Aufklärung für Vierjährige

Von Alexander Müller veröffentlicht am 22. Mai 2011 | 7.107 mal gesehen

Laut einem Artikel im Sonntagsblick sollen bereits vierjährige Kinder im Kindergarten aufgeklärt werden. Dagegen formiert sich im religiös-konservativen Lager Widerstand. Ich sehe das etwas entspannter, denn ich durfte bereits im Säuglingsalter an einer Brust saugen und war somit schon sehr früh mit weiblichen Sexualorganen konfrontiert. Sexualaufklärung an Schulen finde ich sinnvoll. Meiner Ansicht nach  sind aufgeklärte Kinder den sexuellen Herausforderungen des Internets besser gewachsen als nichtaufgeklärte. Ausserdem dürfte ein ungezwungener und entspannter Umgang der Gesellschaft mit der Sexualität das Sexleben vieler Menschen verbessern.

Entsteidend für mich ist Ausgestaltung der Aufklärung an Kindergärten und Schulen. So gehe ich davon aus, dass die Sexualaufklärung bei einem vierjährigen Kind anders aussieht als bei älteren Kindern.

Den Sexualunterricht alleine den Eltern zu überlassen, halte ich insbesondere in einer multikulturellen Gesellschaft für falsch. Jeder Mensch hat ein Recht auf Aufklärung und ein gesundes Sexualleben. Es darf nicht sein, dass Kinder aus religiösen oder kulturellen Gründen in diesem Bereich benachteiligt werden. Zudem zeigen ja gerade die Probleme mit der Jugendgewalt, dass viele Eltern ihren erzieherischen Pflichten nicht nachkommen.