Sind Zürcher Oberstaatsanwälte Plauderi?

Von Alexander Müller veröffentlicht am 26. März 2012 | 2.758 mal gesehen

Blick-Redaktor Hannes Britschgi nahm in der heutigen Talk-Täglich Sendung Obstaatsanwalt Martin Bürgisser in Schutz. Martin Bürgisser plauderte vergangenen Freitag in einem Pub über den Fall Blocher und äusserte sich dabei laut Medienberichten abfällig über Blocher, Mörgeli und die SVP.  Britschgi betonte, dass Bürgisser ja gar nicht für die Causa Blocher zuständig sei. Das mag stimmen. Denn für die Untersuchung gegen Christoph Blocher scheint Oberstaatsanwalt Andreas Brunner zuständig sein. Das ist der Oberstaatsanwalt, der gerne in der Sendung 10vor10 über die laufende Untersuchung gegen Blocher plaudert.

Was sind das eigentlich für Oberstaatsanwälte, die es nötig haben, in der Öffentlichkeit über eine laufende Ermittlung zu plaudern? Ist die Zürcher Staatsanwaltschaft ein Larifari-Betrieb? Ich habe langsam so meine Zweifel an der Kompetenz dieser Leute.

Plaudernde Oberstaatsanwälte?

Martin Bürgisser: Plauderte am Wochendene in einem Pub über die Untersuchung gegen Blocher. Dafür hat er sich in einem Brief inzwischen entschuldigt.

Andreas Brunner: Plaudert gerne in der Sendung 10v10 über die Untersuchung gegen Blocher, die er offenbar leitet.

Vielleicht sollten diese beiden Herren einfach mal ihren Job machen und Ermittlungs-ergebnisse erzielen ehe sie sich an die Öffentlichkeit wenden. Ihre öffentlichen Kommentare führen zur Vorverurteilung von Christoph Blocher. Diese erinnert eher an Lynchjustiz als an ein rechtstaatliches Verfahren.

Sind Zürcher Oberstaatsanwälte Plauderi?
Artikel bewerten

Ein Gedanke zu „Sind Zürcher Oberstaatsanwälte Plauderi?“

  1. Ein Oberstaatsanwalt Brunner der in der SF Sendung 10vor10 sagt, dass man davon ausgehen könne, dass relevantes Material sichergestellt worden sei, macht keine gute Falle. Denn das angebliche Beweismaterial darf vorerst noch gar nicht untersucht werden. Zumindest bis die Sache mit der Immunität geklärt ist. Woher will er also wissen was er sagt? Für mich ist das ein Verbreiten von Gerüchten und Behauptungen, die dem Ansehen eines Beschuldigten schaden. Das ist Lynchjustiz via Massenmedien! Der Oberstaatsanwalt soll nicht öffentlich spekulieren und Gerüchte verbreiten, er soll seinen Job machen und dann Resultate präsentieren!

Kommentare sind geschlossen.