GSG 9 Einsatz in Mogadischu

Von Alexander Müller veröffentlicht am 30. Juni 2010 | 3.672 mal gesehen

GSG9 - Grenzschutzgruppe 91977 entführten vier Terroristen die Lufthansa-Maschine Landshut nach Mogadischu in Somalia. An Bord waren neben der Besatzung 89 Passagiere. Die Deutsche Regierung entsannte 60 Mann der Sondereinheit GSG 9, welche die Entführung binnen weniger Minuten beendete. Beim Einsatz wurden drei der vier Entführer getötet. Die Sondereinheit und die Passagiere hatten keine Toten zu beklagen. Von den Geiseln überlebte einzig der Kapitän die Entführung nicht. Er wurde „vor“ dem Einsatz der GSG 9 von den Entführern ermordet.

Die Geschichte der Landshut zeigt, dass eine Sondereinheit, die im Ausland Geiseln befreien kann, sinnvoll ist. Eine Regierung muss in der Lage sein im Ausland entführte Bürger des eigenen Landes zu befreien. Ansonsten ist sie erpressbar, sofern ihr die Bürger des eigenen Landes nicht gleichgültig sind. Ein Land, das Erpressungen nachgibt, riskiert die Sicherheit seiner Staatsbürger. Aus Sicherheitsgründen dürfen sich Erpressungen daher nicht lohnen.

Info über die GSG 9

Die Grenzschutzgruppe 9 (GSG 9) ist die Antiterroreinheit der deutschen Bundespolizei. Sie ist auf Antiterrorkampf, Geiselbefreiung und Bombenentschärfung spezialisiert. Die GSG 9 kann mit dem Einverständnis des Einsatzlandes ohne Mandat des Parlaments ausserhalb von Deutschland eingesetzt werden.

GSG 9 Einsatz in Mogadischu
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