Immobilienblase

Von Alexander Müller veröffentlicht am 3. Juni 2012 | 4.000 mal gesehen

Seit Monaten berichten Schweizer Massenmedien von einer drohenden Immobilienblase. Dies weil aufgrund der tiefen Hypothekarzinsen immer mehr Schweizer ein Eigenheim erwerben. Die Medien befürchten, dass bei einem Zinsanstieg viele Eigenheimbesitzer, ihr Heim verkaufen müssen. Ich sehe das nicht so dramatisch.

Zunächst einmal denke ich nicht, das die Zinsen vor Ende Jahr steigen. Solange die Eurokrise anhält, rechne ich nicht mit steigenden Zinsen. Die SNB kann ja gerade noch mit Mühe und Not den fixen Wechselkurs von bei CHF 1.20 für den Euro halten. Bei einer Zinsanhebung würde der Franken noch stärker und die Verteidigung bei CHF 1.20 noch schwieriger. Eine Überhitzung der Wirtschaft ist auch nicht auszumachen, was ebenfalls gegen eine baldige Zinsanhebung spricht.

Zudem dürften viele Eigenheimbesitzer gemischte oder feste Hypotheken abgeschlossen haben. Dadurch mindert sich ihr Risiko bei einer Erhöhung der Zinsen. Ausserdem dürften Schweizer Banken bei der Vergabe von Hypothekarkrediten konservativer und vorsichtiger sein, als dies amerikanische Banken waren. Schweizer Haushalte sind zudem bei weitem nicht so hoch verschuldet wie es Haushalte in den USA sind. Sogar die Arbeitslosenquote ist in der Schweiz tiefer als in den USA.

Schliesslich führt die Masseneinwanderung zu einer Nachfrage nach weiterem Wohnraum, was gegen eine Immobilienblase spricht. Die Schweizer Bevölkerung dürfte laut Bundesamt für Statistik bis 2055 weiter wachsen.

Wer sich dennoch vor einer Immobilienblase fürchtet, der kann etwas dagegen tun. Er kann am 17. Juni 2012 für die Bausparinitiative des HEV stimmen. Bei einem Ja zur Bausparinitiative können Schweizer Haushalte steuerbezüngstigt für ein Eigenheim sparen. Je mehr die Haushalte für ein Eigenheim sparen, desto besser sind sie gegen einen Zinsanstieg und ein Platzen einer möglichen Immobilienblase gewappnet.

JA zur Bausparinitiative

Von Alexander Müller veröffentlicht am 28. Mai 2012 | 2.931 mal gesehen

Ich befürworte die Bausparinitiative des Hauseigentümerverbands weil sie das Bausparen steuerlich begünstigt und den Eigenheimerwerb fördert.

Die Gegner der Initiative behaupten, dass die Bausparinitiative zu Steuerausfällen führen und lediglich Reiche begünstigen würde. Zudem behaupten sie, dass es bereits heute Mittel zum Bausparen gäbe und erwähnen dabei die berufliche und private Vorsorge der 2. und 3. Säule. Doch diese Argumente sind falsch, denn die 2. und 3. Säule sind primär als Vorsorge für den Ruhestand gedacht und nicht zum Eigenheimerwerb! Ausserdem profitieren nicht nur die Reichen. Jeder, der nach einer Annahme der Initiative Geld fürs Bausparen zurücklegt, kann Steuerabzüge geltend machen.

Aktuell können Angestellte pro Jahr nur CHF 6’682.00 in die Säule 3a einzahlen und vom steuerbaren Einkommen abziehen. Dieses Geld ist jedoch primär für die Altersvorsorge gedacht. Wenn die Bausparinitiative angenommen wird, können Einzelpersonen während 10 Jahren jährlich CHF 10’000.00 vom steuerbaren Einkommen einzig fürs Bausparen zurücklegen. Es käme also auch der Mittelstand in den Genuss des Bausparens.

Ich befürworte daher die Initiative „Eigene vier Wände dank Bausparen“ und stimme am 17. Juni 2012 JA! (Genauer Wortlaut der Initiative)