Die Todsünde der Gläubigen

Von Alexander Müller veröffentlicht am 22. April 2011 | 2.338 mal gesehen

Es gibt Gläubige, die glauben, dass sie ohnmächtige kleine Geschöpfe wären, die ohne Hilfe ihres Götzen auf dieser Welt nicht zurechtkommen. Sie schauen sich die Probleme anderer Menschen auf dieser Welt an und nehmen das als Grund um an eine Religion zu glauben, deren Seelenfänger ihnen das Paradies versprechen. Dabei begreifen sie weder die Probleme anderer Leute auf dieser Welt noch die Ursachen dieser Probleme. Trotzdem meinen sie zu wissen was die Ursachen der alltäglichen Probleme ist. Natürlich die Sünde, was sonst? Doch was ist eigentlich eine Sünde? Ein Verstoss gegen ein Gebot, welches von Seelenfängern aufgestellt worden ist?

Ist es eine Sünde wenn ein Mann einer ihm unbekannten Muslima die Hand gibt? Ist es eine Sünde, wenn man ausserehelichen Sex hat? Wer bestimmt das eigentlich? Der Pfarrer? Die Autoren von Schriften, die über tausend Jahre alt sind? Es ist wahrscheinlich, dass der Bildungsstand dieser Autoren tiefer war als jener heutiger Gebildeter. Folglich muss man sich fragen was heutige Menschen dazu treibt, archaische Schriften von Ziegenhirten und Nomaden ernst zu nehmen.

Zur Allmacht, niemand hat Allmacht, da Allmacht die Macht aller ist. Die Menschen beherrschen die Natur nicht. Allerdings können die Menschen der Natur trotzen. Sie tun dies seit Jahrtausenden mit Erfolg. Hin- und wieder geschieht ein Unglück. Zum Beispiel stürzt bei einem Erdbeben ein Bauwerk ein oder aber es gibt ein technisches Problem bei einem in die Jahre gekommenen alten AKW, welches nach einem Erdbeben von einem Tsunami getroffen wurde. Die Gläubigen sehen darin wahrscheinlich wieder ein Zeichen Gottes um dem Menschen seinen Hochmut vor Augen zu führen. Ich sehe das anders. Es ist ein Lernprozess. Es werden einem Dinge bewusst, an die man vorher nicht gedacht hat. Dies ermöglicht es einem seine Verteidigungsstrategie fürs nächste Mal entscheidend zu verbessern. Man nennt dies Fortschritt.

Diskussionen über Hochmut, Allmacht, Böses usw. bringen die Menschheit nicht weiter. Einzig das Lernen aus Fehlern, Nachlässigkeiten oder Dingen, an die man vorher nicht gedacht hat, bringen einem weiter. Religionen braucht es nicht.