NEIN zum Gripen-Fonds-Gesetz

Von Alexander Müller veröffentlicht am 1. April 2014 | 1.859 mal gesehen

Bundesrat Ueli Maurer von der SVP möchte die marode Luftwaffe aufpolieren. Deshalb will er 54 alte F5 Tiger Jets durch 22 schwedische Gripen Mehrzweckkampfflugzeuge ersetzen. Der ganze Spass soll rund 3 Milliarden Schweizerfranken kosten. Ob das mit den Kosten tatsächlich so ist, bleibt unklar, denn die Flugzeuge existieren derzeit nur auf dem Papier. Finanziert werden soll das ganze über einen Fonds. Am 18. Mai 2014 stimmen die Schweizer Stimmberechtigten, die es interessiert, über das Gripen-Fonds-Gesetz ab. Es handelt sich dabei um die gesetzliche Voraussetzung für die Finanzierung der Grippenbeschaffung.

Was spricht gegen die Beschaffung des Gripen bzw. das Gripen-Fonds-Gesetz?

1. Mit 22 mittelmässigen Kampfflugzeugen kann unsere marode Luftwaffe die Schweiz nicht verteidigen. Das ist wie damals, als der Rest der deutschen Luftwaffe verzweifelt versuchte mit einer Handvoll Jäger alliierte Bomberverbände aufzuhalten. Also ein hoffnungsloses Unterfangen, das von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Seht selbst:

Auch die japanische Luftwaffe konnte mit ihrer zahlenmässig unterlegenen Luftwaffe trotz immenser Verzeiflungstaten nicht gewinnen.

2. Der Gripen existiert bislang nur auf dem Papier. Wer am 18. Mai 2014 JA für das Gripen-Fonds-Gesetz stimmt, der sagt ja zum Kauf einer über 3 Milliarden Schweizerfranken teuren Wundertüte.

3. Bevor wir wahl- und konzeptlos Spielzeuge für unsere Armee kaufen, sollten wir erst einmal über eine vernünftige und sinnvolle Verteidigungsstrategie bzw. die Rolle der Luftwaffe nachdenken. Dazu gehört die Überlegung wer der Feind ist und wie man ihn am besten abwehren bzw. bekämpfen kann. Erst dann sollten wir uns die Waffen aussuchen, nicht umgekehrt.

4. Für die luftpolizeilichen Aufgaben, die ohnehin bislang nicht benötigt wurden, taugen auch noch die vorhandenen F/A 18 Flieger.

5. Die Länder, welche die Schweiz umgeben haben mit Ausnahme von Liechtenstein und Österreich mehr und zudem bessere Flugzeuge als wir. 22 Gripen werden die desolate Lage unserer Landesverteidigung nicht wesentlich verbessern. Unser Land steht zurzeit so in Europa da, wie seinerzeit die alte Eidgenossenschaft vor den Truppen Napoleons.

Ich bin gegen das Gripen-Fonds-Gesetz, wir können diese 3 Milliarden sinnvoller ausgeben. Zum Beispiel für den Strassenbau. Wir sollten dringend eine zweite Gotthardröhre bauen. Das bringt wesentlich mehr Schweizern etwas als 22 Gripenflugzeuge. Seid ehrlich, die Gripen machen nur Lärm, deswegen ist eurer Leben weder sicherer noch seid ihr schneller im Tessin.

Stimmempfehlung für den 18. Mai 2014: NEIN zum Gripen-Fonds-Gesetz