Erneut Pogrom gegen Christen in Kairo

Von Alexander Müller veröffentlicht am 9. Oktober 2011 | 2.336 mal gesehen

In Kairo demonstrierten heute mehrere tausend Christen gegen konfessionelle Gewalt. Die ägyptische Armee ging mit äusserster Gewalt gegen die Demonstranten vor. Laut einem christlichen Priester wurden mehrere Demonstranten von einem Armeefahrzeug überfahren. Andere Opfer wiesen Schusswunden auf.

Hintergrund der Demonstration war die Brandstifung an einer Kirche in der Region Assuan und die zunehmende Gewalt gegen Christen in Ägypten. Die Kirche wurde von Muslimen angezündet, nachdem der örtliche Gouverneur erklärte, dass das Gotteshaus ohne behördliche Genehmigung errichtet worden sei.  Seit Monaten mehren sich in Ägypten Angriffe auf Christen. (Quelle: sda)

Nach Mitternacht zogen Menschengruppen durch Strassen in der Innenstadt von Kairo und griffen Fahrzeuge an, in denen sie christliche Passagiere vermuteten. (Quelle)

Vor der Eroberung und Islamisierung durch islamische Truppen im Jahr 642 n.Chr. war Ägypten ein christliches Land. Die christlichen Kopten sind die ursprüngliche Bevölkerung Ägyptens. Heute sind sie eine Minderheit im eigenen Land.  Ihr Bevölkerungsanteil beträgt noch rund 10% von 80 Millionen Einwohnern. Bewilligungen für christliche Kirchen werden kaum erteilt. Immer wieder kommt es zu Übergriffen auf Christen und ihre Kirchen. Auch ausländische Christen wurden bereits Opfer von islamistischem Terror. Im Jahr 1997 wurden bei Luxor 68 Personen, darunter 36 Schweizer, kaltblütig ermordet. Die Mörder waren Mitglieder der Terrorgruppe al-Dschamaʿa al-islamiyya (islamische Gruppe).

Erneut Pogrom gegen Christen in Kairo
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2 Gedanken zu „Erneut Pogrom gegen Christen in Kairo“

  1. vor Christis Geburt war Ägypten ein jüdisches Land oder sogar noch früher herrschte dort eine Religion, die mehrere Götter verehrte….

    böse böse muslimische Truppen, die 642 einmaschiert sind.

    Die Schweizer waren übrigens vor der Reformation alles Katholiken. Die Reformation war alles andere als friedlich.

    böse böse Reformanten.

    Die muslimische Bevölkerung in der Schweiz beträgt nicht mal die Hälfte von 10%. Bewilligungen für Minarette werden hier gar keine verteilt.

    Und Terrorgruppen ist nicht equivalent mit einer ganzen Bevölkerung. Du magst es schliesslich auch nicht, wenn man gewalttätige Rechtsradikale mit Euch SVP-lern gleichsetzt, oder?

    Und übrigens, ich bin sicher, Deine Partei gehört zu den ersten, die allfällige christliche Flüchtlinge nicht in unser Land lassen würden…

  2. Aber Pipi, was erzählen Sie da für einen Unsinn. Ägypten war nie ein jüdisches Land. Es gab zu Moses Zeiten Juden, die sich als Gastarbeiter (oder Sklaven) in Ägypten aufhielten und mithalfen schöne Bauwerke, die wir heute besichtigen können, zu erstellen.

    Später wurde Ägypten von meinem Namensvetter erobert und hellenisiert. Nach dem Tod meines Namensvetters wurde dessen Riesenreich unter seinen Generälen in Diadochenstaaten aufgeteilt. Generalissimo Ptolemaios nahm Ägypten unter seine Fittiche. Seine Familie herrschte bis zum Selbstmord von Kleopatra über Ägypten. Dann übernahmen die Römer, den einstigen Vasallenstaat Roms. Im römischen Reich verbreitete sich dann das Christentum. Der Mittelmeerraum (rund ums Mittelmeer) blieb bis zur Islamisierung christlich. Zum Glück gelang es Karl Martell bei Tours und Poitiers in Frankreich die muslimischen Truppen zu stoppen. Sonst würden wir womöglich heute alle nach Mekka beten. Westrom wurde übrigens von nicht integrierten Ausländern zerstört. Das waren zum einen Germanen, die sich nicht romanisieren lassen wollten und Hunnen, die zum Plündern und vergewaltigen gekommen waren. Natürlich ist der Untergang Westroms auch auf ein Versagen auf römischer Seite zurück zuführen. Da gab es unfähige Politiker (wahrscheinlich Linke, die die Zeichen der Zeit nicht erkannt hatten und die Milizarmee in ein Söldnerheer mit germanischen Soldaten umwandelten) und Feldherren, die sich gegenseitig bekämpften. Nachdem die Barbaren dann die antike Hochkultur in Westeuropa zerstört hatten, kam das Mittelalter. Das oströmische Reich existierte dann noch bis 1453 weiter. 1453 wurde mit der Eroberung der christlichen Stadt Konstantinopel (Istanbul) der Rest des öströmischen Reichs durch Muslime zerstört. Danach wurde die Sophienkirche im heutigen Istanbul in eine Moschee umgewandelt. Inzwischen ist die Hagia Sophia ein Museum, weil sich die türkische Regierung weigert das christliche Gotteshaus, welches älter als der Islam ist, an die Christen zurück zu geben. Man müsste dann natürlich die Minarette sprengen, die die Kirche heute umgeben und verunstalten.

    Meine Partei setzt sich sehr wohl für verfolgte Christen ein. Siehe hier!

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