Neue Kampfflugzeuge

Von Alexander Müller veröffentlicht am 11. August 2020 | 51 mal gesehen

Am 27. September 2020 können die Schweizer Stimmberechtigten über den Bundesbeschluss für die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge abstimmen. Laut den Befürwortern der Vorlage sind neue Kampfflugzeuge nötig um auch in Zukunft die Sicherheit der Schweiz gewährleisten zu können. Doch ist das wirklich so?

Die Deutschen hatten im Zweiten Weltkrieg Strahljäger und Strahlbomber, auf neudeutsch Düsenflugzeuge. Trotzdem dominierten die Alliierten mit ihren Propellerflugzeugen den Luftraum. Dies frei nach dem Motto Masse schlägt Klasse.

Deutsche Düsenjäger greifen allierte Propellerflugzeuge an

Die deutsche Luftwaffe hat rund 800 Stück ME-262 Messerschmidt Düsenjäger ausgeliefert bekommen. Die konnten gegen die alliierte Übermacht an Propellermaschinen nichts ausrichten. Die Schweiz soll sich aber wenn es hart auf hart kommt mit weniger als 100 Kampfflugzeugen verteidigen können? Das glaubt ihr doch selber nicht.

Besser als Kampfflugzeuge wären Atomwaffen. Sie haben ein grösseres Abschreckungs- und Vergeltungspotential als Flugzeuge. Zudem würden sie es der Schweiz erlauben militärisch unabhängig zu bleiben. Das ist aus meiner Sicht gerade in Krisenzeiten wichtig. Die Geschichte hat gezeigt, dass Militär- und Verteidigungsbündnisse im Ernstfall versagen können. So nutzte Polen der Beistandspakt mit England und Frankreich nichts, als es von Deutschland und Russland überfallen wurde.

Auch das Potential der Atomwaffen wurde im Zweiten Weltkrieg deutlich. Nach zwei Atombombenabwürfen hat Japan kapituliert.

Atomsprengköpfe brauchen keine Flugzeuge. Sie können mit Raketen befördert werden.

Wer so grossspurig von Sicherheit redet wie die Befürworter der neuen Kampfflugzeuge, der soll mir erklären wie die Schweizer Armee Raketenangriffe abwehren soll. Sicher nicht mit Flugzeugen. Die Atomwaffenbedrohung ist akuter denn je und die Schweiz hat drauf nach wie vor keine Antwort.

2 Gedanken zu „Neue Kampfflugzeuge“

  1. Guten Tag
    Dieser Politblog kommt mir ehrlich gesagt etwas mager vor. Ich hätte eigentlich Beiträge zu allen Vorlagen vom 27.9. erwartet, man kann aber nur über die Begrenzungsinitiative und die Kampfjets etwas lesen (Themen, von denen ich mich eher übersättigt fühle). Mein Herz schlägt v.a. für ein Nein zum unseligen Jagdgesetz, welches für mich buchstäblich ein „Wolf im Schafspelz“ ist. Auch Beiträge über die beiden Familienvorlagen wie z.B. den Vaterschaftsurlaub fehlen.
    Freundliche Grüsse, Erika Reust

  2. Guten Tag Frau Reust, ich bin weder Berufsblogger noch Politiker. Ich bin nur ein an Politik interessierter Bürger. Neben dem Blog hier führe ich zwei eigene Firmen. Dadurch ist einerseits meine Zeit knapp und andererseits benötige ich auch noch einen Ausgleich, der mir eine Erholung ermöglicht. So gehe ich z.B. in meiner Freizeit gerne wandern. Ich kann Ihnen aber gerne mitteilen wie ich abstimmen werde.

    Begrenzungsinitiative – NEIN
    Jagdgesetz – JA
    Änderung des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer – JA
    Änderung des Erwerbsersatzgesetzes (Vaterschaftsurlaub) – NEIN
    Bundesbeschluss über die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge – NEIN

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