Balthasar Glättli irrt!

Von Alexander Müller veröffentlicht am 5. August 2013 | 2.617 mal gesehen

Es ist schon bedenklich wie Linksgrüne zur Sicherheit unseres Landes stehen. Sie wollen die Armee abschaffen und stellen die Überwachung öffentlicher Plätze und Gebäude in Frage. Beides dient dazu die Sicherheit der Bevölkerung unseres Landes zu gewährleisten.

Doch es kommt noch besser, wie eine Diskussion über die Überwachung von öffentlichen Plätzen und Gebäuden mit Kameras zeigt. Der linksgrüne Zürcher Nationalrat Balthasar Glättli nahm an dieser Diskussion teil und meinte, dass es in einem liberalen Rechtsstaat nicht die Aufgabe des Staates sei Verbrechen zu verhindern.

Balthasar-Glaettli

Dass eine solche Aussage ausgerechnet von einem Nationalrat stammt, ist schon bedenklich. Offensichtlich kennt Balthasar Glättli die Aufgaben unseres Staates nicht. Der Staat hat die Aufgabe die Bevölkerung zu beschützen und dazu gehört die Verbrechensbekämpfung. Teil der Verbrechensbekämpfung ist es, potentielle Straftäter davon abzuhalten Straftaten zu begehen. Das wird übrigens längst auch in linksgrün regierten Städten wie Zürich so praktiziert.

Glättli ist Zürcher. In kaum einer anderen Schweizer Stadt gibt es mehr Blitzkästen als in der linksgrün regierten Stadt Zürich. Wozu dienen diese Blechpolizisten? Sie dienen neben der Strafverfolgung auch der Prävention um Automobilisten davon abzuhalten schneller zu fahren als gesetzlich erlaubt.

Seien Sie ehrlich Herr Glättli, wenn mit Blechpolizisten die Sicherheit im Strassenverkehr erhöht werden kann, dann haben sie auch nichts dagegen solange es keine Velofahrer trifft. Wieso also sollen nicht auch öffentliche Plätze und Gebäude überwacht werden? Etwa um „1. Mai“ und „tanz dich Frei“ Chaoten zu schützen?

Balthasar Glättli irrt!
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7 Gedanken zu „Balthasar Glättli irrt!“

  1. Lieber Herr Müller

    Ich empfehle Ihnen, mit Ihrem Ex-Parteikollegen, dem damaligen Gemeinde- und heutigen Kantonsrat Bruno Amacker mal einen Kaffee oder eine Limo zu trinken. Der heutige stv. Gerichtspräsident hat damals im Gemeinderat mal sehr einleuchtend zu Opfer- und Täterprävention gesprochen und begründet, warum Opferprävention sehr wohl auch Polizeiaufgabe sein kann und darf, Täterprävention dagegen nicht.

    Von mir finden Sie etwas weiterführende Gedanken zum obigen Thema, das in Form eines Kurzzitates nur schlagwortartig angesprochen werden konnte, hier: http://www.balthasar-glaettli.ch/2008/01/31/risikopolitik/ – die Gedanken sind etwas älter und in einem anderen, dort erwähnte Kontext entstanden. Aber sie lassen sich gut übertragen auf das aktuelle Thema.

  2. Herr Glättli,

    Als liberaler Mensch bin mir über den Wert von Freiheiten durchaus bewusst. Das Thema Überwachung ist eine Gradwanderung zwischen Freiheitsrechten, Privatsphäre, Datenschutz und Sicherheit.

    Für mich ist die Überwachung öffentlicher Plätze mit der Geschwindigkeitsüberwachung auf öffentlichen Strassen vergleichbar. Beides ermöglicht im Fall eines Gesetzesverstosses die Beweissicherung und beides kann einen präventiven Charakter haben, welcher zu mehr Sicherheit führt.

    Bei der Überwachung öffentlicher Plätze mit Kameras überwiegen für mich die Vorteile, sofern gewisse Regeln eingehalten werden. Entscheidend für mich ist, dass es keine Vorratsdatenspeicherung gibt. Solange die Aufzeichnungen nach einem Zeitraum von 48 Stunden wieder gelöscht werden, sofern sich in diesem Zeitraum kein Verbrechen ereignet hat, sehe ich kein Problem.

    Soweit ich informiert bin, ist es ja nicht so, dass hinter jeder Kamera einer sitzt, der live beobachtet was geschieht. Das wäre aus meiner Sicht aufgrund der Vielzahl von Kameras oft gar nicht machbar. Ich gehe davon aus, dass die Kameras einfach automatisch festhalten was an einem Tag auf einem Patz geschieht. Diese Daten werden dann eine bestimmte Zeit, eben z.B. 48 Stunden, gespeichert und können im Falle einer Straftat abgerufen werden.

    Wo ist hier das Problem? Es dient der Sicherheit und schadet nicht. Wichtig ist, dass Leitplanken festgelegt werden, die den Missbrauch verhindern. Die Überwachung mit Kameras grundsätzlich zu verbieten, halte ich für falsch. So, jetzt kennen Sie meinen Standpunkt.

    Nachfolgend habe ich noch etwas zum Nachdenken für Sie:
    „Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.“ Albert Einstein

  3. Zitat: „Es ist schon bedenklich wie Linksgrüne zur Sicherheit unseres Landes stehen. Sie […] stellen die Überwachung öffentlicher Plätze und Gebäude in Frage. Beides dient dazu die Sicherheit der Bevölkerung unseres Landes zu gewährleisten.“ Zitat Ende.

    Bisher wurde nirgends auf der Welt mit Überwachungskameras auch nur ein einziges Verbrechen verhindert. Das ist reines Wunschdenken und könnte von der Realität nicht weiter entfernt sein, es sei denn, die Kameras könnten schießen, was dann für mich ein Grund zum Auswandern wäre.

    Der trügerische Sicherheitsgedanke schwirrt nur in Köpfen pathologisch verängstigter Menschen, die die Folgen nicht zu Ende denken und meinen, Papa Staat sei so allmächtig und uneigennützig, wie es die Nationalhymne besingt. In den USA werden bewaffnete Drohnen, nach den Tests im Irak, nun bereits gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt. Und was dort beginnt, schwappt in immer kürzeren Abständen aufgrund des WTO-Vertrages 1994 auch zu uns rüber, analog dem Passivrauch-Hoax. Dieser Vertrag, der die Globalisierung einläutete, legitimiert heute die Ausbeutung von Drittweltländern und die globale Umweltzerstörung im Kampf um Rohstoffe, und dies im ganz großen Stil. Gewinner sind die USA mit ihrer weltweit schlagkräftigsten Armee.

    Die Überwachungskameras dienen in erster Linie der Überwachung der Bürger und in zweiter Linie der Arbeitserleichterung der Strafverfolgungsbehörden. Was das mit Sicherheit zu tun hat, erschließt sich mir in keinster Weise. Im Gegenteil, es sichert vielmehr diejenigen Leute in aktuellen Machtpositionen, die sich vorsorglich vor einem jederzeit möglichen, wieder aufkeimenden Volkszorn, analog des Generalstreiks von 1918, als unser Militär gegen ihre eigenen Landsleute auf obrigkeitlichen Befehl schossen und jegliche Zivilcourage der Verweigerung missen ließen.

    Carolus Magnus

  4. Woher wissen Sie das so genau? Wenn einer von einer Kamera davon abgehalten wurde ein Verbrechen zu begehen, dann berichten die Boulevard-Medien in der Regel nicht darüber. Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass Kameras sowohl präventiv wirken können als auch bei der Aufklärung von Verbrechen hilfreich sind. Das weiss jeder, der schon einmal XY gesehen hat.

    Immer wenn es um Aussage gegen Aussage geht, könnte eine Kamera hilfreich sein. Kachelmann hätte es z.B. einfacher gehabt, wenn er seine Seitensprünge auf Video aufgenommen hätte. Dann hätte man bei einem Augenschein dieser Videos schnell feststellen können ob es eine Vergewaltigung gab oder nicht.

  5. „Wenn einer von einer Kamera davon abgehalten wurde ein Verbrechen zu begehen, dann berichten die Boulevard-Medien in der Regel nicht darüber.“

    Bisher wurde nirgends auf der Welt mit Überwachungskameras auch nur ein einziges Verbrechen verhindert. Das ist Fakt! Wie denn auch, sind sie doch meist gut versteckt und in unauffälligen Farben gehalten werden. Verlangen Sie im Ernst, daß die Medien auch hierüber manipulative Märchen erzählen sollen,so wie beim Passivtabakrauch. Falls ja, müßten Sie Allianzen bilden und hunderte von Milliarden für eine solche Gehirnwäsche investieren.

    Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass Kameras sowohl präventiv wirken können[…]

    Da ich mich an Fakten halte, kann ich Ihnen versichern, daß dem nicht so ist. Wer oder was hat Sie überzeugt? Medien? Studien? Lobbyisten? Bauchgefühl? Aktenzeichen XY?
    – Diesem Irrtum sind die meisten unterlegen, ohne zu merken, daß sie sich damit ihrer eigenen Freiheit berauben. Von daher kommt auch der alles andre als liberale Sicherheitswahn bis in die Schlafzimmer der Bürger, der die Freiheit Stück für Stück demontiert, bejubelt von der großen Masse Denkunfähiger, die in St. Gallen und Luzern mit JA für ihre eigne Überwachung mittels Kameras stimmen gingen. Ich fragte nach der Abstimmung einen älteren Herrn in einer gepflegten Hotelbar mit Raucherlaubnis, Typ Buchhalter, schüchtern, gepflegt, unauffällig gekleidet, kommunikationsscheu vor einem Glas Weißwein, was er denn davon halte. Seine Antwort: Es macht St. Gallen sicher. Wer sich nichts zuschulden kommen lasse, hätte nichts zu befürchten. Ich war entsetzt ob soviel Naivität! Hier tut Aufklärung bitter Not.

    […] als auch bei der Aufklärung von Verbrechen hilfreich sind.

    Diese Arbeitserleichterung für die Strafverfolgungsbehörden habe ich bereits explizit erwähnt: «Die Überwachungskameras dienen in erster Linie der Überwachung der Bürger und in zweiter Linie der Arbeitserleichterung der Strafverfolgungsbehörden.» Wie @Herr Glättli schon bemerkte, geht es nicht um Täterprävention. … Das Verbrechen muß zwingend erst geschehen, bevor die Kameras einen Teil ihrer Zweckmäßigkeit erfüllen können.

    Carolus Magnus

  6. Spielen wir doch einmal den folgenden Gedanken durch. Ein Mann ermordet einen anderen Mann auf einem öffentlichen Platz. Es gibt keine Zeugen und keine Hinweise, die Rückschlüsse auf den Täter zulassen, am Tatort. Beim Mörder handelt es sich um einen zwanghaften Serienmörder, der Vergnügen dabei hat Menschen zu erstechen und der regelmässig bei Vollmond Menschen töten muss.

    Jetzt gibt es zwei Varianten:

    Variante A: Die Tat wird von einer Kamera gefilmt, wobei der Täter bei der Ausübung der Tat eindeutig identifizierbar ist.

    Variante B: Es gibt keine Kamera und keine Zeugen.

    Frage 1: Welche Variante ist für die Klärung des Verbrechens bzw. für die Ergreifung des Täters vorteilhafter?

    Frage 2: Wenn der Serienmörder von der Polizei ermittet und verhaftet wird, kann er dann in der Öffentlichkeit weitere Verbrechen begehen oder sind weitere Verbrechen durch seine Verhaftung und Inhaftierung verhindert worden?

    Auch denkbar ist zudem, dass mit Kameras überwachte Frauenparkpätze in Tiefgaragen sicherer sind als Parplätze, die nicht überwacht werden.

    Somit ist erwiesen, mit Kameraüberwachung kann man Verbrechen verhindern.

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