Zum Schweizer Bundesfeiertag

Von Alexander Müller veröffentlicht am 31. Juli 2013 | 1.278 mal gesehen

Morgen ist erster August. Der erste Bundesfeiertag an einem ersten August fand 1891 anlässlich des 600 jährigen Jubiläums des Bundesbriefs von 1291 statt. 1899 wurde der erste August vom Bundesrat definitiv zum Bundesfeiertag erhoben. Der Bundesbrief vom August 1291 ist ein Verteidigungsbündnis, welches zwischen den ehemaligen Sonderbundskantonen Uri, Schwyz und Unterwalden geschlossen wurde. Der Bundesfeiertag ist nicht der Geburtstag der heutigen Schweiz! Die heutige Schweiz besteht aus 26 Kantonen und nicht nur aus drei ehemaligen Sonderbundskantonen. Unser Bundesstaat konstituierte sich mit Inkrafttreten seiner ersten Bundesverfassung am 12. September 1848. Ich betone das mit den Sonderbundskantonen deshalb, weil die Sonderbundskantone den heutigen Bundesstaat verhindern wollten! Deshalb gab es 1847 den Sonderbundskrieg, in welchem die Sonderbundskantone unterlagen.

Wie in anderen Ländern auch, nutzen auch in der Schweiz viele Politiker die Gunst der Stunde um am Bundesfeiertag die politischen Anliegen ihrer Partei dem Volk näher zu bringen und sich selber dabei in Szene zu setzen.

Wir Schweizer sollten am Bundesfeiertag weniger auf diese Politiker hören und uns dafür mehr auf die Werte besinnen, die unserem Land Erfolg und Wohlstand gebracht haben. Wir sollten uns auch auf die liberalen Werte besinnen, auf deren Grundlage unser Bundesstaat entstanden ist. Diese Werte können heute leider nicht mehr als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt werden.

Es gibt in unserem Land Kräfte, die uns Schweizern die verfassungmässigen Rechte nehmen wollen. Das wichtigste dieser Rechte ist die Meinungs- und Informationsfreiheit. Die Meinungs- und Informationsfreiheit ist ein in unserer Bundesverfassung garantiertes Menschenrecht. Dieses Grundrecht ist die entscheidende Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie. Sie soll eine öffentliche Meinungsbildung ohne staatliche Zensur und gesetzliche Unterdrückung ermöglichen. Die Meinungs- und Informationsfreiheit ist für einen demokratischen Rechtsstaat unerlässlich und unterscheidet ihn von einer Diktatur.

Antidemokratische Seilschaften machen uns dieses Recht zusehends streitig. Wir müssen uns gegen diese antidemokratischen Halunken wehren. Wir alle sind gefordert die Grundwerte, welche für den Erfolg unseren Bundesstaats entscheidend sind, zu verteidigen!

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