Burka-Verbot

Von Alexander Müller veröffentlicht am 11. Mai 2010 | 6.334 mal gesehen

BurkaEin Burka-Verbot wäre sinnvoll. Dabei ist es irrelevant wie viele Frauen in unserem Land mit einer Burka herumlaufen. Es geht um zentrale Werte unserer westlichen Gesellschaft, die es zu verteidigen gilt. Es geht um die Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann, Menschenwürde und Menschenrechte.

Die Burka wird hauptsächlich in ländlichen Gebieten Pakistans und Afghanistans getragen. Diese Gebiete sind von einer frauenfeindlichen patriarchalen Gesellschaft geprägt. Das Gedankengut fanatischer Fundamentalisten wie der Taliban findet dort Anklang. In den übrigen islamischen Ländern kommt die Burka kaum vor. Das zeigt, dass das Tragen einer Burka keine allgemein gültige islamische Vorschrift sein kann. Die Burka ist vielmehr Ausdruck der Herrschaft bzw. des Besitzanspruches eines Mannes gegenüber „seiner“ Frau.

In den Gebieten, in welchen Frauen eine Burka tragen müssen, dürfen sich diese nur ihren Männern und nahen Verwandten ohne Verhüllung zeigen. Sie dürfen das Haus nur mit Erlaubnis des Ehemannes und mit Burka verlassen. Weil man die Identität und die Gesichtszüge einer Frau, die unter einer Burka steckt nicht sieht, kann man auch keine Beziehung mit ihr Aufbauen. Das bedeutet, dass diese Frau ausser ihrem Ehemann und den nahen männlichen Verwandten in ihrem Leben kaum Freundschaften zu anderen Menschen mit männlichem Geschlecht aufbauen kann. Hinter der Burka steckt also eine besitzergreifende, frauenfeindliche und menschenverachtende patriarchale Gesinnung. Mit einem Burka-Verbot kann das Schweizer Stimmvolk sein Missfallen gegenüber dieser Gesinnung zum Ausdruck bringen. Das ist in einer Zeit, in welcher der UNO-Menschenrechtsrat jegliche Islamkritik als Rassismus abtut wichtig. Zumal Frauen in islamischen Ländern immer noch massiv diskriminiert und benachteiligt werden.

Wer in der Diskussion um ein Burka-Verbot von westlicher Intoleranz und Islamfeindlichkeit spricht, der lenkt von der massiven Frauendiskriminierung in islamischen Ländern ab. Befürworter eines Verbots wollen diese Diskriminierung nicht in die Schweiz importieren. Wer in unserem Land leben will, der hat unsere Gesellschaftsordnung zu respektieren.

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