Wie Staatsanwälte mit dem Antirassismusgesetz umgehen

Von Alexander Müller veröffentlicht am 13. November 2014 | 1.595 mal gesehen

Verfahren im Kanton Zürich

Nachdem mir im Juni 2012 eine von politischen Gegnern instrumentalisierte Journalistin des Tagesanzeigers einen möglichen Verstoss gegen die Rassismusstrafnorm nahelegte, konnte es der Zürcher Staatsanwaltschaft nicht schnell genug gehen. Ohne Beweise in der Hand zu haben, schickte mir die Zürcher Staatsanwaltschaft morgens um 6.00 Uhr ein Polizeikommando ins Haus. Ich wurde regelrecht aus dem Bett geholt und verhaftet. Dabei wurde meine Wohnung von mehreren Polizeibeamten auf den Kopf gestellt und ich musste ihnen sämtliche Computer und Mobiltelefone aushändigen. Nicht einmal auf die Toilette konnte ich ohne Begleitung eines Polizisten. Dies weil sich die Zürcher Staatsanwaltschaft erhoffte auf diese Art und Weise Belastungsmaterial zu finden. Wahrscheinlich hoffte sie auch, mich so unter Druck zu setzen um mir im anschliessenden Verhör unter Schockzustand Aussagen zu entlocken, die sie gegen mich verwenden kann. Deshalb drängte der Staatsanwalt auch auf eine Aussage von mir, ehe ich einen Verteidiger auftreiben konnte. Trotz dieser perfiden Methoden hat die Staatsanwaltschaft kein Belastungsmaterial gefunden. Darum versucht sie das, was ich ohne Anwalt ausgesagt hatte, gegen mich zu verwenden. Entlastende Aussagen tut sie hingegen als Ausflüchte ab. Wahrscheinlich versucht sie so, ihr Gesicht zu wahren. Seit diesem Vorfall im Juni 2012 sehe ich mich mit einem nicht enden wollenden Prozess konfrontiert und habe neben dem Rufschaden zusätzlich noch einen horrenden finanziellen Schaden erlitten. So funktioniert es in der Schweiz, wenn Staatsanwälte jemanden unbedingt verurteilt sehen wollen.

Dass so etwas im Kanton Zürich möglich ist, erstaunt nicht. Ich geriet damals ins Visier der Medien und der Staatsanwaltschaft, weil ich SVP-Mitglied und Schulpfleger war. Die politischen Gegner, welche mich aus der Schulpflege haben wollten, kamen aus den Reihen der Grünen und Roten. Die Jungen Grünen hetzten damals mit zwei Medienmitteilungen gegen mich. Zufälligerweise ist der Justizdirektor des Kantons Zürichs ebenfalls ein Grüner. Auch der Präsident der Justizkommission des Zürcher Kantonsrats ist ein Grüner und der damalige Polizeivorsteher der Stadt Zürich war ebenfalls ein Grüner. Der aktuelle Polizeivorsteher ist von der Alternativen Liste, also einer Linksaussengruppierung. Entsprechend linkslastig besetzt dürfte auch die Zürcher Staatsanwaltschaft sein. Somit erstaunt es nicht, dass es zu dieser völlig überissenen und unverhältnismässigen Aktion von Polizei und Staatsanwaltschaft gegen mich kam.

Verfahren im Kanton St. Gallen

Im starken Kontrast zu der eben erzählten Geschichte aus dem Kanton Zürich, läuft es im ländlichen Kanton St. Gallen ganz anders ab. Im September 2013 wurde im Rheintaler Boten ein Inserat publiziert, in welchem eine Wohnung mit dem Vermerk „keine CH“ zum vermieten angeboten wurde. Der Mann, der dieses aufgab, äusserte sich anschliessend in einer Zeitung negativ über „Schweizer“. Einige Medien nahmen das Thema verhalten auf. Die Zeitung 20min zitierte Doris Angst, die Präsidentin der eidgenössischen Komission gegen Rassismus, wie folgt:

Quelle
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Ich machte daraufhin am 6. September 2013 die Staatsanwaltschaft St. Gallen darauf aufmerksam. Weil diese trotz Hinweis ganz offensichtlich nichts unternahm, reichte ich am 11. September 2013 eine Strafanzeige gegen diesen Vermieter ein. Einen Tag später reichte neben mir ein Herr Kurt Koller ebenfalls eine Strafanzeige gegen diesen Vermieter ein.

Schliesslich am 6. November 2014, also rund 14 Monate später, erhielt ich von der Staatsanwaltschaft St. Gallen eine Nichtanhandnahmeverfügung. Aus dieser Nichtanhandnahmeverfügung geht hervor, wie die St. Galler Staatsanwaltschaft ermittelt hat. Dies vorweg, es gab weder eine Verhaftung, noch eine Hausdurchsuchung und es wurden auch keine Gegenstände beschlagnahmt. Der Beschuldigte wurde von der Staatsanwaltschaft noch nicht einmal als Beschuldigter einvernommen. Nachdem der Beschuldigte wahrscheinlich am Telefon gegenüber der Polizei ausgesagt hatte, dass er das alles nicht so gemeint habe, beschränkte sich die Staatsanwaltschaft darauf den Beschuldigten schriftlich, also wahrscheinlich per Brief, als Auskunftsperson zur Sache zu befragen. Der Beschuldigte hatte dadurch die Möglichkeit sich seine Antworten sehr gut zu überlegen und für die Beantwortung der Fragen Hilfe von Dritten beizuziehen. So nachlässig wurde in diesem Fall ermittelt! Der Staatsanwaltschaft genügten die Ausreden des Beschuldigten, den sie als Auskunftsperson schriftlich befragt hatte, um eine Nichtanhandnahme zu verfügen. Einen extremeren Kontrast zum Vorgehen der Zürcher Staatsanwaltschaft im vorhin beschriebenen Fall gibt es wohl kaum. Doch damit ist die Geschichte natürlich nicht zu Ende.

Herr Koller reichte am 11. November 2014 völlig zu Recht eine Beschwerde gegen diese lächerliche Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft ein. Ich reichte meine Beschwerde am 12. November 2014 ein.

Was geschieht, wenn Gerichte unliebsame Beschwerden abwürgen wollen, zeigt die Antwort der St. Galler Strafkammer, welche Herr Koller heute erhalten hat. Die Strafkammer des Kantons St. Gallen fordert Herr Koller auf eine Prozesskaution von CHF 1’000.00 innerhalb von 10 Tagen zu bezahlen. Sollte er dieser Aufforderung nicht fristgerecht nachkommen, wird seine Beschwerde als hinfällig betrachtet. Das in einem Strafverfahren wegen mutmasslicher Rassendiskriminierung! Wenn hingegen Journalisten beim Zürcher Obergericht gegen eine Verfügung des Bezirksgerichts Uster klagen, müssen sie keine Kaution zahlen. Es ist schon interessant, was für eine Willkür hier herrscht. Laut Gesetz, KANN eine Kaution verlangt werden, muss aber nicht.

Ich werde wahrscheinlich morgen genau dasselbe Schreiben erhalten. So einfach machen es sich die St. Galler Behörden und das bei einem Strafverfahren, bei dem es um die Antirassismusstrafnorm geht. Das Urteil des St. Galler Gerichts wird wahrscheinlich in eine ähnlich skandalöse Richtung gehen, wie die Nichtanhandnahmeverfügung der St. Galler Staatsanwaltschaft.

Ich habe mit dem Kanton Luzern die Erfahrung gemacht, dass Gerichte solche Schreiben versenden, wenn sie nicht gewillt sind, eine Beschwerde gutzuheissen. Auf diese Weise versuchen sie Beschwerden loszuwerden, die sie kaum mit nachvollziehbaren Argumenten abweisen können.

PS: Ich bedanke mich hiermit bei Herrn Koller für die Erlaubnis seine Beschwerde und den Brief der Anklagekammer an ihn, auf diesem Blog publizieren zu dürfen. Es bräuchte mehr Menschen, die sich wie Herr Koller und ich, gegen die Justizwillkür im Schweizer Rechtsstaat zur Wehr setzen und bei Missständen nicht einfach wegschauen. Der Anwalt, welcher sich für Kosovaren gegen die SVP einsetzt, hat sich übrigens in diesem Verfahren nicht für Schweizer engagiert.

Schweizer Rechtsstaat quo vadis?

Von Alexander Müller veröffentlicht am 27. August 2013 | 1.808 mal gesehen

Je länger je mehr muss ich mir die Frage stellen ob ich unseren Rechtsstaat noch ernst nehmen kann. Aus eigener Erfahrung weiss ich inzwischen, dass inkompetente und unanständige Staatsanwälte in der Schweiz keine Seltenheit sind. Leider ist auch die Schweizer Strafprozessordnung alles andere als perfekt. Sie lässt inkompetenten Staatsanwälten zuviel Spielraum um den Job falsch zu machen.

Doch nicht nur Gesetze für Erwachsene sind mangelhaft, auch das Schweizer Jugendstrafrecht ist ein Witz. Weil jugendlichen Straftätern in der Schweiz nach der vorherrschenden Ideologie nicht die Zukunft verbaut werden soll, werden diese gehätschelt und verwöhnt. Alles in der Hoffnung, dass sie so doch noch auf einen guten Weg kommen. So kommt es, dass der Doppelmörder vom Muotathal mit lächerlichen 9 1/2 Monaten bedingt bestraft wurde. Dies obwohl die Tat als kaltblütig eingestuft wurde. So wenig sind in der Schweiz offenbar zwei Menschenleben wert. Das milde Urteil beim Doppelmord vom Muotathal ist kein Einzelfall.

Am vergangenen Wochenende strahlte das Schweizer Fernsehen eine Reportage über einen linken Chef-Jugendanwalt namens Gürber aus. Dieser ist offenbar selber vorbestraft, sieht aus wie ein Alt-Hippie und ist Mitglied in der SP. In der Reportage wird über ein Sozialkonzept von Gürber berichtet, das er an einem 17jährigen Wiederholungsstraftäter ausprobiert.

Das Konzept sieht vor, dass der Straftäter zusammen mit einer Beträuerin in einer 4 1/2 Zimmer Wohnung lebt, ihm Privatlehrer zur Verfügung gestellt werden und er mit einem zehnfachen Weltmeister im Thaiboxen trainieren darf. Ob Kampfsport für einen wegen Gewaltdelikten Vorbestraften die richtige Therapie ist, wage ich zu bezweifeln. Doch es kommt noch besser, das Experiment von Gürber kostet im Monat 22’000 Schweizerfranken! Gürber versuchte in der Reportage zu beschwichtigen indem er sagte, es habe auch schon doppelt soviel gekostet.

Welcher Jugendliche hätte nicht gerne eine Viereinhalbzimmerwohnung, Privatlehrer und ein Team von Betreuern, inklusive Trainings-Gelegenheit mit einem Weltmeister? Offenbar lohnt es sich als Jugendlicher straffällig zu werden.

Ich kann nur noch den Kopf schütteln, wenn ich sehe  wie linke Staatsjuristen Wiederholungstäter verhätscheln, denen schwere Straftaten zur Last gelegt werden. Auf der anderen Seite zerstören der Staat und einige Winkeladvokaten mit immensem Aufwand das Leben von Leuten, denen ein Tweet oder ein Facebook-Eintrag vorgeworfen wird. In unserem Rechtsstaat läuft etwas gewaltig schief. Es ist an der Zeit, dass das korrigiert wird. Andernfalls läuft der Rechtsstaat Gefahr von grossen Teilen der Bevölkerung nicht mehr ernst genommen zu werden. Dass dem so ist, zeigt ja bereits der kaum noch vorhandene Respekt gegenüber Polizisten und Ordnungshütern. Das sind die Folgen einer offenbar von Linken dominierten Justiz, die zusehends aus dem Ruder läuft.