Atom-U-Boot gesunken

Von Alexander Müller veröffentlicht am 27. März 2011 | 6.051 mal gesehen

Atom-U-Boot

Die  Hysteriker und Panikmacher der Anti-AKW-Bewegung haben zurzeit Hochkonjunktur. Natürlich ist es schlimm, wenn Meerwasser radioaktiv verseucht wird. Insbesondere dann, wenn Fische verstraht werden. Wie weit das der Fall ist, ist jedoch noch unklar. Die verantwortlichen der japanischen Regierung und Greenpeace machen diesbezüglich unterschiedliche Aussagen.

Es sind  jedoch schon vor dem Ereignis in Fukushima Atom-U-Boote mit Kernreaktoren und Nuklearsprengköpfen an Bord gesunken. Hier eine Liste mit gesunkenen Atom-U-Booten (Quelle):

  • Datum: 10.04.1963, USS Thresher (SSN-593) Atom-U-Boot. Wrack in 2.560 m Tiefe.
  • Datum: 22.05.1968, USS Scorpion (SSN-589) Atom-U-Boot. Reaktor und zwei Nukleartorpedos in 3.300 m Tiefe.
  • Datum: 8.04.1970, K-8 Atom-U-Boot. Vier Nukleartorpedos geborgen, etwa 20 im Wrack oder auf dem Seegrund im Golf von Biscaya.
  • Datum: 22.05.1978, USS Puffer (SSN-652), Atom-U-Boot. Im Sund Puget Sound im US-Bundesstaat Washington wird versehentlich ein Ventil geöffnet, wodurch bis zu 1.900 Liter radioaktives Wasser entwichen.
  • Datum: 3.10.1986, K-219, Atom-U-Boot. 32 Nuklearsprengköpfe in 5.500 m Tiefe rund 770 km östlich der Bermuda-Inseln. 
  • Datum: 7.04.1989, Komsomolez (K-278), Atom-U-Boot. Zwei nuklearbestückte Torpedos in 1.700 m Tiefe.
  • Datum: 12.08.2000, Kursk, Atom-U-Boot, Teile davon konnten geborgen und verschrottet werden

Hat deswegen jemand auf seinen Strandurlaub in der Karibik verzichtet? Selbst die Weltmeere werden nach wie vor leergefischt. Fischessen gilt nach wie vor als gesund. Doch wer jetzt glaubt, dass es in den Bergen auf der Alp besser sei, der sollte einfach wissen, dass die Konzentration natürlicher Radioaktivität im Gebirge höher ist als im Flachland. 😉 Interessante Beiträge zum Thema natürliche Radioaktivität findet ihr hier und hier.

Fazit: Ball flach halten und abwarten was passiert. Was geschehen ist, kann man ohnehin nicht mehr rückgängig machen. Man sollte vielmehr seine Lehren daraus ziehen. Das AKW in Fukushima hat das Erdbeben der Stärke 9 auf der Richterskala überstanden. Die Reaktoren konnten jedenfalls danach noch heruntergefahren werden. Selbst die Stromzufuhr und die Kühlsysteme funktionierten noch. Folglich sollten ähnliche AKW’s in der Schweiz ähnliche Erdbeben überstehen. Vielmehr zugesetzt hat dem AKW in Fukushima der Tsunami, welcher die Stromzufuhr und die Kühlsysteme ausgeschaltet hat. Da gilt es nun abzuklären wie man Ähnliches künftig vermeiden kann und ob Hochwasser in der Schweiz ähnliche Auswirkungen auf Schweizer AKW’s haben könnte.

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