Saudi-Arabien lässt 75 jährige Frau auspeitschen

Von Alexander Müller veröffentlicht am 16. Dezember 2009 | 10.885 mal gesehen

auspeitschen in Saudi-arabienKhamisa Mohammed Sawadi, eine 75 jährige syrische Staatsbürgerin wurde von einem Gericht in Saudi-Arabien zu 40 Peitschenhieben und vier Monaten Haft verurteilt. Ihr wurde unsittliches Verhalten zur Last gelegt weil sie in Begleitung von zwei Männern, zu denen keine enge verwandtschaftliche Beziehung bestand, angetroffen wurde. Eingelegte Rechtsmittel wurden vom zuständigen Gericht in Riad abgewiesen. Auch der Einspruch beim obersten Gerichtshof blieb erfolglos.

Der Innenminister von Saudi-Arabien hat inzwischen die Anweisung erteilt das Urteil zu vollstrecken. Saudi-Arabien müsste sich als Mitglied der UNO an die allgemeine Menschenrechtserklärung von 1948 halten, tut es aber nicht. In Saudi-Arabien steht die islamische Rechtssprechung, die Scharia, über den allgemeinen Menschenrechten der UNO. Einige islamische Länder haben im Jahr 1990 eine eigene Menschenrechtserklärung formuliert, die Kairoer Menschenrechtserklärung. Diese stellt die Scharia über die Menschenrechte und sieht eine Ungleichbehandlung von Mann und Frau vor. Viele Verurteilte teilen das Schicksal von Frau Sawadi. Mit dem Verhängen der Prügelstrafe verstösst Saudi-Arabien gegen das Folterverbot. Artikel 5 der allgemeinen Menschenrechtserklärung lautet:

Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.

Wieso schweigt die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte? Als es um das Bauverbot für Minarette ging, war sie schnell zur Stelle um die Schweiz zu kritisieren. Wieso kritisiert sie Saudi-Arabien nicht? Weil es ein islamisches Land ist? Um lukrative Geschäfte nicht zu gefährden? Was ist schlimmer? Ein Bauverbot für Minarette oder erniedrigende Prügelstrafe und Folter? Übrigens, in Saudiarabien ist der Bau von Kirchtürmen verboten. Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte hat das bisher nicht kritisiert.

Saudi-Arabien lässt 75 jährige Frau auspeitschen
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4 Gedanken zu „Saudi-Arabien lässt 75 jährige Frau auspeitschen“

  1. Das ist tragisch und bedauerlich. Ein Grund mehr, der gegen Minarette spricht. Bei diesem Thema geht es jedoch nicht um Minarette. Es geht darum, dass es islamische Länder gibt, die sich nicht an die allgemeine Menschenrechtserklärung der UNO halten. Mitglieder der UNO sind verpflichtet sich an diese allgemeine Menschenrechtserklärung zu halten. Doch diese islamischen Ländern haben einfach eine eigene Menschenrechtserklärung, die Kairorer Menschenrechtserklärung, entwickelt. Die Kairorer Menschenrechtserklärung (=Extrawurst für islamische Staaten wie z.B. Saudiarabien) sieht vor, dass die islamische Rechtsprechung, die Scharia, über den Menschenrechten steht! Daher sind dort auch solch skandalöse Urteile möglich, die brutale Strafen wie das Verprügeln einer 75 jährigen Frau vorsehen.

    Ich frage mich wieso die UNO da nicht interveniert. Das geht doch nicht! Wenn doch, sollten wir uns überlegen ob wir nicht auch einfach unsere eigene Menschenrechtserklärung verfassen wollen und diese dann unserer Bundesverfassung unterordnen sollen.

    Das Verhalten der UNO wundert mich allerdings nicht. Was will man von einer Organisation erwarten, deren Vollversammlung von einem Schurkenstaat wie Libyen geleitet wird???

  2. Frank, auf deine naiven Erklärungen und lächerlichen Behauptungen gebe ich nicht viel. Die UNO ist eine Alibiorganisation der VETO-Mächte. Mit UN-Resolutionen (die auf Drängen von Veto-Mächten zustandekommen) zwingen Veto-Mächte ihnen verfeindete Staaten in die Knie. Siehe z.B. Embargo gegen den Irak (vor dem Krieg) auf Druck der USA usw. Gaddafis Libyen hätte den Vorsitz der UN-Vollversammlung nie erhalten, wenn die USA damit nicht einverstanden gewesen wären! Es geht um Geld und Oel. Die UNO ist ineffizient und nicht in der Lage Staaten zu rügen, die gegen das zwingende Völkerrecht verstossen. Stattdessen wird die Schweiz wegen dem Schäfchenplakat der SVP oder der Minarettinitiative gerügt.

    Die UNO ist ein Instrument der mächtigen Staaten und linker Seilschaften. Wenn den Linken ein Abstimmungsresultat nicht passt, aktivieren sie ihre Freunde bei der UNO und dann wird die Schweiz von der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte gerügt. Das konnte man in der Vergangenheit vor zahlreichen Abstimmungen über SVP-Initiativen und auch vor den Gesamterneuerungwahlen 2007 beobachten. Es wurde mithilfe der UNO Druck von aussen auf die Schweiz ausgeübt. Ich glaube, dass dieser Druck von linken Kreisen im Inland angefordert wurde.

    Die gleiche UN-Hochkommissarin drückt aber beide Augen zu, wenn islamische UNO-Mitgliedsstaaten die allgemeine Menschenrechtserklärung missachten weil sie die Scharia höher gewichten. Die UNO hätte die Greueltaten, welche im Namen der Scharia verübt werden schon längst verurteilen müssen. Es kann nicht sein, dass das UNO-Mitgliedland Schweiz wegen einem Bauverbot für Türme gerügt wird, man aber Staaten, die gegen das Folterverbot verstossen einfach machen lässt. Das Bauverbot verstösst nicht gegen zwingendes Recht, die Scharia jedoch schon! Denn das Folterverbot ist zwingendes Recht. Die Strafe gegen diese 75 jährige Frau müsste von der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte zwingend verurteilt werden! Wieso schweigt diese UN-Tussi? Hier geht es um das Folterverbot! Wieso berichten unsere Massenmedien nicht exklusiv darüber? Das ist doch ein Skandal! Merry Christmas liebe Leute, in manchen islamischen Ländern werden Leute ausgepeitscht. Und die in der Schweiz lebenden Muslime schweigen! Tipp: Man könnte auch einmal gegen Scharia-Folter demonstrieren. Das wäre sicherlich sinnvoller als für Türme zu demonstrieren. (Voraussetzung wäre natürlich, dass man gegen Scharia-Folter ist)

    Da erkennt man auf Anhieb, dass die UNO ein Vehikel ist, das nichts taugt. Man sollte die UNO-Mitgliedschaft kündigen, die Beitragszahlungen einstellen und den Verein aus dem Land werfen. Sorry Ogi, Ziegler und Deiss, könnte euch eure Pöstchen kosten.

  3. Die UNO ist keine absolutistische, diktatorische Weltregierung, das ist das Problem in Hinsicht auf die Menschenrechte und viele andere Dinge. Das heisst aber nicht, das die UNO an sich sinn- und zwecklos ist, und das heisst auch nicht, das man mit Hinweisen darauf, das woanders die Menschenrechte nicht geachtet werden, selbst Menschenrechte nicht beachten darf, oder aus lauter Kindergartentrotz beschliessen sollte, dann eben auch eigene Menschenrechte zu erklären.

    Was die Leitung der UN-Vollversammlung angeht, ich glaube ich habe es schonmal erklärt, das kein Land gewählt wird, sondern eine Einzelperson, das letzte Mal war das eben ein Lybier. Nicht Lybien führt die Generalversammlung, sondern Ali Abdulsalam Terki. Dieser Vorsitz macht es Lybien auch nicht einfacher, eigene Interessen durchzusetzen. Ich schlage vor, das Du Dir einfach mal schlau darüber machst, was die UN-Vollversammlung ist, was sie tut und was sie kann.

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