Aufklärung für Vierjährige

Von Alexander Müller veröffentlicht am 22. Mai 2011 | 7.099 mal gesehen

Laut einem Artikel im Sonntagsblick sollen bereits vierjährige Kinder im Kindergarten aufgeklärt werden. Dagegen formiert sich im religiös-konservativen Lager Widerstand. Ich sehe das etwas entspannter, denn ich durfte bereits im Säuglingsalter an einer Brust saugen und war somit schon sehr früh mit weiblichen Sexualorganen konfrontiert. Sexualaufklärung an Schulen finde ich sinnvoll. Meiner Ansicht nach  sind aufgeklärte Kinder den sexuellen Herausforderungen des Internets besser gewachsen als nichtaufgeklärte. Ausserdem dürfte ein ungezwungener und entspannter Umgang der Gesellschaft mit der Sexualität das Sexleben vieler Menschen verbessern.

Entsteidend für mich ist Ausgestaltung der Aufklärung an Kindergärten und Schulen. So gehe ich davon aus, dass die Sexualaufklärung bei einem vierjährigen Kind anders aussieht als bei älteren Kindern.

Den Sexualunterricht alleine den Eltern zu überlassen, halte ich insbesondere in einer multikulturellen Gesellschaft für falsch. Jeder Mensch hat ein Recht auf Aufklärung und ein gesundes Sexualleben. Es darf nicht sein, dass Kinder aus religiösen oder kulturellen Gründen in diesem Bereich benachteiligt werden. Zudem zeigen ja gerade die Probleme mit der Jugendgewalt, dass viele Eltern ihren erzieherischen Pflichten nicht nachkommen.

Aufklärung für Vierjährige
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13 Gedanken zu „Aufklärung für Vierjährige“

  1. Gerade die Kinder, welche wegen der Religion vom Sexunterricht dispensiert werden, hätten es nötig. Und ein 4-jähriges Kind interessiert sich für das Thema nicht, es will lieber spielen.

  2. Kinder stellen viele Fragen. Einige Eltern sind damit und mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert. Daher macht Sexualkundeunterricht aus meiner Sicht Sinn. Dieser Unterricht sollte neutral sein und ohne Rücksicht auf religiöse und kulturelle Besonderheiten durchgeführt werden. Geschlechtsbezogene Diskriminierung ist inkazeptabel.

  3. aufklärung für 4 jährige ist wohl ein witz eines pädo pädagogen. da kann man babys gleich mit dildos vertraut machen oder 15 jährigen schülerInnen eine nutte oder toyboy spendieren…

    totaler unfug

  4. Aber Eric (Annubis) du siehst das ein bisschen zu eng. Nachfolgend ein Beitrag, den ich auf Eltern.de gefunden habe:

    Um den fünften Geburtstag herum wollen die meisten Kinder wissen, wie sie eigentlich „gemacht“ wurden. Und natürlich wollen Eltern das möglichst gelassen erklären. Umso überraschter sind viele, wenn sie die sexuelle Neugier ihrer Kinder plötzlich ins Stottern bringt.

    Das macht klar weshalb Aufklärung im Kindergarten in Ordnung ist. Jetzt müssen wir nur noch Konservative wie dich von den neusten pädagogischen Erkenntnissen überzeugen. 😉

  5. Lieber Alexander, ich glaube kaum das die Einstellung von Eric (Annubis) Konservativ ist. Ich bin selbst Mutter einer 4 Jährigen, und ich finde es komplett daneben das die Kinder in diesem Alter im Kindergarten Aufgeklärt werden sollen!! In der Schule mag das ja ok sein, aber ganz bestimmt nicht früher, das ist Sache der Eltern! Ich habe am Sonntag in einem Artikel diesen Abschnitt gelesen: „In der Praxis kann das dann so aussehen: Die Kinder massieren ­einander gegenseitig – oder berühren sich mit warmen Sandsäcken. Dazu läuft leise Musik.“
    aber sonst gehts noch oder?? wer hat sich diesen Schwachsinn eigentlich ausgedacht?? oder wollen sich pädo-Lehrer jetzt legal an den Kindern aufg…..?? wir gehen in unserer Familie sehr offen mit diesem Thema um, und ich denke ich bin sehr gut in der Lage meiner Tochter die Antworten auf ihre Fragen dem Alter entsprechend zu geben, weil ich sie am besten kenne und weiss wie ich ihr das Erklären kann damit sie’s auch versteht!!!

  6. Sandra, darüber wie die Aufklärung für 4 Jährige aussehen soll, kann man diskutieren. Die Aufklärung jedoch einfach den Eltern zu überlassen ist fahrlässig. Nicht alle Eltern klären ihre Kinder richtig auf.

    Man denke nur wie Stündeler und Islamisten ihre Kinder erziehen. Kein Sex vor der Ehe, Mädchendiskriminierung und Kopftuch? Kann mir nicht vorstellen, dass sowas zu einem erfüllten Sexualleben führt.

  7. da muss ich dir recht geben, aber Aufklärung in diesem Alter gehört nicht in den Kindergarten!! ich versteh auch nicht wieso das jetzt auf einmal ein Thema sein soll? wir alle sind gross geworden ohne Aufklärung im Kindergarten, in diesem Falle haben unsere Eltern, Grosseltern usw. alle fahrlässig gehandelt?! und wenn sich Eltern überfordert fühlen, können sie ja immernoch freiwillig hilfe hinzuziehen! ich werde mich weigern mein Kind in den Kindergarten zu schicken mit dieser Form von Aufklärung!!

  8. Wer sagt denn, dass heutige Menschen alle ein sexuell erfülltes Leben haben? Es gibt durchaus Verbesserungspotential. Viele Leute machen sich Illusionen und verwechseln Liebe gerne mit Sex bzw. verknüpfen das. Dabei geht es bei Sex um Lust, Vergnügen, Fortpflanzung und Beziehungspflege. Liebe ist dabei ein „nice to have“ und kein „must“.

    Das Thema muss entabuisiert werden, nur so kann Besserung eintreten. Unsere Gesellschaft muss sich von den Fesseln und Moralvorstellungen verstaubter bzw. rückständiger Religionen befreien.

    Schulmädchen, die halbnackt herumlaufen, sollten wissen was das bei Jungen bewirkt. Wer will schon, dass z.B. seine 13 jährigen Kinder Eltern werden? In solchen Fällen wärs vielleicht besser gewesen man hätte die Aufklärung vorgezogen und nicht gewartet, bis die Kinder selber herausgefunden haben wie es geht. 😉

  9. Lieber Alexander, wie gesagt, grundsätzlich gebe ich Dir ja recht, Aufklärung ist ein sehr wichtiges Thema, aber NICHT schon im Kindergarten! und vorallem ist es nicht Sache der Kindergarten-„Lehrer“ unsere 4 Jährigen Knirpse Aufzuklären!! ich als Mutter seh das so, die Kleinen gehen am Morgen in den Kiga, lernen etwas über Liebe, Lust, Sex, usw., sind damit (vielleicht) überfordert, kommen nach hause, und wer ist dann für die Kleinen da….. wir Eltern….. oder kann man dann auch im Kiga anrufen? ich bin auch der Meinung das Aufklärung in die Schule gehört, aber eben in die SCHULE, NICHT IN DEN KIGA!!

    „Nachdem nun bereits Vierjährige in den Kindergarten sollen (welcher ja nicht mehr Kindergarten, sonder Schule ist), nun auch noch diese Frühaufklärung durch den Staat. Wieso nimmt der Staat den Eltern die Kinder nicht gerade nach der Geburt weg und erzieht sie in seinem Sinn? Gibt dann sicher eine brave Elite, welche niemals falsche Fragen stellt…“
    diesen Kommentar finde ich sehr zutreffend, warum glauben die eigentlich sie müssten sich in alles einmischen??
    noch kurz zu den Schulmädchen, die halbnackt herumlaufen: ich denke die wissen ganz genau was sie mit ihrem auftreten bewirken und viele von ihnen ziehen sich ganz bewusst so an!

  10. Bei einem 4-jährigen Kind sollte die Aufklärung noch passiv sein. Wenn ein Kind wissen will wo die Babies herkommen, dann soll man es ihm auch sagen. Und das Kind wird Unterschiede zwischen Mann und Frau feststellen. Das ist aber auch alles, was es wissen will.

  11. Was für seltsame Blüten der Staatsfeminismus treibt, kann man an diesem abartigen Beispiel
    ziemlich klar erkennen. Da soll eine ganze Gesllschaft mit Ach und Krach genderisiert werden.
    In Wirklichkeit handelt es sich bei diesen Praktiken um eine Umerziehung im grossen Massstab.Wahlweise soll das „Coming out“ als praktizierender Schwuler, Lesbe, oder Transsexueller schon im Kleinkind- Kindergarten gefördert werden.
    Na dann viel Spass beim pädophilen Sex mit unseren „Dreikäsehochs“. Dieser Gesellschaft ist wahrlich nicht mehr zu helfen.

  12. @ Alexander Müller 30. Mai 2011 um 20:55
    Ich kann Ihnen im grossen ganzen zustimmen. Es besteht jedoch ein grosser Unterschied, zwischen einer natürlichen und einer manipulierten sexuellen Entwicklung. So lange eine grosse Mehrheit der Bevölkerung und auch der Gesetzgeber gegen Kindersex eingestellt sind, sollte eine sollte eine feminisierter Staatsgewalt, diesen Kindersex nicht über die Hintertür „Kindergarten“ einführen.

  13. Habe gerade die Wiederholung einer Sendung zu diesem Thema im Zischtigsclub auf SF gesehen. Meiner Meinung nach betreiben die Gegner der Aufklärung eine diffuse Angstmacherei. Wann sollen Eltern ihre Kinder aufklären? In der Pupertät? Dann wenn sich die Kinder von ihren Eltern ohnehin nichts mehr sagen lassen wollen? Oder soll man die Aufklärung der Porno-Industrie überlassen? Kinder kommen ohne weiteres an Pornografie, wenn sie wollen. Da wäre es doch wichtig, dass sie einen Rahmen geboten bekämen um diese Themen in der Schule zu behandeln. Dass sie Fragen stellen könnten usw. Und je nachdem wie das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern ist, ist es doch zum Teil besser sie können eine neutrale Person fragen.

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