Julian Assange ist ein Wichtigtuer

Von Alexander Müller veröffentlicht am 4. Juni 2011 | 3.955 mal gesehen

Julian Assange, der Gründer der Enthüllungs-plattform Wikileaks ist ein Wichtigtuer. Laut einem Artikel in der NZZ behauptet er, dass Wikileaks eine wichtige Rolle bei den arabischen Revolten gespielt habe. Das ist natürlich Bullshit.

Die arabischen Revolten hatten ihren Ursprung in Tunesien. Auslöser war die Selbstverbrennung eines jungen Mannes namens Mohammed Buazisi. Im Anschluss darauf protestierten tausende Jugendliche gegen den Machthaber Ben Ali, gegen Jugendarbeitslosigkeit und gegen Polizeiwillkür. Die Proteste führten zur Flucht von Ben Ali. Das war der Auftakt der arabischen Revolten. Denn als man in Ägypten im Fernsehen den Erfolg der Proteste in Tunesien sah, gingen auch dort die Leute auf die Strassen. Nach Ägypten folgten Revolten in Libyen, Bahrein und Syrien.

Bei diesen Revolten spielte das Internet in der Tat eine wichtige Rolle. Doch Assanges Enthüllungsseite Wikileaks war nicht massgebend. Die Leute in den betroffenen Ländern kannten die Missstände auch ohne Enthüllungen. Sie hatten nämlich darunter zu leiden. Entscheidend waren Social Media Seiten wie Twitter, Facebook und Youtube. Sie ermöglichten es den jungen Aufständischen die Welt über die Geschehnisse vor Ort mit Bildern, Filmen und Worten zu informieren.