Endlich! WEKO büsst Abzocker BMW

Von Alexander Müller veröffentlicht am 24. Mai 2012 | 1.886 mal gesehen

Endlich hat die WEKO gehandelt und einen Abzocker bestraft! Der Automobilhersteller BMW wurde von der WEKO wegen eines massiven Verstosses gegen das Kartellrecht mit einer saftigen Busse von 156 Millionen Schweizerfranken gebüsst.

BMW zockte Kunden in der Schweiz mit überteuerten Preisen ab und verbot Händlern im Ausland Autos an Schweizer Kunden zu verkaufen. Nun hat der Autohersteller BMW die Rechnung für sein unlauteres Geschäftsgebaren präsentiert bekommen. Wie der uneinsichtige bayrische Autohersteller inzwischen verlauten liess, will er die Busse nicht akzeptieren und Rechtsmittel ergreifen. Ich hoffe, dass die nächste Instanz das Urteil der Vorinstanz bestätigt oder die Busse gar erhöht. Ansonsten ist zu befürchten, dass die Abzockerei weitergeht.

Zu hoffen ist, dass die WEKO auch gegen die übrigen Abzocker mit ähnlich harten Strafen vorgeht. Wer meint, dass er sich auf Kosten von in der Schweiz lebenden Kunden bereichern muss, der soll lernen, dass sich das nicht lohnt. Ich könnte mir sogar härtere Strafen vorstellen. BMW könnte locker ein paar Milliarden Franken Busse zahlen. Die deutsche Automobilindustrie hat uns Schweizer jahrzehntelang mit massiv überteuerten Preisen abgezockt. Dafür soll sie bluten!

Gerade bei deutschen Autos lohnen sich Direktimporte. Arbeitnehmer in der Schweiz haben längere Arbeitszeiten als Arbeitnehmer in Deutschland und verdienen deshalb auch mehr. Trotzdem können sie sich mit ihren höheren Einkommen wegen Abzockern, die ihnen Waren zu überteuerten Preisen andrehen, nicht mehr leisten.