Kann man den Spiegel noch ernst nehmen?

Von Alexander Müller veröffentlicht am 29. Oktober 2013 | 2.018 mal gesehen

Die Berichterstattung des Spiegels über die SVP und einzelne SVP-Mitglieder wird zusehends absurder. Auch ich wurde bereits vom Spiegel in die Pfanne gehauen. Damals behauptete der Spiegel völlig zu unrecht, ich hätte mit islamfeindlichen Tweets einen Eklat ausgelöst und Angriffe auf Moscheen angeregt. Meine Beschwerde über diese schwachsinnige Berichterstattung stiess beim Spiegel auf taube Ohren. Ein Dr. Uwe Jürgens von der Rechtsabteilung des mächtigen Spiegel-Verlags antwortete mir damals wie folgt:

Uwe-Juergens_Spiegel

Laut Uwe Jürgens berichtete der Spiegel nicht aufgrund meines Milizamts über mich sondern aufgrund meiner damaligen SVP-Mitgliedschaft. Diese Aussage eines Spiegelmitarbeiters sollte ja eigenlich bereits aufhorchen lassen.

Jetzt hat der Spiegel mit Christoph Mörgeli ein weiteres Opfer für sein Anti-SVP-Bashing gefunden. Mörgeli wurde bereits in der Schweiz aufgrund der folgenden Aussage heftig kritisiert:

«Ich frage mich, weshalb ein Deutscher im Fliegerärztlichen Institut angestellt ist, der noch 2011 im Einsatz für die deutsche Bundeswehr stand.»

Er machte diese Aussage weil bekannt wurde, dass in der abgestürtzen Armeemaschine ein Deutscher sass, der in der Schweizer Armee angestellt war. Sicherlich war es nicht der richtige Zeitpunkt diese Frage zu stellen, doch die Frage darf gestellt werden. Wenn ein ehemaliger Bundeswehr Angestellter bei der Schweizer Armee angestellt ist, gilt es auch sicherheitsrelevante Aspekte z.B betreffend Spionage zu berücksichtigen. Wenn wir solche Fragen nicht mehr stellen dürfen wie sie Mörgeli gestellt hat, dann können wir ja gleich amerikanische NSA- oder deutsche BND-Angestellte einstellen! Gerade Deutsche, deren Kanzlerin Opfer eines Lauschangriffs wurde, sollten das eigentlich begreifen. Wir Schweizer sind diesbezüglich aufgrund von CD-Affären, in welche der deutsche BND und Regierungen deutscher Bundesländer involviert waren, bereits sensibilisiert.

Was der Spiegel aus dieser Geschichte gemacht hat, zeigt einfach einmal mehr was für ein abstruses SVP-Bild bei Spiegel-Journalisten vorhanden sein muss. Seht selbst!

Spiegel-SVP-Bashing1

Die Aussage von Mörgeli hat den Spiegel-Journalisten Björn Hengst doch tatsächlich dazu verleitet von Ausländerhetze zu berichten. Im Lead des Artikels schreibt dieser Hengst doch tatsächlich, ich zitiere:

Für ihre plumpen Töne ist die Schweizer Partei SVP längst bekannt. Jetzt instrumentalisieren die Rechtspopulisten sogar den tödlichen Absturz eines Kampfjets im Kanton Obwalden für ihre Kampagne gegen die Zuwanderung von Ausländern – weil eines der Opfer ein Deutscher war.

Im Artikel steht dann:

Bei dem zweiten Absturzopfer handelte es sich um einen Deutschen, der als Fliegerarzt bei der Schweizer Armee gearbeitet hatte – für die SVP ein willkommener Anlass, ihr Lieblingsthema aufzuwärmen: Ausländer. Denn sie sind für die SVP, deren Rassismus und Fremdenfeindlichkeit einst vom Europarat gerügt wurde, generell ein Ärgernis. (…) Den Auftakt machte Nationalrat Christoph Mörgeli via Twitter: „Warum fliegen Deutsche in unseren F/A-18? Warum arbeiten Deutsche als Fliegerärzte der Schweizer Armee? Sorry, hier hat’s einfach Grenzen!“ 

Eine solch faktenwidrige und verzerrte Berichterstattung hat mit Qualitätsjournalismus nichts mehr zu tun. Das ist Boulevard der untersten Schublade. Indem er zudem die Kritik an den geschmacklosen Tweets von linken Politikern ausblendet, unterstreicht Hengst die Einseitigkeit seiner infamen Berichterstattung. Schweizer Medien waren wenigstens fair genug auch darüber zu berichteten. Siehe hier:

GrueneLuzern

Tweet der Jungen Grünen:

Tweet der Junge Grüne Luzern nach dem Flugzeugabsturz
Tweet der Junge Grüne Luzern nach dem Flugzeugabsturz

Tweet eines offensichtlichen Armeegegners:

zoonpolitikon_FA18

Kann man den Spiegel noch ernst nehmen?
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4 Gedanken zu „Kann man den Spiegel noch ernst nehmen?“

  1. Der Pauschal-Angriff auf die grösste Partei der Schweiz (aufgrund einer Aussage eines einzigen SVP-Mitgliedes) von Seiten eines schnoddrigen Schnurrnalisten verlangt nach einer Antwort, die genauso pauschal sein darf :
    Mein Vorschlag : einen Strafzoll gegen den Spiegel in Höhe von 300% des Verkaufspreis in Deutschland, sodass kein Schweizer mehr dieses unseriöse Schundblatt lesen wird !
    Diese Massnahme ist solange aufrechtzuerhalten, bis der Spiegel sich vom betroffenen Schnurrnalisten getrennt hat !

    ich habe ganz bewusst hier einen Ton gewählt, den ich sonst nicht anschlage und der mir eigentlich sogar zuwider ist : Herr Björn „Wieher-„Hengst soll ruhig erkennen, dass wir das auch können, wenn es sein muss, und dass wir gegen vorlaute Journalisten und anderes Kriegshetzergesindel auch solche Töne anzuschlagen bereit sind !

  2. Herr Mörgeli sollte im Interesse der Sache zu seiner Aussage selber Stellung nehmen – ohne seine persönliche Stellungnahme und Erläuterung birgt diese Aussage möglicherweise Potential für Missverständnisse und Konflikte ..

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