Investigativer Journalismus à la Blick

Von Alexander Müller veröffentlicht am 17. September 2012 | 3.138 mal gesehen

So sieht unseriöser Journalismus aus: Die Boulevard-Zeitung Blick möchte mit einem Video beweisen, dass US-Botschafter Christopher Stevens an einer Rauchvergiftung starb. Blick-Artikel

Der Blick hofft, dass mit dem Video bewiesen werden kann, dass Stevens an einer Rauchvergiftung starb.

Ich hoffe, dass die Ermittlungsbeamten seriöser arbeiten als die Blick-Journalisten. Denn normalerweise wird die Todesursache bei einer Leichenschau ermittelt und nicht etwa anhand eines Videos festgestellt. Man könnte z.B. einmal schauen ob es äusserliche Verletzungen am Leichnam gibt. Danach müsste man die Leiche öffnen um zu überprüfen ob es innere Verletztungen gibt.  Anschliessend könnte man feststellen welche der gefundenen Verletzungen zum Tod geführt haben. Findet man in der Lunge z.B. keinen Rauch, so ist es unwahrscheinlich, dass Stevens an einer Rauchvergiftung gestorben ist. Video hin oder her. Das Video beweist gar nichts!

Investigativer Journalismus à la Blick
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3 Gedanken zu „Investigativer Journalismus à la Blick“

  1. Im Text wird eindeutig beschrieben, dass das Video beweisen KÖNNTE, das der Botschafter nicht auf der Flucht im Auto, sondern durch Rauchvergiftung starb. Zudem geht der Artikel darauf ein, das die Leute in dem Video nicht zum wütenden Mob gehörten, sondern zu Leuten die dem Botschafter helfen wollen.

    Versuche doch mal sachlich und objektiv zu sein, auch wenn es um Aussagen geht, die Deinem Feindbild zuwiderlaufen.

  2. Frank, es ist sachlich, wenn ich sage, dass Todesursachen üblicherweise bei einer Leichenschau festgestellt werden und nicht etwa indem man ein Video anschaut und daraus abstruse Schlüsse zieht. Journalisten von seriösen Zeitungen wissen das.

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