Kampfjet-Debakel

Von Alexander Müller veröffentlicht am 18. Februar 2012 | 3.547 mal gesehen

Die Beschaffung neuer Kampfjets verkommt immer mehr zum Debakel. Laut Ueli Maurer haben die Zuständigen des Bundes vergeblich versucht die Anschaffung der Kampfjets mit politischen Gegengeschäften zu verknüpfen. Man habe zum Beispiel versucht Zugeständnisse bei Steuerfragen zu erringen. Doch weder Deutschland, Frankreich noch Schweden seien dazu bereit gewesen. Offenbar hat unser Bundesrat wieder einmal einen Kniefall gemacht.

Angesichts dieser Tatsache muss man sich schon fragen wie dumm unsere Bundesräte eigentlich sind. Beim Kauf von Kampfflugzeugen sind Gegengeschäfte üblich. Wenn Deutschland, Frankreich und Schweden dazu nicht bereit sind, dann kauft man eben in den USA oder in Russland ein. Auf diesen qualitativ minderwertigen EU-Schrott kann man ohnehin verzichten.

Es ist doch unerhört! Wie blöd muss man eigentlich sein, wenn man bereit ist ohne Gegengeschäfte die Katze im Sack zu kaufen? Der von der Schweiz bestellte Gripen E/F existiert ja noch nicht einmal. Folglich ist er natürlich auch noch nicht getestet worden. Wie kann man sich bloss auf einen solchen Deal einlassen? Das ist doch strohdumm! Es sei denn, die Unterhändler haben in irgendeiner Weise profitiert. Zum Beispiel könnte Schmiergeld geflossen sein.

Ich als Steuerzahler habe grösste Mühe mit diesem Kaufvorhaben. Meiner Ansicht nach gehört der Kampfjet-Kauf unverzüglich sistiert und die Sache untersucht. Zudem sollte man sich überlegen ob man die für dieses Debakel Verantwortlichen nicht besser entlässt. Unser Land kann sich weder schlechte Waffen noch Schönwetter-Generäle und Generalstabsoffiziere ohne Kriegserfahrung leisten.