Aktionäre sagen JA zu Millionensalären

Von Alexander Müller veröffentlicht am 7. April 2010 | 2.564 mal gesehen

Stefan LippeDie Aktionäre des Rückversicherers Swiss RE haben an der heutigen Generalversammlung die Millionensaläre der Firmenspitze für das Jahr 2009 gutgeheissen. Der CEO von Swiss RE, Stefan Lippe, hat im Jahr 2009 12,6 Millionen Schweizerfranken verdient. Dies zeigt einmal mehr, dass Thomas Minders Abzocker-Initiative nichts taugt. Nach Minders Initiative sollen die Aktionäre über die Vergütungen des Verwaltungsrats, der Geschäftsleitung und des Beirats abstimmen. Wie sich bei Swiss RE zeigt, führt dies jedoch nicht zwangsläufig zu tieferen Vergütungen.

Bei Swiss RE besitzt kein einziger Aktionär mehr als 4% des Aktienkapitals. Swiss RE besitzt selbst 7.7% eigene Aktien, kann die Stimmrechte der eigenen Aktien jedoch nicht wahrnehmen. (siehe Jahresbericht Seite 89) Insgesamt hat Swiss RE 71’047 Aktionäre. Institutionelle Aktionäre halten 5.5% des Aktienkapitals.

Auf Seite 132 des Jahresberichts 2009 findet ihr die Vergütung an Stefan Lippe. Swiss RE Jahresbericht 2009

Stefan Lippe

Aktionäre sagen JA zu Millionensalären
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Ein Gedanke zu „Aktionäre sagen JA zu Millionensalären“

  1. Aus der Sicht eines Aktionärs haben Manager für eine hohe Eigenkapitalrendite und steigende Aktienkurse zu sorgen. Dividenden sind steuerpflichtig, Kursgewinne nicht. Folglich sind steigende Aktienkurse interessanter als eine Dividende. Mich interessieren die Bezüge des Managements nicht solange meine Rechnung als Anleger aufgeht.

    Ausserdem, nicht jeder, der ein Millionensalär bezieht, muss ein Abzocker sein! Beispiel:

    Wenn ein Unternehmen, das kurz vor dem Konkurs steht einem Manager einen Bonus von 1% des Gewinns verspricht, sollte er es schaffen das Unternehmen zu retten, und dieser dann einen Gewinn von 1 Milliarde CHF erwirtschaftet, dann hat er ein Salär von 10 Millionen CHF verdient und muss sich nicht Abzocker schimpfen lassen!

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