Iran: Islamistisches Terror-Regime am Wanken?

Von Alexander Müller veröffentlicht am 15. Juni 2009 | 5.058 mal gesehen

Hübsche Iranerin , bald ohne Kopftuch?

Die Auseinandersetzung zwischen dem islamistischen Terror-Regime und den Reformkräften im Iran spitzt sich zu. Nach dem Wahlsieg des vom islamistischen Wächterrat favorisierten bisherigen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, protestierten zahlreiche meist junge und gebildete Iraner gegen dessen Wahl. Die Anhänger des unterlegenen Kandidaten Mir-Hossein Mussawi werfen Achmedinedschad und seinen Getreuen Wahlbetrug vor.

Der mächtigste Mann im Iran, der geistliche Ayatollah Ali Chamenei rief die Bevölkerung zunächst auf das Abstimmungsresultat anzunehmen. In einer Fernsehbotschaft freute er sich über den Wahlausgang, sprach von einem „göttlichen Bescheid“ und liess verlauten, dass sich das Volk nun hinter Ahmadinedschad stellen solle.

Doch offenbar sind grosse Teile des iranischen Volks nicht mehr so schnell bereit den Aufrufen des iranischen Sprachrohrs Gottes zu gehorchen. Die Auseinandersetzung ist eskaliert und es gab Tote. Das islamistische Regime ist nun eindeutig in der Defensive. Wenn es durchgreift und die Proteste der Reformkräfte brutal niederknüppelt, wird es in der Bevölkerung einen Vertrauensverlust erleiden. Ein solcher Vertrauensverlust könnte die Machtbasis des Regimes bröckeln lassen. Es bräuchte letztlich nur noch eine entschlossene Kraft, die dem Regime den Todesstoss verpasst.

Wäre es möglich, dass Reformkräfte wie einst die Islamisten eine Revolution einleiten können? Wäre es möglich, dass pro westlich orientierte intelligente Menschen eventuell mit Hilfe des Westens in der Lage sind das religiöse Regime im Iran zum Teufel zu jagen? Sehen wir den Anfang vom Ende des islamistischen Gottesstaats im Iran? Sehen wir die Geburt eines neuen und modernen Persiens? Schön wärs. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten. Wir werden sehen was geschieht.

Für mich ist klar, wenn das iranische Volk die Schnauze vom islamistischen Terror-Regime und dessen Aushängeschild dem Holocaust-Leugner Mahmud Achmedinedschad wirklich gestrichen voll hat, kann es das Terror-Regime zu Fall bringen und die Ayatollahs zum Teufel jagen. Es ist letztlich eine Frage des Willens und der Entschlossenheit.

Iran: Islamistisches Terror-Regime am Wanken?
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5 Gedanken zu „Iran: Islamistisches Terror-Regime am Wanken?“

  1. Das wäre schon schön, wenn gleich der ganze Gottesstaat zu Fall gebrach werden könnte. Ein kleiner Trost, aber zumindest ein Trost wäre es, wenn nur Ahmedinejad abtreten müsste, der rest aber bleiben würde. Aussenpolitisch würde sich dabei zwar praktisch nichts ändern, in der Haltung zu Israel und zum Atomprogramm, aber mehr können die Iraner wahrscheinlich momentan auch noch nicht fordern. Dass unter Mussawi die Sittenwächter abgeschafft werden sollen, wäre zumindest ein Anfang. Man spürt aber, dass sie mehr wollen, ansonsten würden sie jetzt nicht ihr Leben aufs Spiel setzen.

  2. Drei unabhängig voneinander wirkende US-Geheimdienste und die in jüdischer Hand befindlichen Massenmedien scheinen ihre Wirkung nicht zu verfehlen . . . .

  3. @Konservativer

    Du liegst falsch mit deinen Verschwörungstheorien. Das hat weder etwas mit Geheimdiensten noch etwas mit Massenmedien zu tun.

    Die Leute werfen Ahmedinedschad und seinen Anhängern Wahlbetrug vor und sind enttäuscht. Sie haben genug von der religiösen Unterdrückung und der Missachtung fundametalster Menschenrechte. Seit 1979 (islamische Revolution) sind nicht mehr soviele Menschen auf der Strasse gewesen. Es ist an der Zeit, dass sich im Iran etwas ändert.

    Die Bilder die man auf Youtube etc. sieht werden von Anhängern der Reformbewegung ins Netz gestellt. Sie zeigen die brutale Gewalt, mit welcher die Handlanger des Terror-Regimes, die Polizei und dessen freiwilligen Miliz, gegen die Demonstranten vorgehen.

  4. Ein Aufstand gegen die Regierung wie in anderen Ländern auch. Demonstrationen gegen die Regierung kennen wir auch in Europa. Diesbezüglich nichts Neues.
    Zudem gibt es im nahen Osten Länder, die wesentlich restriktiver den Islamismus durchsetzen. Ich denke insbesondere an Saudiarabien. Hier wäre ein Aufschrei notwendig, denn Saudiarabien ist die fürchterlichste Diktatur überhaupt, die das Wort „Menschenrechte“ nicht kennt. Weshalb berichtet man nicht über dieses Land? Weshalb marschiert man nicht dort ein oder finanziert „Aufständische“ durch das CIA, so, wie es zur Zeit in Syrien geschieht?
    Wieso nicht?
    Aber klar – wo das Geld regiert, da schaut man weg.

  5. Lieber Pit Rorschach, das sehe ich anders als du. Die Proteste im Iran wurden blutig niedergeschlagen, es kamen Demonstranten zu tode (einige wurden erschossen!) und zahlreiche weitere Demonstranten wurden aus politischen Gründen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Ein solches Vorgehen kennt man von Diktaturen und Regimen, die ihr Volk unterdrücken.

    Auch Saudi-Arabien ist in der Tat ein Land, welches aufgrund zahlreicher Menschenrechtsverletzungen kritikwürdig ist. Deshalb habe ich auch schon darüber berichtet.

    http://www.dailytalk.ch/saudi-arabien-lasst-75-jahrige-frau-auspeitschen/

    http://www.dailytalk.ch/saudi-uber-die-ehe-mit-minderjahrigen/

    http://www.dailytalk.ch/religionsfreiheit-in-islamischen-laendern/

    Siehe auch diesen Film:

    http://www.youtube.com/watch?v=o-jXwi_QEgI

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