Die Tricks der Lebensmittelindustrie

Von Alexander Müller veröffentlicht am 31. Oktober 2012 | 2.714 mal gesehen

Beim Wort Abzocker fallen einem spontan die Spitzenmanager grosser internationaler Unternehmen ein, die auf Kosten der Aktionäre Millionensaläre einstecken. Doch es gibt auch Abzocker, über die kaum einer spricht. Wahrscheinlich weil die meisten Kunden und Konsumenten nicht merken, dass sie über den Tisch gezogen werden.

Kaufen Sie gerne günstig ein? Achten Sie darauf, dass die Lebensmittel, die Sie einkaufen aus der Region kommen? Wo kaufen Sie ein? Direkt beim Landwirt oder beim Discounter? Diesen Film sollten Sie sich anschauen! Über verdorbenes Fleisch, das frisch aussieht, Lachs, der kein  Lachs ist, Käse, der mit Käse nichts zu tun hat, Produkte aus der Region, deren Inhalte aus der Ferne herangekarrt wurden und andere schreckliche Dinge…

Als ich diesen Film das erste Mal sah, dachte ich spontan an den Komödienfilm „Brust oder Keule“ mit Louis de Funès in der Hauptrolle.

Ob Sie es glauben oder nicht, diese Produkte werden uns von Unternehmen angeboten, die sich ethischen Grundsätzen verpflichtet fühlen.

Übrigens, viele Politiker haben keine Interesse daran, dass sich etwas an den Missständen in der Lebensmittelindustrie ändert. Es geht um Steuergelder, Arbeitsplätze und möglicherweise sogar um Schmiergeld. Letzteres ist jedoch eine Mutmassung von mir. Sicher ist, dass Lebensmittelproduzenten mit Lobbyisten Einfluss auf die Politik ausüben. Denken Sie nur an die Milliardensubventionen für die Landwirtschaft. Prominente Lobbyisten für die Landwirtschaft sind Toni Brunner und Hansjörg Walter von der SVP.

Tierquälerei aus ökonomischen Gründen

Von Alexander Müller veröffentlicht am 4. September 2010 | 2.255 mal gesehen

Kürzlich empörte sich die Öffentlichkeit über eine Frau, die eine lebende Katze in eine Tonne steckte. Dann sorgte ein weiteres Tierquälervideo für Aufregung. Es zeigte wie ein Mädchen lebende Welpen in einen Fluss warf. Die Aufregung und Empörung war gross. Der auf Dailytalk veröffentlichte Artikel zu diesem Thema fand grosse Beachtung. Ich finde es gut, dass sich die Leute über Tierquäler aufregen, die zum Spass oder aus Dummheit Tiere misshandeln. Was ich mich jedoch frage ist, wieso es in der Öffentlichkeit einfach so hingenommen wird, wenn Tiere aus ökonomischen Gründen misshandelt werden.

Das folgende Video zeigt, wie Züchter von Legehennen aus ökonomischen Gründen mit männlichen Kücken und solchen, die zu spät schlüpfen umgehen:

Anregung an jene, die sich über die Tierquäler empört haben:
Achtet, beim nächsten Einkauf im Supermarkt darauf, dass ihr Produkte von Produzenten kauft, die nachhaltig produzieren und Tiere artgerecht halten. Diese Produkte sind in der Regel teurer als die Produkte der Tierquäler. Der Mehrwert für Tier und Umwelt dürfte sich jedoch lohnen und den durchschnittlichen Geldbeutel nicht übermässig belasten. In der Schweiz sind die Preise für Lebensmittel zwar bereits höher als im EU-Raum, dennoch ist der Lohnanteil, den man für Lebensmittel ausgeben muss, heute wesentlich niedriger als noch vor ein paar Jahrzehnten.

Höhere Lebensmittelpreise könnten die Verschwendung und den sorglosen Umgang mit Lebensmitteln eindämmen, die Anzahl der Übergewichtigen reduzieren, die mit Übergewicht verbundenen Gesundheitskosten senken und zu einem artgerechteren Umgang mit Tieren führen.