Ulrich Wickert, der diskriminierte JUDE

Von Alexander Müller veröffentlicht am 1. April 2013 | 11.269 mal gesehen

In einem Interview soll Ulrich Wickert einmal gesagt haben, dass er Atheist ist. Umso mehr erstaunt ein Plakat, auf welchem er sich als Jude bekennt. Das Plakat ist Teil einer am 21. März 2013 gestarteten Kampagne des Vereins «Gesicht Zei­gen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V.»

JUDE_Ulrich-Wickert

Ich gehe jetzt einmal nicht davon aus, dass Ulrich Wickert vom Atheisten zum Juden geworden ist. Viel eher vermute ich, dass die Kampagne auf Schwindel und Täuschung beruht, was fragwürdig ist. Zu diesem Schluss komme ich, nachdem ich auch die anderen bis dato publizierten Plakate der Kampagne gesehen habe. Denn auch diese beruhen ganz offensichtlich auf unzutreffenden Angaben:

Kampagne

Ich finde die Kampagne schlecht. Was ist, wenn jemand zwar etwas gegen Ulrich Wickert hat, jedoch nichts gegen Juden? Die Verantwortlichen der Kampagne hätten lieber einen verfolgten Christen für ihr Plakat genommen. Das wäre besser gewesen als Privilegierte und Prominente zu nehmen, die sich als etwas ausgeben, was sie nicht sind. Ich habe kein Plakat der Kampagne gefunden, auf welchem sich jemand als Christ bekennt! Ein Christ wäre zum Thema Diskriminierung, Verfolgung und Unterdrückung passender gewesen. Denn es werden weltweit wesentlich mehr Christen verfolgt, diskriminiert und unterdrückt als es Juden gibt. Es gibt etwa 14 Millionen Juden auf der Welt, demgegenüber stehen etwa 100 Millionen verfolgte Christen! (Quelle)

Christenverfolgung

Das Christentum ist heutzutage die am meisten verfolgte Religion! (Quelle) Deshalb wäre ein Plakat mit einem bekennenden Christen passender. Es sollte sich dabei um ein Plakat mit einem „echten“ Christen handeln. In Frage käme zum Beispiel ein koptischer Christ.

Möglicherweise haben die Verantwortlichen der Kampagne jedoch bewusst auf die Abbildung echter Verfolgter verzichtet. Das hätte nämlich Anlass zur Diskussion darüber gegeben wer wen verfolgt und diskriminiert. Aber vielleicht haben das jene, die prominent in Szene gesetzt wurden, verhindert. Letztlich dürfte die Kampagne vor allem den abgebildeten Prominenten zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen. Das dürfte aber nicht das Ziel der Kampagne sein.

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Ulrich Wickert, der diskriminierte JUDE
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3 Gedanken zu „Ulrich Wickert, der diskriminierte JUDE“

  1. Diese Kampagne klingt in der Tat nach einem Aprilscherz. In Deutschland und Europa wird keine Religion wirklich verfolgt. Auch keine Juden und keine Muslime. Gut, ein paar Roma vielleicht und ein paar zu laute Salaifsten die ihre eigene Religion wie Volksgruppe in Mißkredit bringen. Vielleicht noch ein Ergodan aus der Türkei, der seine deutschen Türken auffordert hier Unruhe zu stiften. Aber ernsthafte Verfolgung? Nein. Da werden deutsche Rentner in der Grundsicherung schon von Deutschen mehr verfolgt. Na, und die Christen außerhalb Europas sowieso. Dabei war der arabische Raum einst im Wesentlichen chrisltich geprägt. Na, so vor 600 n. Chr. Bis die arabische Eroberung auf der Suche nach den „grünen Auen“ anfing. Siehe auch das Buch: Index – verbotene Bücher . „Märchen aus tausend und einer Nacht“ im Verlag epubli.de (Holzbrink) Also meine Bekenntnis: ich bin evangelischer Christ, bekenne mich zur christlichen Soziallehre wie ich auch Europäer deutscher Herkunft bin. Und das ist gut so!

  2. Herr Kaltenböck, laut Report Mainz werden auch in Deutschland Christen verfolgt. Wenn die Morde an Konvertiten in Deutschland genauso medial aufbereitet würden wie z.B. die NSU-Morde, dann wüssten Sie wahrscheinlich davon.

    1. Herr Rainer Kaltenböck, wie schön Sie es beschreiben, ich zitiere: Dabei war der arabische Raum einst im Wesentlichen chrisltich geprägt. Na, so vor 600 n. Chr. Bis die arabische Eroberung auf der Suche nach den “grünen Auen” anfing. So in 50 Jahren kann man das gleiche über Europa schreiben. Der Vormarsch des Islam ist in Europa im vollen Gange und nicht mehr aufzuhalten, schon gar nicht mit den heutigen Regierungen in Europa.

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