Evolution

Von Alexander Müller veröffentlicht am 28. Juni 2014 | 1.907 mal gesehen

Sterne brüten die Elemente aus, aus denen die Grundbausteine unserer Welt und des Lebens bestehen.

Wie wir wissen benötigt Leben gewisse Bedingungen um entstehen zu können. Wenn sich diese Bedingungen ändern, müssen sich Lebewesen anpassen, abwandern, die Umwelt bewusst umgestalten oder aber sie gehen unter. Auf unserem Planeten ist dies schon oft geschehen und findet immer noch statt.  Immer wieder sterben Lebensformen aus, weil sie mit sich verändernden Umweltbedingungen nicht klar kommen oder sie von anderen Lebewesen verdrängt werden. Diese Veränderungs- bzw. Anpassungsprozesse bei Lebewesen werden Evolution genannt.

Die Erkenntnis woher die Bausteine des Lebens stammen und unter welchen Bedingungen Leben entsteht, kann religiöse Ansichten erschüttern. Als Agnostiker lasse ich es offen ob es eine Schöpfergottheit gibt oder nicht. Um Beweise für die Existenz einer möglichen Schöpfergottheit zu suchen, müsste man bis zum Urknall und darüber hinaus zurück gehen. Denn alles was nach dem Ereignis kommt, welches wir Urknall nennen, lässt sich auch ohne Schöpfergottheit erklären.

Angesichts der Dimensionen des Universums, der Erkenntnis wie Leben entsteht und wie Lebewesen funktionieren, erscheinen die Glaubenslehren gewisser Religionen geradezu naiv. So z.B. wenn gewisse Leute meinen, es würde eine Gottheit über sie wachen, wenn sie diese anbeten. Das ist wie wenn die Kaplane verfeindeter Heere meinen eine Gottheit würde in der Schlacht helfen, wenn sie ihre Soldaten und die Kanonen ihrer Armee segnen. Was, wenn beide Armeen dieselbe Gottheit anbeten? Was will denn da eine Gottheit machen, wenn beide Seiten ihre Kanonen und Soldaten segnen und zum gleichen Gott beten??? Eine solche Kulthandlung vermag höchstens die Gemüter der einzelnen Gläubigen beruhigen. Ausserdem kann ein gewisser Fanatismus die Leistungen einzelner Kämpfer bzw. ihre Bereitschaft zur Selbstaufopferung erhöhen. Fanatische Kämpfer haben da gegenüber Söldnern einen Vorteil. Wer für Geld kämpft, ist in der Regel nicht bereit dafür sein Leben aufs Spiel zu setzen. Wer etwas für Geld tut, der will es später noch ausgeben können. Für die Bereitschaft der Selbstaufopferung wird jedoch trotzdem keine Religion benötigt. Es genügt die Überzeugung das Richtige zu tun. Wer der Auffassung ist, dass er das Richtige tut, der braucht keine Religion.

Bedauerlicherweise gehört die idealisierte Darstellung von Religionsführern heutzutage zur politischen Korrektheit. Wer es heutzutage wagt religiöse Führer zu kritisieren, der muss wie einst im Mittelalter mit dem Schlimmsten rechnen, auch in der Schweiz! Das geht sogar soweit, dass Fernsehsender und Massenmedien Unwahres verbreiten. In einem kürzlich ausgestrahlten deutschsprachigen Dokumentarfilm wurde der Unsinn verbreitet, ein Religionsführer hätte ein Buch hinterlassen. Dabei wird allgemein überliefert, dass der Mann Analphabet gewesen sei. Ausserdem stammen die ältesten erhalten Werke dieses Buches aus einer Zeit als der Besagte schon längst tot war. Aber gell, Hauptsache der Mist, der im Dokumentarfilm erzählt wird, ist politisch korrekt. Mit diesem Buch meine ich übrigens nicht die Bibel sondern ein anderes Buch. Die Evangelien, die in der Bibel stehen, wurde im Konzil von Nicäa von Kaiser Konstantin diktiert. Die Politik hat mit Religionen mehr zu tun als vielen Gläubigen lieb ist.

Kaiser Konstantin
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