Wenn Fighting Games zu sexy sind

Von Alexander Müller veröffentlicht am 3. Juni 2011 | 2.973 mal gesehen

Hat  die neokonservative Welle, die Europa zurzeit durchdringt, prüden und verklemmten Mitmenschen Auftrieb gegeben? Diesen Eindruck kann man jedenfalls beim Betrachten einiger absurder politischer Vorstösse in einigen europäischen Ländern gewinnen. In Norwegen und Schweden wurde das Fighting Game «Dead or Alive Dimensions» verboten. Nicht etwa weil es zu brutal wäre, sondern weil es zu sexy ist und es sich dabei angeblich um Kinderpornographie handeln würde.

Zum Glück kann das geile Game in der „noch“ liberalen Schweiz seit dem 20. Mai 2011 problemlos gekauft werden. Allerdings gibt es auch hier Politiker, die das Game verbieten wollen. Der Berner SP-Politiker Roland Näf ärgert sich darüber, dass ein Fotomodus im Game Nahansichten erlaubt und die Spieler den jugendlichen Kämpferinnen unter den Rock schauen können. Näf ist Gründer der Vereinigung gegen mediale Gewalt.

Ich finde solche Games geil und bin vehement gegen ein Verbot derselben. Ich frage mich was in Köpfen von Politikern wie Näf vor sich geht. Wir brauchen keine Politiker, die uns bevormunden wollen! Niemand zwingt Leute wie Roland Näf spiele zu spielen, die ihm nicht gefallen. Wenn er Bilder wie das folgende nicht sehen will, soll er es lassen. Mir gefallen diese Bilder.

 
Angeblich sollen in der von Näf gegründeten Vereinigung gegen mediale Gewalt auch ehemalige VPM-Mitglieder ihr Unwesen treiben. (Quelle)