Die Mär von den Suiziden

Von Alexander Müller veröffentlicht am 9. Januar 2011 | 3.975 mal gesehen

Die GSoA-Befürworter der Initiative „Schutz vor Waffengewalt“ behaupten, dass die Zahl der Suizide zurückgehen würde, wenn die Armeewaffen aus den Haushalten verbannt werden und das Waffengesetz verschärft wird. Dabei stützen sie sich auf eine Gefälligkeitsstudie.

Ein Vergleich zwischen den USA, Japan und der Schweiz lässt jedoch erhebliche Zweifel an der Behauptung der Befürworter der Initiative aufkommen.

Hier die Suizide pro 100’000 Einwohner:

Japan: Männer: 34.8 / Frauen: 13.2
Schweiz:  Männer: 24.7 / Frauen: 10.5
USA: Männer: 17.7 / Frauen: 4.5

Die USA haben das liberalste Waffengesetz der drei verglichenen Länder. Trotzdem weisen sie am wenigsten Suizide auf. Japan hat das strengste Waffengesetz, trotzdem weist es am meisten Suizide auf.

Fazit: Man kann nicht sagen, dass man mit einem strengeren Waffengesetz die Zahl der Suizide reduzieren kann. Denn wenn dem so wäre müsste Japan eine tiefere Suizidrate als die Schweiz und die USA eine höhere Suizidrate als die Schweiz aufweisen. Dies ist jedoch nicht der Fall. Wer die Zahl der Suizide verringern will, der muss bei den Ursachen der Suizide ansetzen. Dies können Krankheiten wie z.B. Depressionen oder Lebenskrisen sein.