Der Knabe mit der Knarre

Von Alexander Müller veröffentlicht am 16. April 2012 | 5.985 mal gesehen

Die Weltwoche sorgte in der linken Szene unlängst mit dem folgenden Coverbild für künstliche Aufregung.

Sonntags-Blick Chefredaktor Hannes Britschgi war besonders über dieses Bild empört. Ihm zufolge war damit eine Grenze überschritten worden, die niemals hätte überschritten werden dürfen. Herr Britschgi scheint vergessen zu haben, dass sein Arbeitgeber, der Blick, regelmässig Grenzen überschreitet, die nicht hätten überschritten werden sollen.

Inzwischen sollen bereits mehrere Anzeigen von künstlich empörten Gutmenschen gegen die Weltwoche eingegangen sein. Aber was ist an diesem Bild eigentlich so besonders? Ich hatte in meiner Kindheit auch öfters mal eine Käpslipistole in der Hand, zumindest wenn ich mit meinen Freunden Räuber und Poli oder Cowboy gegen Indianer spielte. Das Bild ist ja noch nichteinmal einzigartig. Anbei noch so ein Bild, welches ich in den Weiten des WWW gefunden habe:

Ob ich jetzt wegen diesem Bild auch Ärger bekomme???

Der Knabe mit der Knarre
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4 Gedanken zu „Der Knabe mit der Knarre“

  1. Herr Mueller, Sie haben wieder einmal voellig Recht mit Ihrer Ansicht. Ein Grossteil von politischen und journalistischen Kreisen sind fuer gewoehnlich Sterbliche nicht mehr fassbar. Sich aufzuregen, dass eine Zeitung Berichte schreibt, die Tatsachen entsprechen, muesste die Zunft der Schreiberlinge und Politiker eigentlich befluegeln. Das Gegenteil ist der Fall.

    Die Romas selbst muessten sich eigentlich fragen, weshalb sie in Europa einen dermassen schlechten Ruf geniessen und Gegenmassnahmen treffen, genau wie jeder einzelne Mensch, wenn er merkt, dass ihn Menschen in seinem Umfeld nicht moegen. Nicht den Splitter in den Augen der anderen sehen, sondern den eigenen Balken, heisst es doch irgendwo und das wurde schon vor 2000 Jahren geschrieben…Leider ist auf dem alten Kontinent der Zeitgeist vom unsaeglichen Stil der politischen Korrektheit gepraegt, der am liebsten alles unschoene von Menschengruppen lieber unter den Teppich wischt und damit den echten Begriff „Rassismus“ zur voelligen Farce verkommen laesst.

  2. An dem Bild kann ich jetzt so auch nichts aussetzen, wie Sie schon sagen die meisten Kinder haben mal eine Pistole als Spielzeug. Um so schäbiger ist es ein Bild so aus dem Kontext zu reißen um billig eine Verbindung zu krimmineller Erziehung zu schaffen. Ich vermute, dass es tatsächlich nicht dazu käme, ein Bild eines Fett gefressenen Jugendlichen in Verbindung mit schlecht erzogen Gören, die aus Langeweile kriminell werden, als Tietelbild zu finden. Obwohl auch das der Realität genauso na lommt wie krimminelle Zigeuner. Mittlerweile braucht es aber anscheinen dieses Hauruckverfahren um sich wieder mal ins Rampenlicht zu befördern. Ich mag es einfach nicht, wenn die Presse versucht mit Angst zu arbeiten, das unterminirt einfach objektiv zu handeln. Genauso leuft es mit dem rechten „Terror“ in Deutschland. Da begehen mal ein paar Beknackte Serienmorde und schon tut die Presse so als würden über all Rechte Schläferzellen exsitiren. So wird dann eine Meinung geschaffen, die der Politik wieder Raum gibt die Freiheit von Rechtschaffenen Bürgern oder wenigsten denen, die vielleicht mal zu schnell fahren oder einen Joint Rauchen dafür aber nimanden schaden, zu beschneiden.

  3. Ich fand das Bild einfach nur sehr schlecht gewählt. Das Ziel war hier doch einfach billige Publizität zu erlangen. Wenn mehr über das Bild, als über den Inhalt diskutiert wird, dann hat die Zeitung doch etwas falsch gemacht. Weiter teile ich die Ansicht von Alexander nicht. Es ist eben nicht ein normales Bild eines Knaben mit Karre. Sondern eines, dass eher negative Emotionen schürt. Ob jetzt der Artikel recht hat oder nicht, hat mit der Diskussion über das Bild nichts zu tun und darf nicht vermischt werden.

  4. Lieber Yves, die Aufgabe eines Coverbildes ist es Aufmerksamkeit für ein Thema zu erregen. Das ist gelungen und somit ist es ein gutes Bild, denn es hat seinen Zweck erfüllt. Im übrigen muss auch eine Bürgerliche Zeitung das Recht haben sich auf die Medienfreiheit berufen zu dürfen. Die Medienfreiheit gilt nicht nur für linke Revolverblätter! Deshalb sollten sich gerade Blick-Redaktoren mit ihrer lächerlichen Kritik zurückhalten.

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