Staatsgläubige siegen auf der ganzen Linie

Von Alexander Müller veröffentlicht am 27. September 2009 | 1.404 mal gesehen

Die Obrigkeitsgläubigen, die Staatsgläubigen und die Befürworter eines starken Sozialstaats haben am heutigen Abstimmungswochenende auf der ganzen Linie gesiegt.

Mit der Abschaffung der allgemeinen Volksinitiative hat man das Volk einmal mehr ein Stück weit entmündigt und das Ja zur Erhöhung der MwSt-Steuer zugunsten der Invalidenversicherung besiegelt den weiteren Ausbau unseres Sozialstaats. Zahlen muss die Zeche, die arbeitende Bevölkerung, die nun zudem auch noch weniger mitreden darf.

Teilweise vernünftig waren einzig die Ost- und Zentralschweizer, welche mehrheitlich (mit Ausnahme der Kantone Zürich und Luzern) gegen die IV-Erhöhung gestimmt haben. Bündner, Tessiner und Westschweizer waren hingegen geschlossen für den weiteren Ausbau des Sozialstaats zu lasten der arbeitenden Bevölkerung. Dass es einmal mehr zum Röstigraben kam, mag daran liegen, dass die Romands grundsätzlich staatsgläubiger als Deutschschweizer sind und in den dortigen Medien der IV-Missbrauch kaum ein Thema war. Die Romands scheinen Missstände weniger kritisch zu hinterfragen und es mit dem Staat etwas plus légère zu nehmen.

Was nun kommt ist klar, die MwSt wird weiter angehoben und uns bleibt somit noch weniger im Geldbeutel. Müssen wir den Konsum halt zugunsten der IV-Schmarotzer etwas reduzieren.

Staatsgläubige siegen auf der ganzen Linie
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