen.

    Was offenbart, daß du dich mit der Materie weder auseinandergesetzt hast, noch dich darin auskennst. Somit versteckst du dich hinter dem indoktrinativen BAG und den Werbesprüchen der Pharmaindustrie, welche ihre Äußerungen einzig dazu verbreiten, um Menschen wie dich und mich in unehrenhafter Absicht zu verängstigen, in Wut gegen eine Minderheit zu versetzen, gegen andere aufzuhetzen. Und du reagierst und funktionierst wie vorgesehen mit der Präzsion eines Pawlowschen Hundes, so wie es von dir erwartet wird.

    Wir alle wissen, daß dies ein heikles Thema ist, weil der politisch korrekte Konsens es uns allen vorschreibt und keiner sich gerne gegen die Mehrheit exponieren will, außer einigen wirklich mutigen, kritischen, wahrheitssuchenden Menschen. Du scheinst nicht dazu zu gehören. Schade! Denn ich weiß, daß auch du mindestens zehn verschiedenen wichtigen Minderheiten angehörst, wie jeder Mensch. Spätestens dann, wenn auch diese peu à peu auf dieselbe fiese Art und Weise verfolgt werden, geht dir vielleicht ein Lichtlein auf. Doch dann wird es zu spät sein, denn du bist nicht am Puls der Zeit, der die Auswirkungen extrapolieren kann oder will, denn es gibt keine Aktion ohne Reaktion (Actio est Reactio), sondern du hängst bequem deine Fahne gefährlich fahrlässig in den gerade vorherrschen Wind.

    Müller: Die Sache ist eigentlich ganz einfach, anständige Leute nehmen auf ihre Mitmenschen Rücksicht und rauchen nicht in der Öffentlichkeit.

    Völlig richtig, gerade deshalb wurden Kneipen und Restaurants ja überhaupt eingeführt, um nicht in der Öffentlichkeit zu rauchen. Es geziemte sich für eine Dame nicht, auf der Straße zu rauchen – in Bars und Restaurants hingegen schon. Nur lockende Liebesdienerinnen rauchten in der Öffentlichkeit, weil Rauchen erotisch ist. Wobei wir bei der schleichenden Enteignung des bürgerlichen Besitzstandes wären – oder bei der stetigen Expansion des öffentlichen Raumes.

    Demokratie ist keine Diktatur der Mehrheit – Philosophin Ágnes Heller:
    China, das mehr Dollars besitzt als die USA, praktiziert nur auf der politischen Ebene den totalen Staat, mit Bioterror – der Politik, dass eine Frau nur ein Kind haben darf – und dem Einparteiensystem, der totalen Partei ohne Opposition. Ökonomisch hat sich China aber im großen Stil dem Kapitalismus geöffnet. Diktaturen funktionieren auch mit einem freien Markt und erfassen nicht unbedingt jede Nische des Privatlebens. So war es etwa in Hitler-Deutschland, in Argentinien, in Griechenland oder im Irak, so verhält sich das heute im Iran oder in Syrien. Das totalitäre Nordkorea ist eine atypische Ausnahme. Diktaturen sind auf alle Fälle nichts Mittelalterliches, sondern Phänomene der Moderne.

    Wikipedia – Der Tocqueville-Effekt:
    Als Tocqueville-Effekt bezeichnet man ein Phänomen in der Soziologie bzw. der Sozialpsychologie. Es geht darum, daß Revolutionen nicht dann ausbrechen, wenn die Repression am schärfsten ist, sondern wenn das Regime sich bereits gemildert hat und zu Reformen bereit ist, die Unzufriedenheit sich also risikoloser äußern kann. So im Falle des von Tocqueville analysierten Ancien Régime unter Ludwig XVI. (Frankreich) und im Ostblock nach der Entstalinisierung durch Nikita Chruschtschow (1956) sowie 1989-91 nach der Perestroyka unter Michail Gorbatschow. Zitat: „Die Regierung, welche durch eine Revolution vernichtet wird, ist fast stets besser als ihre unmittelbare Vorgängerin. Die Erfahrung lehrt, daß der gefährlichste Augenblick für eine schlechte Regierung gewöhnlich derjenige ist, in dem sie sich zu reformieren beginnt.“

    Man wird es irgendwann der jüngeren Generation erklären müssen: Rauchen war einmal eine Frage der Etikette, nicht des Gesetzbuches. Es muß so um 1995 gewesen sein, daß in Europa auf Schulhöfen, Universitäten, Bahnhöfen und Flughäfen, in Büros und Zügen selbstverständlich geraucht wurde. Und in Kneipen gehörten Zigaretten sowieso dazu. Kunde von Tabak-Ächtungen kam damals zwar von jenseits des Atlantiks, wurde aber als uramerikanischer Spleen abgetan. Zehn Jahre später ist auch Europa kaum noch wieder zu erkennen und man reibt sich die Augen. Es entstand der Begriff des Gesundheitsfaschismus.
    Link

  46. Um noch Deine Frage zu beantworten:

    Carolus, ich kann Englisch wenn du das meinst. Habe das CAE-Certificate. Ich habe mir den Film jedoch nicht angeschaut und die Zahlen der Beer & Pub Association sind mir kein Begriff. Damit kann ich jedoch leben, denn was bitteschön hat das mit der Schweiz zu tun?

    Es hat mit der Schweiz insofern etwas zu tun, als dass ich dir diesbezüglich eine direkte Frage stellte. Es hat mit der Schweiz zu tun, weil du der Annahme bist, die Gastronomie werde nun von Nichtrauchern gestürmt, die zuvor nur des Qualmes wegen nicht in die Kneipe gingen:

    ex Beitrag Müller: Dem widerspricht eine Studie der Universität Lugano. Diese zeigt, dass die Auswirkungen des Rauchverbots im Kanton Tessin positiv sind. Die Akzeptanz bei Wirten und Angestellten ist hoch.

    und

    Magnus: Auch schreibst du, daß das Gastgewerbe keine Einbußen erfahren wird. Denkst du, die Schweiz werde hier eine Ausnahme sein?

    Hier noch ein Gedanke in bezug auf Bevormundung. Hast du noch ein Sexualleben oder spielst du schon Golf 🙂

    Link

  47. Carolus, ich bin sehr wohl liberal, habe allerdings durchaus auch ein soziales Bewusstsein. Von rücksichtslosen drogensüchtigen Egomanen halte ich nicht viel.

    Zu deinem folgenden Zitat:

    Du stellt dich auf die sichere Seite der Mehrheit, ohne eigene Überzeugung – nicht mal Fragen beantwortet du und nennst dein Blog auch liberal. Auf die Seite derer, die nichts mehr hinterfragen, sondern nur noch wie das Negerli auf dem Opferstock in der Kirche kopfnickend nicht nur Ja sagen, sondern gleich auch noch am Hype um den Hoax partizipieren. Bist du alt und müde geworden, oder einfach faul?

    Zu solchen Aussagen kann ich nur den Kopf schütteln. Dass ich eine eigene Meinung habe beweise ich ja wohl mit meinen Blogbeiträgen und Kommentaren. Ausserdem kämpfe ich seit den 1990er Jahren gegen egoistische Raucher. Ich arbeitete 1998 bei der Swisscom in Lausanne und teilte das Büro mit drei Rauchern. Eine Raucherin sass mir direkt gegenüber und eine weitere Raucherin im Büro war die Chefin. Ich habe mich beschwert, weil ich den Rauch nicht ertrug und mich durch Rauch belästigt fühlte. Worauf sich die Raucher von mir angegriffen fühlten und sich uneinsichtig zeigten. Die waren ernsthaft der Ansicht, dass ich in der Minderheit sei und mich der Mehrheit im Büro zu beugen hätte. Da bin ich zur Abteilungsleiterin gegangen und habe dafür gesorgt, dass das Problem angegangen wird. Inzwischen hat in der Gesellschaft zum Glück ein Lernprozess stattgefunden. Inzwischen ist das, wofür ich damals gekämpft habe, Standard. Ich bin davon überzeugt, dass inzwischen auch bei meinem ehemaligen Arbeitgeber, der Swisscom, ein anderes Regime herrscht. Wenn du mich nun einen Mitläufer nennst, kann ich darüber nur lachen. Ich war wohl eher ein Vorkämpfer und fühlte mich damals wie ein einsamer Rufer im Wald. (Bin ich teilweise auch heute noch.) Das war damals überhaupt nicht einfach, insbesondere deshalb weil auch viele Vorgesetzte Raucher waren und sich ausser mir niemand wehrte!!! Zudem war ich noch ein Ostschweizer in der Westschweiz und damals bereits SVP-Sympathisant (inzwischen natürlich Mitglied)! Mag mich noch über die Diskussionen über Blocher, die EU, den Islam usw. mit den Kollegen in der Westschweiz erinnern. Die SVP war damals in der Westschweiz noch kaum vertreten und verpönt! Eine Mitarbeiterin war eine säkulare Muslima aus Afghanistan, sie hat übrigens nicht geraucht. War eine nette Frau.

    Anbei ein Foto, welches ich heute am Arbeitsplatz aufgenommen habe. Es zeigt das meinem Büro gegenüber liegende Gebäude. Es dürfte sich dabei um ein Gebäude der Credit Suisse handeln. Wie man sehen kann, haben dort eindeutig Raucher ihre dreckigen Spuren hinterlassen. Sowas ist einfach eine Schweinerei, die zeigt wie einige Raucher mit fremdem Eigentum umgehen und die Umwelt verschmutzen.

    Typisch Raucher

    Die haben einfach die Zigis unterhalb des Fensters ausgedrückt und dann die Kippe auf das Fenstersims unterhalb des Fensters geworfen. Das ist gut erkennbar an der schwarzgrauen Asche an der Wand und am Haufen mit den ausgedrückten Kippen unterhalb des Fensters. Oft sieht man auch im Eingangsbereich von Bürogebäuden Zigarettenkippen. Eine Schweinerei ist das. Den Dreck dürfen dann andere beseitigen.

  48. Ja, es ist tatsächlich eine Schweinerei!

    Hast du noch nie Besteck von Fixern gefunden? Soweit sind wir also bereits. Das ist genau das Resultat dieser totalitären Einstellung Rauchern gegenüber. Raucher müssen heute im Versteckten rauchen, weil übertriebene Verbote sie daran hindern, einen Aschenbecher zu gebrauchen. 40% Erwachsene rauchen, aber die Lungenliga und du wollen 100% rauchfreie Kneipen! Das hat nichts mehr mit Nichtraucherschutz zu tun, sondern vielmehr mit diktatorischen Gelüsten. Ich weiß nicht, ob du gelegentlich auch auf meiner Seite reinschaust, so wie ich es bei dir tue, aber diesen Beitrag des Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin, Dr. med. Jörg Gölz trifft den Nagel auf den Kopf – und die SVP unterstützt mehrheitlich diese absolute Intoleranz Rauchern gegenüber auch nicht, soviel ich weiß.

    Der allgemeine Gesundheitswahn hat das Denkvermögen weggespült

  49. Carolus, hast du beim Rauchen schon einmal an die Nichtraucher gedacht, die sich in deiner unmittelbaren Nähe aufgehalten haben? Ist dir schon einmal in den Sinn gekommen, dass der Rauch, den du beim Rauchen in die Umgebung abgibst, andere Menschen belästigen könnte?

    Ich war heute in einem Festzellt (Oktoberfest in Zürich). Es war herrlich, weit und breit kein Tabakstinker in Sicht. Das war richtig angenehm und weisst du was? Das Zelt war trotzdem voll. Das beweist einmal mehr, dass das Rauchverbot guten Gastwirten in Bezug auf den Umsatz nichts anhaben kann. Die Leute freuten sich auf das gute Essen und das Bier, welches dort serviert wurde. Ich habe niemanden gesehen, der sich im Bierzelt darüber beklagt hat, dass er nicht rauchen kann. Die Stimmung war fröhlich und gut.

    Zur SVP, ich bin SVP-Mitglied und gelegentlich auch Delegierter bei kantonalen Zusammenkünften der SVP-ZH. Es sind lange nicht alle SVP-Mitglieder gegen Rauchverbote. Die SVP ist eine Volkspartei. Wie im Volk sind auch viele SVP-Wähler und SVP’ler wie z.B. Nationalrat Christoph Mörgeli Nichtraucher. (Soll jetzt nicht heissen, dass er für Rauchverbote ist. Wie er dazu steht weiss ich nicht. Meine Position ist klar, siehe meine Texte.) Die Vertreter der SVP-nahen IG-Freiheit sollten einfach auch einmal an die Freiheit der Nichtraucher denken. Die beginnt nämlich dort wo jene der Raucher endet.

  50. Und wer bestimmt, wo die Freiheit der Raucher endet und die des Nichtrauchers beginnt? Ist es nicht vielmehr eine Verschiebung der Grenzenlosigkeit vom Raucher zum Nichtraucher? Vielerort waren bereits Rauchverbote in den 1970ern. Kino, Tram, Bus, Nichtraucherabteile in Zügen (Raucherabteile gönnt man heute den Rauchern auch nicht mehr, sie werden vom Reisen ausgeschlossen), Amtstuben, Kirchen, Klöster, uvam.

  51. @Alexander Müller

    Eine Vermischung von Nikotin- und Drogensucht ist im Moment eine politisch heikle Sache. Bekanntlich hat sich das Parlament darauf geeinigt, dass die Einnahme von Drogen wie Canabis und dergleichen aus dem StGB gestrichen und (allenfalls) in einem Bussenkatalog aufgenommen werden soll. Es ist davon auszugehen, dass gewisse Drogen nun bald einmal „frei“ werden. Das verdanken wir in erster Linie den Linken, die sich vehement für den angeblichen Nichtraucherschutz einsetzen und sich kompromisslos hinter die NR-Organisationen stellen. Doch zu glauben, dass dies aus reiner Nächstenliebe geschieht ist sicherlich falsch. Ich tendiere zu behaupten, dass mit den Drogen das gleiche geschehen wird, wie mit dem Tabak. Laufend Steuererhöhungen zu gunsten irgend einer Kasse, vermutlich der allgemeinen Bundeskasse, wie dies mit der Tabaksteuererhöhung auf den 1.01.2001 vorgesehen ist. Und da liegt erhebliches Abzockpotential drinnen, denn „Drögeler“ werden froh sein, nicht mehr wegen eines Joints vor Gericht erscheinen zu müssen; sie werden still und ruhig bleiben. Dies im Gegensatz zu den Rauchern, die darum kämpfen, ihre notabene abgezockte Feiheit nicht zu verlieren. Darum bin ich nach wie vor der Ansicht, es geht nicht um Nichtraucherschutz, es geht nicht um Gesundheit, es geht ausschliesslich um staatliche Abzockerei.

  52. Carolus, Rauchen ist ungesund, das weiss inzwischen jedes Kind. Ausser notorischen Rauchern, die sich selber belügen und Verschwörungstheoretikern, die den Durchblick vermissen lassen, bestreitet dies heute niemand mehr.

    Folglich ist es nur konsequent, wenn man Nichtraucher vor dem ungesunden Rauch der Raucher schützt. Die Freiheit des Rauchers endet dort wo es um die Gesundheit von anderen Menschen geht.

    Christian Safado, Nikotinsucht ist eine Drogensucht, denn Nikotin ist eine Droge. Die Frage ob ein Raucher süchtig ist oder nicht lässt sich ganz einfach beantworten. Einer der ohne physische Symptome und psychischem Verlangen einfach mit dem Rauchen aufhören kann ist nicht süchtig. Die unzähligen Raucher aber, die versuchen mit Hypnose, Therapien, Medikamenten Nikotinkaugummi, Nikotinpflaster, Kautabak und Aufenthalten in Entzugskliniken etc. aufzuhören sind eindeutig süchtig. Denn die können nicht mehr ohne körperliche Symptome (Entzugserscheinungen wie Nervosität, Schweissausbrüchen, Zittern, Unwohlsein, Depressionen usw.) und psychischem Verlangen (Träumen von einer feinen Zigi, schwach werden sobald man einen anderen Junky im Rausch sieht usw.) aufhören.

    Beim Alkohol kann man das auch gut sehen. Ein Genussmensch geniesst den Alkohol als Aperitiv oder als Beilage zu einem feinen Essen und vielleicht noch in Form eines Schnäppschens zum Dessert. Oder ein Bierchen vor dem TV oder in der Kneipe. Der Alkoholkranke hingegen braucht den Alkohol um seine Symptome zu bekämpfen. Dem ist es egal wie schlecht der Fusel ist, Hauptsache Alkohol. Das ist der Unterschied zwischen Krankheit und Genuss. Bei Kranken besteht eine Art Zwang zum Konsum. Deshalb sind Raucher auch oft rücksichtslos. Wenn sie eine Zigarette Rauchen müssen, weil ihr Körper und ihre Psyche danach verlangen, ist es ihnen scheissegal ob sich in der Nähe ein Nichtraucher aufhält. Das ist das Problem. Süchtige sind Sklaven ihrer Sucht, mit Freiheit hat das nichts mehr zu tun.

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